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14.08.2025 / Profis

„Nur ein Ziel: Die 2. Runde erreichen“

Wie wollen die Lilien das Pokalspiel gegen den VfB Lübeck am Samstag (16.8./18 Uhr) angehen? Was hält Florian Kohfeldt vom DFB-Pokal? Und wie schätzt der Cheftrainer den Gegner vor dem kommenden Duell ein? Diese und weitere Fragen beantwortete der Lilien-Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag (14.8.). Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.

Cheftrainer Florian Kohfeldt auf der PK vor dem Pokalspiel gegen Lübeck.
Foto: SV 98

Personalupdate: Paul Will und Sergio Lopez fallen weiterhin für das Spiel am Samstagabend aus. Alle anderen Spieler stehen zur Verfügung.

... über die reisefreudigen Lilien-Fans:

Ich finde es toll, dass mindestens 1.200 Lilien-Fans in Lübeck dabei sind. Das zeigt, dass das Interesse an den Lilien vorhanden ist und das Band zwischen Fans und Mannschaft vollkommen intakt ist – das ist mir sehr wichtig und darüber freue ich mich sehr. Durch meine norddeutsche Vergangenheit kenne ich die Lohmühle sehr gut, dort werden die Lilien-Fans deutlich zu hören sein.

… über den DFB-Pokal:

Für mich verkörpert das Prinzip „Do or Die“ den DFB-Pokal. Am Samstagabend wissen wir genau, was Sache ist – es geht nur um den Sieg. Und ich liebe K.o.-Spiele. Dieser Wettbewerb sorgt für ganz besondere Abende und eine einzigartige Stimmung in den Stadien. In Deutschland genießt der DFB-Pokal einen unglaublich hohen Stellenwert. Das Finale in Berlin ist hierzulande das Spiel des Jahres, zu dem alle möchten. Für mich ist der DFB-Pokal der geilste Wettbewerb im deutschen Fußball.

... über den kommenden Gegner:

Wir haben uns auf den Gegner genauso vorbereitet wie auf ein Ligaspiel. Natürlich weiß man über Teams wie Nürnberg oder Bochum intuitiv mehr als über Lübeck, aber wir haben sie sowohl live als auch per Video analysiert. Lübeck verfolgt eine klare Spielidee mit mutigem Positionsspiel am Ball und zahlreichen Positionswechseln im Zentrum. Meistens agieren sie mit breiten Flügelspielern und einem Stürmer – in der Regel Antonio Verinac – der sich gut bewegt. Nach einem größeren Umbruch im Kader haben sie viele Spieler aus der Region verpflichtet – darunter auch Fabio Istefo, den ich noch aus meiner norddeutschen Zeit kenne. Dennoch muss man bei allem Respekt einordnen, dass sie dies auf Regionalliga-Niveau umsetzen.

… zur Herangehensweise an das Spiel:

Ob sich Lübeck für unser Spiel einen speziellen Plan zurechtgelegt hat, werden wir erst am Samstagabend sehen. Entscheidend wird vielmehr unser Mindset sein: Wir müssen von der ersten Minute an mit maximalem Fokus und hoher Intensität sehr klar auftreten. Lübeck hat nicht nur als Mannschaft, sondern auch als Verein die Möglichkeit, aus diesem Spiel einen enormen Mehrwert zu ziehen – das muss uns bewusst sein. Gleichzeitig dürfen wir von Beginn an keinen Zweifel daran lassen, dass wir so konzentriert, fokussiert und intensiv agieren, dass wir die Partie für uns entscheiden können.

… zur taktischen Ausrichtung:

Das Spiel muss irgendwann in unsere Richtung kippen – wann genau, spielt keine Rolle. Niemand sollte mit der Erwartung ins Match gehen, dass wir nach zehn Minuten 2:0 führen. Darum geht es uns nicht. Unser Ziel ist es, nach 90 Minuten – oder falls nötig auch nach Verlängerung – als Sieger aus Lübeck abzureisen. Wir haben unsere Pläne sowohl für den Fall, dass Lübeck hoch presst, als auch dafür, dass sie sich tief zurückziehen. Ich habe nur ein Ziel am Samstag: Die zweite DFB-Pokalrunde erreichen. Das Ergebnis ist das Einzige, was zählt – auch das ist Teil dieses Wettbewerbs.

… zur Fokussierung vor dem Spiel:

Die Lohmühle ist ein sehr charakteristisches Stadion und wir können uns glücklich schätzen, dort zu spielen. Oft muss man sich den Fokus auf ein Erstrundenpiel allerdings erst erarbeiten. Im Pokal kann es vorkommen, dass man das Gefühl hat, auf einer Bezirkssportanlage zu spielen – in Lübeck ist das zum Glück ganz anders. Es bringt nichts, in die Vergangenheit zu schauen. Entscheidend ist, sich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was jetzt vor uns liegt.

… über die Aufstellung:

Ich werde weder Geschenke verteilen noch rotieren, nur damit bestimmte Spieler Spielzeit bekommen. Für mich steht fest: Auf dem Platz wird die bestmögliche Mannschaft stehen. Ich bin auch kein Freund davon, im Pokal automatisch den Ersatzkeeper einzusetzen. Meine Aufgabe ist es, vollen Fokus vorzuleben, und dazu gehört, dass wir in der Spielvorbereitung nichts weglassen – inklusive der Entscheidung, die stärkste Elf aufzustellen.

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