Lee wechselt nach Darmstadt
Der SV 98 hat die gesuchte Verstärkung für die Mittelstürmerposition gefunden. Hojae Lee wechselt vom südkoreanischen Erstligisten Pohang Steelers an das Böllenfalltor.
Das erste Pflichtspiel in 2025 steht an! Vor der Auswärtsaufgabe des SV Darmstadt 98 bei Fortuna Düsseldorf (17.1./18.30 Uhr) fand am Mittwoch (15.1.) die Pressekonferenz mit Florian Kohfeldt statt. In dieser beantwortete der Cheftrainer der Lilien die Fragen zum kommenden Gegner, zur Herangehensweise sowie Schwerpunkte im Trainingslager und ging auch auf die Ziele in der Rückrunde ein. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Paul Will, Matthias Bader, Christoph Zimmermann und Fabian Holland sowie Isac Lidberg sind nicht dabei. Bei Isac sieht es allerdings positiv aus. Die Lilien sind laut Kohfeldt optimistisch, dass er „in den nächsten 2-4 Wochen“ wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
Vor ihrem Selbstverständnis und ihrem individuellen Potential her ist Fortuna Düsseldorf eine Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielen will. Und sie haben die Möglichkeiten dazu. Sie haben Spieler geholt, die auf Erstliga-Niveau gespielt haben. Zudem haben sie spannende Jungs aus dem Ausland in ihrem Kader und eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Das alles kombiniert mit einem Trainer, der über lange Jahre Erfahrung in der 2. Liga gesammelt hat. Es passt bei ihnen schon vieles zusammen. Stark sind sie im Umschalten und in ihrer Kompaktheit gegen den Ball. Weiter verteidigen sie die Zwischenräume extrem nach vorne, was es für den Gegner schwierig macht, spielerische Lösungen zu finden. Insgesamt spielen sie sehr kontrolliert und erwachsen.
Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, gegen jede Mannschaft der Liga unsere Lösungen zu finden. Wir haben uns einiges vorgenommen. Ich erwarte daher ein sehr interessantes Spiel am Freitagabend. Wir brauchen neben unseren fußballerischen Fähigkeiten ein gutes Gespür für die Momente des Spiels. Die Risikoabwägung ist gegen Fortuna Düsseldorf ein entscheidender Faktor, um gegen sie erfolgreich zu sein. Wir müssen eine ganz hohe Aufmerksamkeit an den Tag legen.
Es gibt verschiedene Varianten. Fynn Lakenmacher steckt mitten in einer positiven Entwicklung. Er konnte in der Hinrunde als Einwechselspieler enorm Akzente setzen. Er wäre die Variante mit viel Körperlichkeit auf der letzten Linie. Weiter könnten wir Killian Corredor nach vorne ziehen, um ihn als zweiten Stürmer aufzubieten und dann Luca Marseiler zu bringen – oder auch Merveille Papela, der im Trainingslager extrem gut trainiert hat. Er ist mit einer unserer besten Pressingspieler. Oscar Vilhelmsson ist ebenfalls eine Option. Er hat am Dienstag wieder voll mittrainiert. Es ist sehr schade gewesen, dass er nach einem guten Start ins Trainingslager drei Tage und auch das Testspiel krank verpasst hat. Er wäre aufgrund seines Spielerprofils die natürlichste Antwort auf den Ausfall von Isac.
Aleksandar Vukotic, Clemens Riedel und Matej Maglica sind drei Innenverteidiger, die in der Liga auf hohem Niveau spielen können. Qualitativ fühlen wir uns mit ihnen sehr wohl. Nichtsdestotrotz fehlt durch den Ausfall von Christoph Zimmermann ein vierter Innenverteidiger. Wenn ich aber am Donnerstag in den Bus steige und sehe dort Clemens, Vuko und Matej, fühle ich mich sehr entspannt und weiß, dass wir auf dieser Position gut besetzt sind.
Von Tag eins an wollen wir in jedes Spiel gehen, um es zu gewinnen. Diese Einstellung sollte man als Trainer und Sportler haben. Wir wollen uns stabil entwickeln. Eine stabile Entwicklung bedeutet, dass man auf viele Facetten des Fußballs eine Antwort hat. Wir haben es geschafft, gegen mitspielende und aktive Mannschaften erfolgreich zu sein. Wir haben es dagegen aber selten geschafft, gegen Mannschaften wie Regensburg, Münster, Ulm oder Braunschweig, Antworten zu finden, um diese Spiele zu gewinnen. Diese Themen haben wir im Trainingslager thematisiert. Insgesamt wollen wir mehr als 24 Punkte in der Rückrunde holen. Das ist ambitioniert.
Wir haben eine herausragende Teamchemie – das bedeutet aber nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Es wird sich die Meinung gesagt und es herrscht eine gute Wettkampfmentalität untereinander. Taktisch gesehen waren Standards ein großer Schwerpunkt im Trainingslager. In diesem Bereich wollen wir gefährlicher werden, da geht noch mehr. Weiter haben wir daran gearbeitet, den Auslöser im letzten Drittel zu finden, um auch hier mit klareren Mustern noch torgefährlicher zu werden. Außerdem war das tiefe Verteidigen ein Thema sowie dort ein Gefühl von Sicherheit zu entwickeln. Hinzukamen Einzelgespräche und Analysen. Und wir konnten alle Bereiche bearbeiten.
Mein Ziel ist es, junge Spieler zu entwickeln, ich glaube, dafür stand ich bisher auch in meiner Karriere. Die jungen Spieler müssen aber ein Basisniveau haben, um ihnen die nächste Plattform geben zu können. Diese nächste Plattform wäre es, den jungen Spieler die Spielerfahrung zu ermöglichen. Bislang bieten sie es im Training nicht an, ihnen mehrere Spiele hintereinander zu geben. Deswegen müssen wir ihre Weiterentwicklung im Training vorantreiben – in der Hoffnung, dass sie das nötige Niveau erreichen. Es geht aber auch insgesamt darum, Spieler weiterzuentwickeln. Im Pool der 20- bis 30-Jährigen sehen wir ganz viele persönliche Weiterentwicklungen – beste Beispiele sind unter anderem Kai Klefisch, Luca Marseiler, Killian Corredor, Sergio Lopez, Andreas Müller oder auch Aleksandar Vukotic.