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30.04.2026 / Profis

Der Karlsruher SC im Gegnercheck

Linker Haken, "Onehundredandeightyyyyyyy" und den Staffelstab übergeben. Hört sich nicht nach Fußball an - und das stimmt auch. Oft wird der KSC mit Profifußball in Verbindung gebracht, doch bei der Masse an Titel im Gesamtverein lohnt sich auch der Blick abseits des Fußballplatzes. Titel von Baden-Württemberg bis nach Rom.

Jubel nach einem Treffer für den KSC
Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Nicht nur auf dem Rasen, sondern besonders im Boxring glänzt der KSC. Geht es Schlag auf Schlag triumphiert meist ein Karlsruher, das lässt zumindest die eindrucksvolle Vitrine vermuten: 27 deutsche Meisterschaften und über 160 badische Meistertitel stehen den Boxern des KSC zugute.

Volltreffer gibt es aber nicht nur im Ring, auch im Darts wissen die Karlsruher, wo sie die Treffer landen müssen. Im Darts auf die elektronische Scheibe konnte 2023 nicht nur der nationale Titel gefeiert werden, im Jahr darauf sogar die erfolgreiche Titelverteidigung. Auf noch größerer Bühne gingen die Badener Leichtathleten auf Titelsammlung. In den 1920er bis 1960er Jahren gab es auf der Laufbahn deutsche Meisterschaften, olympische Medaillen in Rom und Weltrekorde. Der KSC ist im Breitensport also historisch und aktuell sehr gut vertreten. Doch schwenken wir den Blick nun zurück ins Fußballstadion und zur aktuellen Form der Badener.

Formkurve

Auf Rang neun mit 40 Punkten auf dem Konto muss der Klub aus dem Wildparkstadion den Abstieg nicht mehr fürchten, auch nach oben geht es für den KSC nicht mehr. In ihren letzten fünf Duellen traf der KSC auf drei der Top-Fünf Teams und verlor davon jedes. Jedoch konnte die Eichner-Elf gegen Fürth und Bielefeld im Gegensatz zu den Lilien klar gewinnen. Unterm Strich stehen ihnen aus den vergangen fünf Partien sechs Punkte zugute.

Gegnerische Mannschaft Endergebnis Punkteausbeute
Hannover 96 (H) 1:3 0
SV Elversberg (A) 0:3 0
Arminia Bielefeld (H) 4:1 3
FC Schalke 04 (A) 0:1 0
SpVgg Greuther Fürth (H) 3:1 3

TOP SCORER - 2. Bundesliga

Top-Torjäger Top-Vorlagengeber
Marvin Wanitzek – 14 Tore Marvin Wanitzek – 9 Assists
Fabian Schleusener – 10 Tore David Herold – 6 Assists
Louey Ben Farhat – 6 Tore Fabian Schleusener – 4 Assists
Lilian Egloff – 4 Tore Christoph Kobald – 3 Assists
Shio Fukuda – 3 Tore Philipp Förster – 3 Assists

 

Der Trainer

Christian Eichner

Chistian Eichner

Cheftrainer vom Karlsruher SC
  • Geburtsdatum (Alter): 24.11.1982 (43)
  • Geburtsort: Sinsheim
  • Nationalität: Deutsch
  • Im Cheftrainer-Amt seit: Februar 2020
  • Vorherige Trainerstationen: Jugendtrainer beim KSC

Prunkstück

Alle acht Sekunden wird ein Mensch geboren, alle acht Minuten erreicht ein Lichtstrahl von der Sonne die Erde und alle acht Torabschlüsse netzt der KSC. Das ist Effizienz pur und Spitzenwert in der zweiten Liga – geteilt mit dem SV 98. Doch nicht nur nach dem Motto „besser jetzt als gleich“ ist die Eichner-Elf erfolgreich, sie toppt sogar die statistischen Erwartungen. Mit einem xGoals-Wert von 41 überperformen sie ihre eigene Leistung um sieben Saisontore, da kann im Ligavergleich nur Greuther Fürth mithalten.

All Eyes on ...

20. Minute. Ein Pass in die Tiefe. Er peitscht die linke Flanke auf dem Weg zum Magdeburger Tor herunter, kreuzt die Laufwege, zieht in die Mitte und hängt den Ball umrahmt von drei Gegenspielern zum 1:0 für den KSC links in den Winkel.

53. Minute. Ein verrutschter Pass des KSC, leichte Beute für die Magdeburger Abwehr. Doch einer handelt schneller, sticht dazwischen, eine Körperdrehung und aus 16 Metern schraubt er die Kugel erneut in den Winkel – 2:0 für Karlsruhe. Louey Ben Farhat weiß nicht nur, wo das Tor steht, sondern auch wo der Keeper nicht rankommt. Und wenn er trifft, dann trifft er schön, richtig schön. Wie Ben Farhat eindrucksvoll mit seinem Doppelpack gegen den FCM bewiesen hat. Mehr noch. Wenn der 19-Jährige in dieser Spielzeit traf, punktete der KSC immer. Doch ganz so einfach verlief seine Saison nicht.

Der erst 19-jährige zog sich bereits am dritten Spieltag einen Mittelfußbruch zu, der ihn bis zum 18. Spieltag auf die Bank zwang. Doch er ist zurück und das nicht nur in Karlsruhe. Der gebürtige Waiblinger, der beim KSC in der hängenden Spitze beheimatet ist, repräsentiert zudem die tunesische Nationalmannschaft. In den letzten beiden Vorbereitungsspielen stand er für die Nordafrikaner auf dem Platz. Führt sein Weg also vom KSC zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA?

Louey Ben Farhat zieht mit Tempo an seinem Gegenspieler vorbei
Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Blick in die KSC-Vitrine

  • Deutscher Pokalsieger: 55/56, 54/55
  • Deutscher Zweitligameister: 06/07, 83/84, 74/75
  • Deutscher Drittligameister: 12/13
  • UI-Cup-Sieger: 96/97
  • Intertoto-Cup-Sieger: 92/93, 88/89
  • Landespokal-Baden-Sieger: 18/19, 17/18, 12/13
  • Süddeutscher Pokalsieger: 59/60

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