Lee wechselt nach Darmstadt
Der SV 98 hat die gesuchte Verstärkung für die Mittelstürmerposition gefunden. Hojae Lee wechselt vom südkoreanischen Erstligisten Pohang Steelers an das Böllenfalltor.
Wie können am Freitagabend (7.3./18.30 Uhr) das Merck-Stadion am Böllenfalltor und die Fans der Lilien zum entscheidenden Faktor werden? Was braucht es aufseiten des SV Darmstadt 98, um die Partie gegen den Karlsruher SC erfolgreich zu bestreiten? Und welche Stärken hat der kommende Gegner? Diese und weitere Fragen beantwortete Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Mittwoch (5.3.). Wir haben die wichtigsten Aussagen des Darmstädter Cheftrainers für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Fabian Holland, Matthias Bader, Paul Will und Christoph Zimmermann sowie Kai Klefisch fallen aus. Außerdem stehen Oscar Vilhelmsson und Othmane El Idrissi weiterhin nicht zur Verfügung. Fabian Nürnberger fehlt bekanntermaßen rotgesperrt, Clemens Riedel kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück. Philipp Förster fällt weiterhin erkrankt aus. Es ist aktuell nicht absehbar, wann er zurückkehren wird.
Wir brauchen die Mischung aus Energie sowie Geradlinigkeit und Geduld, um unsere Momente vorzubereiten. Gegen den Ball benötigen wir den Mix aus aggressivem Anlaufen und Wachsamkeit. Wir müssen immer im Blick haben, dass der KSC aus wenig sehr viel machen kann.
Wir werden wie bei jedem Abendspiel wieder ins Tageshotel gehen und dann gemeinsam mit dem Mannschaftsbus zum Stadion fahren. Diese geliebte Busfahrt ist schon ein entscheidender Baustein, weil die Anfahrt durch die Stadt sehr besonders ist. Auch vor dem Spiel werden wir wieder direkt versuchen, das Band zu den Zuschauern zu knüpfen. Freitagabends am Bölle gab es schon viele coole Momente. Ich hoffe, dass wir wieder so einen Moment erleben können. Den wollen wir uns gemeinsam mit den Zuschauern erarbeiten.
Das Bölle und die Fans können ein Faktor am Freitagabend werden. Ich freue mich, dass die Fans das enge Band zu uns gefunden haben. Am Freitagabend – gerade dann, wenn es schwierige Momente gibt – wäre es herausragend, wenn die Fans ihre Rolle wieder einnehmen und sagen: „Ok, es ist gerade schwer. Aber jetzt sind wir da, jetzt helfen wir der Mannschaft.“ So etwas nehmen wir wahr. Die Fans können ein wichtiger Teil des Erfolgs sein, den wir am Freitagabend anpeilen.
Der Karlsruher SC hat eine sehr reife und erwachsene Mannschaft. Sie verfügen über viele Spieler, die schon lange in der Liga spielen. Zudem haben sie mit Marvin Wanitzek einen absoluten Unterschiedsspieler in ihren Reihen. Sie haben das System von 4-4-2 auf 3-5-2 umgestellt und damit zuletzt zweimal gewonnen. Mit den beiden Siegen haben sie sich Ruhe verschafft und können sogar noch einmal nach oben schauen. Fußballerisch haben sie gerade im letzten Drittel eine sehr zielstrebige Mannschaft. Gegen den Ball sind sie sich nicht zu schade, im Block abzuwarten und Situationen auszuhalten. Sie suchen sich gezielt ihre Pressingmomente.
Wir haben 55 Minuten lang ein richtig gutes Auswärtsspiel in Magdeburg gemacht. Wir hatten viele Torchancen, haben in dieser Phase nur eine Chance zugelassen und alles verteidigt, was gegen den 1. FC Magdeburg nicht selbstverständlich ist. Der Knackpunkt war das 1:1. Das führte zu einer emotionalen Situation, die nicht gut war. In der letzten halben Stunde haben wir sehr viel zugelassen, was von Magdeburg bestraft wurde. Zusammen mit dem Schalke-Spiel waren wir in Summe 145-150 Minuten lang aber extrem stabil. Selbst waren wir immer wieder gefährlich. Das soll die Mannschaft mitnehmen. Wir müssen dennoch gerade nach solchen Momenten wie Gegentoren klar bleiben und zusammenbleiben. So eine halbe Stunde wie in Magdeburg sollte uns nicht noch einmal passieren.
Die emotionale Reaktion nach dem 1:1 hat verschiedene und nachvollziehbare Gründe. Es ging gerade am Anfang der Saison darum, wie eine Mannschaft auf dem Platz emotionale Stabilität erlangt. Da geht es viel um Führungsspieler. Wir haben Spieler dafür vorgesehen, diese Rolle der emotionalen Führung zu erfüllen – da reden wir über Clemens Riedel, Kai Klefisch, Philipp Förster, Fraser Hornby, Fabian Nürnberger. Von diesen genannten Spielern, die die Mannschaft emotional zusammenhalten und eine Achse bilden sollen, stand in Magdeburg nur einer auf dem Platz.