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11.11.2023 / Profis

„Zufrieden, dass wir zu Null gespielt haben“

Nein, ein Leckerbissen war das Duell zwischen dem SV Darmstadt 98 und Mainz 05 am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht – ein zweikampfbetontes Spiel, ein torloses Remis das Resultat. Somit sackten sich die Lilien einen weiteren Zähler ein und blieben erstmals in dieser Saison ohne Gegentor. Wie ordnen die Darmstädter Protagonisten die Partie ein? Was sagen die beiden Trainer? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.

Foto: Stefan Holtzem
Ovid Hajou:

„Es war ein taktisch geprägtes Spiel und gerade in der ersten Halbzeit ein Abnutzungskampf. In der zweiten Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt: Wir haben gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Zum Ende hin hatten wir die ein oder andere dicke Chance durch Oscar Vilhelmsson, Fraser Hornby, Mathias Honsak oder auch Marvin Mehlem auf unserer Seite. Daher haben wir ein bisschen mehr am Dreier geschnuppert als die Mainzer. Dennoch können wir uns letztendlich auf einen Punkt einigen. Nach den Rotsperren und Ausfällen sowie der emotionalen Woche durch das Fehlen von Torsten Lieberknecht sind wir zufrieden, dass wir erstmals zu Null gespielt haben. Zudem sind wir froh, dass wir nach drei Niederlagen wieder gepunktet haben.“

Zum Fehlen von Torsten Lieberknecht:
„Wir haben ein großes Trainerteam und haben das Spiel gemeinsam abgearbeitet. Wir waren mit Torsten die ganze Woche in Kontakt und haben das Spiel zusammen im Team vorbereitet. Auch das Spiel über waren wir über unseren Teammanager mit Torsten verbunden, in der Halbzeit haben wir kurz miteinander telefoniert. Die nächste Woche wird sich Torsten noch auf die Familie konzentrieren. Wir gehen davon aus, dass er zum nächsten Pflichtspiel wieder mit dabei sein wird.“

Jan Siewert:

„Unterm Strich war es ein gerechtes Unentschieden. Vielleicht hatten wir insgesamt einen Tick mehr Spielanteile und vielleicht einen Tick mehr die klareren Chancen. Wir haben versucht, unserem Positionsspiel mehr Tiefe zu geben, weil wir wussten, wie Darmstadt nach vorne verteidigt. Das ist uns in der ersten Halbzeit auch gut gelungen. In der zweiten Hälfte war es dann ausgeglichen. Wir hatten Schusschancen, doch Darmstadt hat sich reingeworfen. Von daher sind wir insgesamt froh, dass wir zu Null gespielt haben. Trotzdem sind wir aber auch ein Stück weit enttäuscht, dass wir das Spiel heute nicht ziehen konnten.“

Jannik Müller:

„Es war ein ausgeglichenes Spiel und das Unentschieden geht schlussendlich in Ordnung. Am Ende hätte es aber auf beiden Seiten noch den Lucky Punch geben können. Insgesamt war es war wichtig, dass wir heute erstmals in dieser Saison zu Null gespielt haben. Wir haben in den letzten Spielen viele Gegentore gefressen. Es geht darum, einen guten Mix zu finden. Heute war die Konterabsicherung viel besser als in den vergangenen Wochen. Wir haben in der Restverteidigung besser kommuniziert und einen Schritt nach vorne gemacht. Wir wussten, dass Mainz hier gerade zu Beginn der Partie aggressiv auftreten wird. Wir wollten daher nicht zu viel Risiko gehen. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann noch intensiver in den Zweikämpfen sein und mutiger nach vorne spielen. Wir hatten viele Ballgewinne, aber Mainz stand defensiv gut. Insgesamt war es eine Leistung, auf die wir aufbauen können. Leider hat es heute nicht zu noch mehr gereicht.“

Zum Fehlen von Torsten Lieberknecht:
„Wir haben eine Videobotschaft von Torsten unter der Woche bekommen und heute nochmal eine Nachricht von ihm. Insgesamt hat uns aber das gesamte Trainerteam gut auf die Partie vorbereitet, sodass es trotz der Umstände eine normale Woche für uns war.“

Marcel Schuhen:

„Es war kein fußballerischer Leckerbissen, aber darum geht es manchmal nicht. Wir haben in den vergangenen Wochen immer schönen Fußball gespielt, teilweise mit sehr unterschiedlichen Halbzeiten, aber heute ging es primär um das Ergebnis. Jeder konnte sehen, dass wir unser Herz auf dem Platz gelassen haben. Beide Teams sind nicht ins volle Risiko gegangen, mit Ausnahme von den letzten Minuten, wo wir dann auch noch die Doppelchance zur Führung hatten. Aber aus meiner Sicht geht das 0:0 in Ordnung.“

Zur vergangenen Woche:
Wir sprechen oft von der Lilien-Familie, dementsprechend geschockt waren wir von der Nachricht. Unsere Aufgabe bestand dann natürlich trotzdem darin, den Fokus auf das Spiel zu legen. Das Trainerteam um Ovid hat uns sehr gut auf das Spiel vorbereitet und alles getan, um Torsten den Rücken freizuhalten für Dinge, die viel wichtiger als Fußball sind.

Christoph Zimmermann:

„Wenn man sich unsere Chancen in der zweiten Halbzeit ansieht, dann hätten wir das Spiel heute auch gewinnen können. Umgekehrt hatte auch Mainz in der Schlussphase einige Szenen, wo es brenzlig wurde. Ich bin froh, dass wir alle Situationen verteidigen konnten und erstmals die Null gehalten haben. Wir haben das Spiel heute zu Beginn etwas verhaltener gestaltet als in den vergangenen Heimspielen und waren eher darauf bedacht, sicher zu stehen und gut zu verteidigen. Nach und nach sind wir dann aber auch mutiger geworden, hatten mehr Ballbesitz und haben das Spiel auch mehr in die gegnerische Hälfte verlagert. Unter dem Strich nehmen wir den Punkt mit.“

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