Ein schneller Doppelpass, im Dribbling durch drei Gegenspieler hindurch, an die Sechzehnerkante und Abschluss – der Ball fliegt in Richtung langes Eck, Torgeschrei kommt auf, doch der Ball fliegt nicht ins Tor. Nahuel Noll pariert erneut, wie schon so oft in dieser Saison. Neunmal hielt er bereits die Null in der aktuellen Spielzeit und zeichnet sich dadurch immer wieder als fester Rückhalt für sein Team aus. Lediglich drei andere Torhüter konnten sich im Saisonverlauf mit mehr Weißen Westen auszeichnen.
Der 23-Jährige verbrachte seine Jugend bei 1860 München und der TSG Hoffenheim. Bei Letzteren steht er immer noch unter Vertrag und agiert aktuell als Leihspieler für die Niedersachsen. In Fürth konnte er zuvor, ebenfalls auf Leihbasis, bereits in der vergangenen Saison reichlich Zweitliga-Erfahrung sammeln. Wie Nolls Karriere im Sommer weitergeht, ist noch unklar, der Fokus liegt im Moment ohnehin auf Hannover. „Ich fühle mich in Hannover sehr wohl, fokussiere mich zu einhundert Prozent auf den Job hier. Und wenn wir alle den Job erledigt und die Saison gespielt haben, dann kann man im Sommer über alles reden“, erklärte Noll in einem Interview gegenüber der Bild-Zeitung.
Nicht nur zwischen den Pfosten weiß der Keeper mittlerweile zu glänzen, sondern auch mit dem Ball am Fuß. Klar zu erkennen ist, dass er im flachen Aufbauspiel eingebunden ist. Trotzdem ist er nicht verlegen, die Kugel auch mal lang und weit auf die Reise zu schicken. Wahrscheinlich erinnert er sich selbst gerne an das Hinrunden-Duell gegen Bielefeld zurück: Dort gewannen die 96er nicht nur, sondern profitierten auch von einer Vorlage Nolls, die den zwischenzeitlichen Ausgleich herbeiführte. Nur einem anderen Torwart gelang in dieser Spielzeit eine Vorlage: Marcel Schuhen. Bei der Partie am Samstag (11.4./20.30 Uhr) treffen die beiden dann aufeinander.