Lührs wird eine Lilie
Zuwachs für die Defensive des SV 98. Die Lilien haben Yannik Lührs verpflichtet. Der 22-jährige Verteidiger kommt von der TSG Hoffenheim II an das Böllenfalltor.
Über das Erfolgserlebnis in Köln, das kommende Duell mit dem 1. FC Heidenheim (28.4./19.30 Uhr) sowie das Personal: Zu diesen und weiteren Themen stand Torsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz am Freitag (26.4.) Rede und Antwort. Wir haben die wichtigsten Aussagen des Cheftrainers für Euch zusammengestellt.
Personalupdate: Es fehlen Fraser Hornby, Alexander Brunst, Braydon Manu und Fabian Holland, der am Mittwoch erfolgreich operiert worden ist. Zudem fallen Klaus Gjasula mit einer Becken- und Bauchmuskelprellung und Clemens Riedel, der im Training umgeknickt ist und einen stark geschwollen Fuß hat, aus. Fraglich ist Aaron Seydel mit Adduktorenbeschwerden. Marvin Mehlem wird nicht im Kader sein, bei ihm sind wir sehr vorsichtig, nachdem er nun die ersten Gehversuche im Training gemacht hat.
Der Sieg in Köln hat uns gutgetan. Er hat insbesondere auch der Stadt Darmstadt und unseren Fans gutgetan. Wir haben danach gelechzt, sie mal wieder glücklich zu machen. Wer in Köln gewesen ist, der hat gemerkt, dass wir dort viele zufriedene Gesichter gesehen haben. Wir haben in Köln viele Dinge gezeigt, die wir auch schon vorher in der Saison gezeigt haben. Es war aber wichtig, dass wir zu Null gespielt, wenig zugelassen und uns im Verbund gut verhalten haben. Aber es gab auch dort Situationen, die wir besser machen können.
Wir möchten nun den zweiten Sieg in Folge einfahren und weiterhin das Gefühl vermitteln, dass wir, wenn wir uns verabschieden, es ordentlich machen wollen. Grundsätzlich ist es immer unser Anspruch, den Spieltag mit drei Punkten zu beenden. Unabhängig davon, wie der Gegner heißt. Natürlich denkt man noch an das Hinspiel und an vergangene Spiele gegen Heidenheim, die oftmals eine gewisse Dramatik hatten. Das hängt auch damit zusammen, dass beide Teams sehr mannorientiert spielen und dadurch eine gewisse Art von Spielen entsteht. Ich freue mich noch immer auf jeden Spieltag. Und ich freue mich auch auf den Sonntagabend.
Wir sind sehr realistisch, was die Situation angeht. Aber es wartet ein weiteres Bundesligaspiel. Eines der vorerst vermutlich letzten Bundesligaspiele für uns. Und das wollen wir gewinnen. Egal, wie die Spiele der anderen Teams vorab ausgehen. Aber ein feststehender Abstieg würde mich definitiv noch einmal treffen. Wenn ich als Trainer in die Bundesliga aufsteige, dann möchte ich das Maximum herausholen. Und wenn es mit diesem Ziel nicht klappt, ist das ein sehr enttäuschender Moment. Auch wenn viele von Vorneherein davon ausgegangen sind.
Heidenheim hat bislang wirklich eine tolle Saison gespielt und wir können ihnen nur einen ganz großen Glückwunsch dafür aussprechen. Sie haben fantastische Leistungen gebracht. Sie haben viele Entscheidungen gut getroffen, sie konnten auch die Aufstiegsmannschaft im Kern komplett halten. Großen Respekt für die Art und Weise, wie sie den Klassenerhalt schaffen werden. Als Freund von Frank Schmidt freut es mich aus kollegialer Sicht.
Paul ist mit einer großen Ruhe in diesen Verein gekommen. Wir sitzen sehr oft zusammen und es ist wichtig, dass Paul hier seine Ideen reinbringt. Bislang kann ich nur lobend darüber sprechen, wie er die Sache angeht. Der Austausch mit ihm ist immer respektvoll, wir haben oft eine ähnliche Denkweise, es gibt aber auch mal unterschiedliche Meinungen, was ebenfalls wichtig ist. Er hat ein großes Fachwissen auf vielen Ebenen. Meine ersten Eindrücke von ihm sind nahezu bombastisch. (lacht)