Erst Co-Trainer, dann Interimscoach und seit mehreren Wochen darf er sich Cheftrainer des SSV Jahn Regensburg nennen. Andreas Patz übernahm das Team nach der Entlassung von Joe Enochs vor dem Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth, welches Patz neuaufgestellte Truppe mit 1:0 gewinnen konnte und somit ins DFB-Pokalachtelfinale einzog. Auch das erste Punktspiel unter dem 41-Jährigen war ein voller Erfolg. Erneut vor heimischer Kulisse gewannen die Regensburger gegen die SV Elversberg mit 1:0 und sorgten so für neue Hoffnung beim aktuellen Tabellenletzten der 2. Bundesliga.
Rückblick. Angefangen als Aushilfstrainer beim DFB-Stützpunkt in Thüringen arbeitete sich Patz Schritt für Schritt hoch. Zunächst war er Co-Trainer bei der Reservemannschaft und U19 von Rot-Weiß Erfurt, 2017 landete er schließlich als Chefanalytiker bei der ungarischen Nationalmannschaft. „Als ich Portugal und Cristiano Ronaldo analysieren musste, habe ich erst ein, zwei Blicke gebraucht, um zu realisieren, was ich hier gerade machen darf“, erzählte der neue Regensburg-Coach schmunzelnd über seine Zeit in Ungarn. Doch zog es Patz schnell zurück an die Seitenlinie. So arbeitete er als Co-Trainer in der belgischen Liga – erst bei Royal Mouscron und anschließend bei Cercle Brügge, die er ebenfalls für kurze Zeit interimsmäßig als Cheftrainer betreute. Im Jahr 2020 ging es für den gebürtigen Thüringer zurück in die Heimat zum FC Carl Zeiss Jena in die U19 und später auf den Chefsessel der Profis, bevor er 2023 als Co-Trainer die Aufgabe in Regensburg übernahm.