Verkooijen fehlt längerfristig
Nicolas Verkooijen hat sich beim Pokalspiel in Elversberg (27.10.) eine Ruptur des Syndesmosebands am rechten Sprunggelenk zugezogen. Der 19-Jährige fehlt dem SV 98 damit mehrere Monate.
Vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Freitag (18.9./18.30 Uhr) sprach Florian Kohfeldt über den kommenden Gegner, die eigene Herangehensweise und die vergangene Trainingswoche. Die wichtigsten Aussagen haben wir für euch zusammengefasst.
Personalupdate: Neben den drei Langzeitverletzten Luca Marseiler, Fabian Nürnberger und Merveille Papela wird Hiroki Akiyama (Oberschenkelprobleme) morgen nicht zur Verfügung stehen.
Sie haben eine Mannschaft zusammengestellt, die aus diversen Ausnahmespielern besteht, die sie aus Zweitliga-Mannschaften herausgekauft haben. Darüber hinaus haben sie auch den einen oder anderen Spieler behalten, der vor nicht allzu langer Zeit noch Champions-League-Niveau gespielt hat. Zum Beispiel Maximilian Arnold, der natürlich ein unbestrittener Leader und ein absoluter Qualitätsspieler ist.
Mit Tobias Strobl haben sie einen neuen Trainer geholt, der sehr viel Wert auf Ballbesitz legt. Das hat man bei seiner Mannschaft in Verl bereits gesehen. Dort haben sie untereinander sehr viel den Ball laufen gelassen und ein sehr aggressives und hohes Mann-gegen-Mann-Pressing ausgeübt. Man sieht, dass das auch in Wolfsburg umgesetzt werden soll. Das sieht man auch daran, dass sie die meisten Torschüsse der Liga haben. Sie sind schon sehr aktiv nach vorne, geben aber im Umschalten auch den einen oder anderen Moment noch mal her.
Natürlich haben sie individuell die mit weitem Abstand höchste Qualität in dieser Liga und das auf jeder Position. Und trotzdem ist es ein einzelnes Spiel. Wir haben schon den einen oder anderen Ansatzpunkt gesehen, bei dem wir sagen: Okay, da sind sie verwundbar. Sie haben mit Sicherheit den Druck definitiv auf ihrer Seite in diesem Spiel. Sie sind bei acht Punkten nach fünf Spielen und sie müssen einen Heimsieg holen, da sie lange nicht mehr zu Hause gewonnen haben. Das sind alles Dinge, die natürlich auch irgendwo mit hineinspielen.
Aber der glasklare Favorit ist der VfL Wolfsburg. Für dieses Spiel und für die gesamte Liga.
Wir wollen das Spiel mit einer unglaublichen Disziplin gewinnen. Das ist extrem wichtig morgen. Wir werden auch eine gewisse Körperlichkeit und Aggressivität in den Zweikämpfen brauchen. Und wir müssen ein Stück weit bereit sein und den Mut haben, dass unser Spiel vielleicht nicht immer wunderschön aussieht, aber zweckmäßig ist. Das heißt, jeder kennt die Art und Weise, wie wir grundsätzlich spielen wollen. Es ist jetzt nicht so, dass wir das bislang durchgehend in der Saison auf den Platz gebracht haben. Aber morgen ist sicherlich eines dieser Spiele, in denen man auch mal ein Stück weit von seiner ursprünglichen Idee, zumindest in Teilen, abweichen muss, um die Chance auf ein Ergebnis hochzuhalten.
Insbesondere die Führungsspieler, Marcel Schuhen, Patric Pfeiffer oder Raoul Petretta haben sehr dafür gesorgt, dass die Energie hoch geblieben ist und dass wir genauso trainiert haben, als ob der Freitagabend nicht gewesen wäre, im positivsten Sinne. Also locker gelassen hat da keiner. Und es musste auch nicht von mir eingefordert werden, sondern es kam aus der Mannschaft selber heraus. Und das ist schon mal ein sehr gutes Zeichen. Dabei helfen Siege. Aber in dieser Saison war es häufig unser Thema, dass wir viel besser trainiert haben, als wir dann am Wochenende gespielt haben. Und diese Sicherheit holst du dir natürlich nur über Siege, über Punkte, über Erfolgserlebnisse.
Dadurch hoffe ich natürlich schon, dass ein Schuss mehr Sicherheit drin ist am Freitagabend. Aber im Grunde ist auch leider die Wahrheit: Das ist eine Platitude. Das, was letzte Woche war, zählt an Freitagabend, 18.30 Uhr, weder für Wolfsburg noch für uns. Es ist ein neues Spiel und es wird seine eigene Geschichte schreiben.
Ich glaube, dass Lance ein Unterschiedsspieler für uns werden wird. Und das ist das klare Ziel, das ich mit ihm habe: ihn dahin zu bringen. Wenn ich von Entwicklung rede, dann weiß jeder, dass Entwicklung aus meiner Sicht nicht immer linear läuft. Aber an seinem Status oder an der Idee, was wir von ihm wollen, hat sich nichts verändert. Und er hatte eine gute Einwechslung gegen Bielefeld. Auf Dauer sollte er weiterhin jemand sein, der in der Startelf steht und der auch Schlüsselmomente für uns hat.