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19.12.2024 / Profis

Der SSV Jahn Regensburg im Gegnercheck

Es ist ein bitterer Moment für viele Fans im Jahnstadion. Während der Gast aus Heidenheim gerade den Aufstieg als Meister in die Bundesliga feiert, müssen sich die Regensburger aus der 2. Bundesliga verabschieden. Abstieg, 3. Liga. Erstmals seit 2017 tritt der Jahn im Mai 2023 wieder den Gang in die Drittklassigkeit an. Doch der Jahn strebt mit aller Macht den direkten Wiederaufstieg an. Ab dem 10. Spieltag stehen die Bayern auf einem direkten Aufstiegsplatz und haben diesen auch nahezu die komplette Spielzeit inne. Bis zum 37. Spieltag,...

Foto: Eibner-Pressefoto/Annika Graf

Weil Regensburg nur 1:1 gegen Viktoria Köln spielte, zogen die formstarken Münsteraner noch am Jahn vorbei und hatten somit den zweiten Platz inne. Regensburg musste in die Relegation, kämpfte sich dort gegen den SV Wehen Wiesbaden schlussendlich wieder hoch. Der direkte Wiederaufstieg klappte über den Umweg der Relegation also doch noch. Und der SV Darmstadt 98 darf sich nun das Duell mit den Regensburgern freuen. Vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag (22.12./13.30 Uhr) nehmen wir den kommenden Gegner der Lilien einmal genauer unter die Lupe.

Transferfenster

Top-Zugänge Top-Abgänge
Sebastian Ernst – (Offensives Mittelfeld, Hannover 96) Konrad Faber – (FC St. Gallen 1879)
Christian Kühlwetter – (Mittelstürmer,1. FC Heidenheim) Valdrin Mustafa – (Kickers Offenbach)
Louis Breunig – (Innenverteidiger, 1. FC Nürnberg) Noel Eichinger – (1. FC Lokomotive Leipzig)
Kai Pröger – (Rechtsaußen, FC Hansa Rostock) Erik Tallig – (Karriereende)

 

Der Trainer

Erst Co-Trainer, dann Interimscoach und seit mehreren Wochen darf er sich Cheftrainer des SSV Jahn Regensburg nennen. Andreas Patz übernahm das Team nach der Entlassung von Joe Enochs vor dem Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth, welches Patz neuaufgestellte Truppe mit 1:0 gewinnen konnte und somit ins DFB-Pokalachtelfinale einzog. Auch das erste Punktspiel unter dem 41-Jährigen war ein voller Erfolg. Erneut vor heimischer Kulisse gewannen die Regensburger gegen die SV Elversberg mit 1:0 und sorgten so für neue Hoffnung beim aktuellen Tabellenletzten der 2. Bundesliga. 

Rückblick. Angefangen als Aushilfstrainer beim DFB-Stützpunkt in Thüringen arbeitete sich Patz Schritt für Schritt hoch. Zunächst war er Co-Trainer bei der Reservemannschaft und U19 von Rot-Weiß Erfurt, 2017 landete er schließlich als Chefanalytiker bei der ungarischen Nationalmannschaft. „Als ich Portugal und Cristiano Ronaldo analysieren musste, habe ich erst ein, zwei Blicke gebraucht, um zu realisieren, was ich hier gerade machen darf“, erzählte der neue Regensburg-Coach schmunzelnd über seine Zeit in Ungarn. Doch zog es Patz schnell zurück an die Seitenlinie. So arbeitete er als Co-Trainer in der belgischen Liga – erst bei Royal Mouscron und anschließend bei Cercle Brügge, die er ebenfalls für kurze Zeit interimsmäßig als Cheftrainer betreute. Im Jahr 2020 ging es für den gebürtigen Thüringer zurück in die Heimat zum FC Carl Zeiss Jena in die U19 und später auf den Chefsessel der Profis, bevor er 2023 als Co-Trainer die Aufgabe in Regensburg übernahm. 

Foto: Eibner-Pressefoto/Jenni Maul

Das Prunkstück

… ist die Heimstärke des SSV Jahn Regensburg, wenn sie auf den SV Darmstadt 98 treffen. Elf der vergangenen 17 Heimspiele gingen an die Mannschaft aus Bayern. Von den letzten fünf Spielen im Jahnstadion konnten die Lilien gerade mal ein einziges gewinnen. In all ihren Heimspielen schoss der SSV zudem 38 Tore gegen den SV 98 und kassierte 20 Stück. Die bitterste Niederlage für die Darmstädter dürfte dabei das 2:7 im Jahr 2005 gewesen sein…

All Eyes on ...

David Raum, Josip Stanisic oder auch Joshua Vagnoman. Mit diesen Verteidigern betrat Eric Hottmann einst in seiner Zeit bei der deutschen U19-Nationalmannschaft den Platz. Von der U16 bis hin zur U19 durchlief der Stürmer des SSV Jahn Regensburg die Junioren-Nationalteams des DFB. In seiner A-Jugendzeit gelangen dem heute 24-Jährigen dort fünf Tore in zwölf Spielen, während er zeitgleich in der Jugend des VfB Stuttgarts kickte.

Nach der Jugend beim VfB folgte eine Leihe in die 3. Liga zur SG Sonnenhof-Großaspach, anschließend die Wechsel zu Türkgücü München und Energie Cottbus, bevor es für ihn im Sommer 2023 nach Regensburg ging. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen verliefen von Anfang an positiv, der vertrauensvolle und gute Austausch war letztendlich auch für den Wechsel entscheidend“, sagte Hottmann zu seiner Verpflichtung. Und weiter: „Hier in Regensburg habe ich die optimalen Bedingungen, um professionell arbeiten zu können.“ Mittlerweile lief Hottmann 30-mal für den Jahn auf, erzielte dabei vier Tore und bereitet einen weiteren Treffer vor.

Foto: Eibner-Pressefoto/Heike Feiner

Blick in die Jahn-Vitrine

  • Meister Regionalliga Bayern: 2015/16
  • Landespokal-Bayern-Sieger: 1946/47, 1947/48, 2001, 2005, 2009/10, 2010/11

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