Lee wechselt nach Darmstadt
Der SV 98 hat die gesuchte Verstärkung für die Mittelstürmerposition gefunden. Hojae Lee wechselt vom südkoreanischen Erstligisten Pohang Steelers an das Böllenfalltor.
Bis zum Schluss in Unterzahl gekämpft und alles probiert. Doch am Ende müssen die Lilien im ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor mit einem 3:3 gegen die SV Elversberg leben. Wie ordnen die Darmstädter Protagonisten die leidenschaftlichen 90 Minuten am Bölle ein? Was sagen beide Cheftrainer zur Partie? Wir haben alle Stimmen für Euch zusammengefasst.
„Die ersten Minuten fühlten sich nicht so gut an, wir kamen dann aber besser in das Spiel mit dem Doppelschlag. Und bekommen dann die zwei Gegentore, die niemals so fallen dürfen. Dann kommt es zum Worst Case kurz vor der Halbzeit mit der Roten Karte und dem daraus resultierenden Gegentreffer zum 2:3. Damit gehen wir mit brutalen Nackenschlägen in die Halbzeit, haben uns aber gesammelt und spielen, wie ich finde, eine extrem gute zweite Halbzeit. Diese 45 Minuten haben mir erneut die starke Basis dieses Standorts gezeigt, auf der dieser Verein steht und immer sein wird. Gegen so eine absolute Top-Mannschaft, die jeden Gegner in dieser Liga vor Probleme stellt, in Unterzahl, so eine Halbzeit abzuliefern, ist unfassbar toll. Wir sind über uns physisch hinausgewachsen, wir sind gelaufen und sind immer füreinander da gewesen. Dennoch ist dieser Punkt, so ehrlich muss man sein, zu wenig, um noch Druck auf die ersten Drei zu machen. Aber es war ein unfassbar geiler Bölle-Abend. So kann Zweitliga-Fußball am Samstagabend richtig Spaß machen.“
„Fußballherz was möchtest du mehr! Wir starten eigentlich gut ins Spiel, auf einmal stehts 0:2, dann kommen wir sehr stark zurück, da bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Man sollte nicht zu kritisch sein, die Jungs haben es geschafft hier von 0:2 auf 3:2 zu drehen. Ein Punkt ist ein Punkt. In der zweiten Halbzeit hat man die Magie des Bölles gemerkt. In der Phase war nicht zu merken, dass wir einer mehr waren. Der Gegner hat sehr leidenschaftlich verteidigt und kam trotzdem auch in Pressing-Momente. Wir müssen ruhiger spielen, aber da gehört auch ein Gegner dazu und die sind heute teilweise für zwei gelaufen. Da haben sie uns ordentlich gequält und wir mussten kämpfen. Am Ende haben wir uns ein 3:3 erkämpft.“
„Es war ein völlig wilder Spielverlauf. Was nach der Halbzeit passiert ist, finde ich extrem wichtig. Die Jungs haben in Unterzahl alles reingeworfen, das war schon gut. Es war stark von der Mannschaft, vom Trainerteam, vom Staff einfach von allen, die heute am Bölle waren. Elversberg ist eine spielstarke Mannschaft, das haben sie auch heute gezeigt. Aber wir sind gelaufen, bis wir Blasen hatte und haben uns dann auch den Punkt verdient.“
„Es war ein absolutes Top-Spiel für mich. Zwei Mannschaften, die unbedingt gewinnen wollten. Es war ein Tor-Fest mit sechs Toren. Es war alles drin, aber ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft, wie wir in der zweiten Halbzeit zurück gekämpft haben. Wie wir uns präsentiert haben war echt eine Darmstadt-98-Leistung. Eine Mannschaft, die für alles kämpft, die unbedingt die Leidenschaft und der Wille zeigt das Spiel zu gewinnen. Es gibt Momente, die wir besser hätten verteidigen können, aber wichtig ist: Wir sind dran geblieben, vor allem nach der roten Karte. Mit zehn Mann auf dem Platz und den vielen Chancen, die wir am Ende hatten, kann ich nur zufrieden sein.“