„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Über die Wichtigkeit des eigenen Stadions, das Personal und den kommenden Gegner sowie die Aufarbeitung der Niederlage beim FC Bayern München: Zu diesen Themen nahm Torsten Lieberknecht gegenüber den anwesenden Journalisten auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen den VfL Bochum (3.11./20.30 Uhr) Stellung. Wir haben die wichtigsten Aussagen unseres Cheftrainers für Euch zusammengefasst.
Matej Maglica und Klaus Gjasula fehlen gesperrt. Braydon Manu wird mit Schmerzen im Sprunggelenk zunächst mal die nächsten zwei Wochen ausfallen. Es ist schade, dass er nach seiner Mandelentzündung und Sprunggelenksproblemen nicht so richtig in die Saison findet. Fabio Torsiello wird voraussichtlich nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Alle anderen waren diese Woche einsatzfähig – bis auf Fabian Holland. Er hat am Dienstag individuell trainiert und nur Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht. Bei ihm dürfte es aber klappen für morgen.
Wir haben das Leipzig- und Bayern-Spiel im Block bewertet – zwei Partien gegen zwei Champions-League-Teilnehmer. Wir haben den Jungs aufgezeigt und mit Fakten belegt, was sie unabhängig von den Endständen gut gemacht haben. Wir waren in der Lage, hohe Ballgewinne zu haben, wenn wir gut ins Pressing kommen. Wir konnten beide Gegner bespielen, wenn wir mutig im Ballbesitz waren und ein gutes Positionsspiel hatten. Es ist wichtig, dass wir – wie ich es nenne – im Plus bleiben. Dass wir den Jungs das zeigen, was sie positiv umgesetzt haben. Wenn die innere Bereitschaft stimmt, wir jedes Spiel mit Kampf angehen und gewinnen wollen, werde ich das weiter so tun. Denn wir werden in dieser Saison wahrscheinlich mehr Spiele verlieren, als wir gewinnen. Wenn ich allerdings merke, dass wir nicht mehr mutig sind und nicht die totale Bereitschaft zeigen, über Grenzen hinauszugehen, werde ich einen anderen Weg einschlagen. Doch ich habe nicht das Gefühl, dass es bislang nötig ist. Natürlich sind wir aber auch in der Trainingswoche auf Dinge eingegangen, die wir besser machen müssen. Gerade wenn der Gegner über den Flügel durchbricht, müssen wir im Sechzehner und im Fünfmeterraum eine andere Querpass-Verteidigung an den Tag legen und dort besser werden.
Ich erwarte ein sehr physisches Spiel, weil die Bochumer viel Physis und Körpergröße mit auf den Platz bringen. Zudem wird es viel um Intensität gehen. Vielleicht wird es nicht unbedingt ein Leckerbissen – eher ein Spiel, in welchem um jeden Ball gefightet wird. Wir freuen uns drauf und sind bereit. Die Jungs sind gut darauf eingestellt. Wir werden viel Energie auf den Platz bringen, davon bin ich überzeugt. Wir müssen mutig bleiben und brauchen noch mehr Mentalität als die Wochen zuvor.
Flutlicht. Ausverkauftes Stadion. In der 1. Bundesliga gegen den VfL Bochum. Wir freuen uns auf den Freitagabend. Ich freue mich darauf, wenn unser Stadion ins Brodeln kommt. Doch wir sind dafür verantwortlich, dass das passiert. Wir wissen um die Wichtigkeit unseres Stadions. Wenn das Stadion mitfiebert und enthusiastisch mitgeht, kann das über eine Schwächephase hinweghelfen und die Heimmannschaft dazu antreiben, das Spiel zu gewinnen. Daher freue ich mich auf das Heimspiel, auf das Flutlichtspiel gegen Bochum.
Der VfL Bochum hat in den letzten beiden Jahren seine Daseinsberechtigung in der 1. Liga gefunden. Sie kamen über ihre Heimstärke und die Wucht, die sie in ihrem Stadion entwickeln konnten. In Bochum ist neben der Massivität des eigenen Stadions in den letzten Jahren stets eine Gemeinsamkeit entstanden, weshalb sie die Klasse halten konnten. Das war ein ganz großer Bestandteil neben taktischen Aspekten.