Unentschieden bei der Generalprobe
Der SV Darmstadt 98 und der englische Zweitligist FC Portsmouth haben sich bei der Generalprobe vor dem offiziellen Saisonstart mit einem torlosen Remis getrennt.
Pressekonferenz im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Vor dem letzten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund (18.5./15.30 Uhr) stand Torsten Lieberknecht den im PK-Raum anwesenden Journalisten Rede und Antwort. Dabei sprach der Cheftrainer der Lilien über das anstehende Duell und blickte auf die aktuelle, aber auch auf die kommende Spielzeit. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Aus den bereits kommunizierten Gründen fehlen weiterhin Fabian Holland, Fraser Hornby, Braydon Manu, Clemens Riedel und Sebastian Polter. Nicht zur Verfügung steht Fabian Nürnberger, bei dem eine Schulter-OP ansteht. Aaron Seydel (Infekt), Gerrit Holtmann (Rückenschmerzen) und Bartol Franjic (Oberschenkelprobleme) sind ebenfalls nicht dabei. Luca Pfeiffer hat sich am gestrigen Mittwoch einen Mittelfußbruch zugezogen, auch er wird zeitnah operiert. Dazu ist Jannik Müller gelb-gesperrt. Matthias Bader steht mit Gesichtsmaske wieder auf dem Feld.
Ich war auch am nächsten Tag noch genauso frustriert wie am Spieltag. Wir haben ein Spiel abgeliefert, was auch dem Rahmen nicht würdig war. Es gab eine Choreo, die Fans wollten nochmal ein vernünftiges Spiel sehen. Das aber haben wir alle komplett in den Sand gesetzt. Wir haben am Tag danach darüber gesprochen – zunächst über die inhaltlichen Dinge. Dann ging es für mich darum, den Fokus auf das Spiel gegen Borussia Dortmund zu legen.
Ich habe mit beiden gesprochen und wir haben es geklärt. In der Kabine haben sie sich vor versammelter Mannschaft die Hand gegeben. Die Sache ist damit ausgeräumt. Es gibt keinen Riss in der Mannschaft. Eine gewisse Frustration und Emotionalität sind aber auch normal, wenn du so lange frustrierend nur mit rar gesäten Höhepunkten durch die Saison gehst. Wir sind alle enttäuscht.
Dortmund steht bekannter- und verdientermaßen im Champions-League-Finale. Aus deutscher Sicht werden sie das Endspiel auch hoffentlich gewinnen. Wir dagegen wollen jetzt am Samstag auf den Platz gehen und die Dinge, die wir vorher besprechen, konsequent durchziehen. Wichtig ist, sich an der Ehre zu packen. Jeder soll nochmal alles in die Waagschale werfen, um ein vernünftiges Spiel abzuliefern.
Das Wort „genießen“ habe ich ab dem Aufstieg gehasst. Weil ich gewusst habe, dass es kein Genuss in der Bundesliga wird. Es ist natürlich ein Privileg, in die 1. Liga zu kommen und dort spielen zu dürfen. Wir haben aber nicht nachgewiesen, dass wir erstligatauglich waren. Weil wir alle – auch ich – Fehler gemacht haben. Die vielen Verletzungen sind zudem ein schwieriger Teil unserer Saison gewesen – und damit auch ein Teil unserer Fehleranalyse. Mit Blick auf die Aufstellungen ist es mir aufgrund massiver Verletzungsprobleme nicht gelungen, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, die sich kontinuierlich entwickeln kann.
Wir sind dabei, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Alle – inklusive mir – sind extrem motiviert, wieder genau das zu zeigen, was wir die zwei Jahre zuvor gezeigt haben: Aus einer durchschnittlichen Zweitliga-Mannschaft haben wir ein Team geformt, das sich mit dem Verein identifiziert. Wir haben für die neue Saison ein sauberes und vernünftiges Gerüst in der Mannschaft, dem wir frisches Blut von außen hinzufügen wollen – und auch schon getan haben mit Fynn Lakenmacher. Es ist wichtig, dass diese Veränderungen passieren. Die Möglichkeit dazu ist unter anderem durch die Tatsache da, dass viele Verträge auslaufen. Wir wollen eine Mannschaft zusammenbringen, die wieder für helles Licht sorgt. Ich weiß zudem, was ich kann und zu was ich in der Lage bin und was wir gemeinsam mit Paul auf die Beine stellen werden.