Bereits zwischen 2011 und 2013 trug Merlin Polzin die HSV-Raute auf der Brust und coachte von der Seitenlinie aus. Damals allerdings noch als Jugentrainer. Erst sieben Jahre später folgte für den gebürtigen Bramfelder der Schritt in das Trainerteam der Profis. Dazwischen war der heute 34-Jährige sechs Jahre lang für den VfL Osnabrück aktiv. Zunächst ebenfalls im Jugendbereich, ab 2017 dann als Co-Trainer von Daniel Thioune bei den Profis.
Gemeinsam mit Thioune kehrte Polzin 2020 zurück zu seinem Kindheitsverein: „Er konnte es kaum glauben und ist völlig ausgeflippt“, so der heutige Düsseldorf-Coach über seinen damaligen Assistenten und dessen Reaktion auf die Nachricht vom HSV-Engagement.
Nach Thioune assestierte Polzin auch Tim Walter, Horst Hrubesch und zuletzt Steffen Baumgart. Seit der Entlassung des Letztgenannten ist Polzin in der Haupotverantwortung und coachte das Team auch beim 3:1-Auswärtssieg beim KSC. Es war sein zweiter Einsatz als Übungsleiter, bereits am 17. Februar (2:2 gegen Rostock) diesen Jahres schlüpfte Polzin in die Rolle des Interimstrainers. In Karlsruhe veränderte der Fußballehrer das System und ging die Partie in einem 4-3-3 an. Der Erfolg verhalf dem HSV zum Sprung auf Platz zwei und sorgte bei Polzin für Lust auf mehr: „Ich habe Bock, weiter mit den Jungs erfolgreich zu sein.“
Die Lilien dürften etwas dagegen haben.