Marius Liesegang wird 2000 in Magdeburg geboren und wächst in einer ausgesprochen sportlichen Familie auf. Sein Vater Sven Liesegang ist erfolgreicher Handballer und gewinnt 2002 mit dem SC Magdeburg die Champions League. Marius entscheidet sich jedoch für den Fußball und früh für die besondere Rolle zwischen den Pfosten. Seine ersten Schritte macht er beim 1. FC Magdeburg, wo er sämtliche Nachwuchsmannschaften durchläuft. 2016 folgt der Wechsel in das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FSV Mainz 05.
In Mainz entwickelt sich Liesegang kontinuierlich weiter. Er hütet zunächst in der U17 und U19 das Tor und schafft anschließend den Sprung in die zweite Mannschaft der Rheinhessen. Dort sammelt er in der Regionalliga Südwest seine ersten Erfahrungen im Herrenfußball. Seine Entwicklung wird auch vereinsintern honoriert: 2020 erhält der damals 20-Jährige einen Profivertrag beim Bundesligisten und trainiert fortan regelmäßig auf höchstem Niveau.
Im Januar 2022 verlässt Liesegang Mainz und schließt sich dem damaligen Zweitligisten Dynamo Dresden an. Bei der SGD gehört er zum Profikader, kommt in der Rückrunde allerdings zu keinem Pflichtspieleinsatz. Nach einem halben Jahr zieht es ihn weiter in den Norden: Im Sommer 2022 wechselt er zum FC Teutonia 05 Ottensen. In Hamburg erhält er die regelmäßige Spielpraxis, die ihm zuvor gefehlt hatte, und etabliert sich als Stammkeeper in der Regionalliga Nord. Insgesamt steht er 65-mal für Teutonia zwischen den Pfosten. Einen besonderen Auftritt erlebt er im August 2023, als er mit dem Außenseiter im DFB-Pokal auf den späteren Deutschen Meister Bayer Leverkusen trifft.
Zur Saison 2024/25 schließt sich Liesegang dem FC Carl Zeiss Jena an. Beim traditionsreichen Klub übernimmt er schnell die Rolle der Nummer eins und entwickelt sich zu einem verlässlichen Rückhalt. Mit seiner Ruhe, seiner Präsenz und seinen fußballerischen Qualitäten wird er zu einer festen Größe im Jenaer Tor. In seinen ersten beiden Spielzeiten für den FCC absolviert Liesegang 67 Pflichtspiele und bleibt dabei 23-mal ohne Gegentreffer.
Im Sommer 2026 setzt sich die gemeinsame Geschichte fort. Obwohl sich für Liesegang auch andere Optionen ergeben, verlängert er seinen Vertrag in Jena vorzeitig bis 2027. Für den inzwischen 26-Jährigen ist der Verbleib nach eigener Aussage eine „absolute Herzensentscheidung“. Der Verein wiederum beschreibt ihn als verlässliche Konstante und wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Damit hat Liesegang in Jena ein sportliches Zuhause gefunden – und sich nach seinen Jahren in den Nachwuchsleistungszentren sowie den Stationen in Dresden und Hamburg endgültig als Stammkeeper im Herrenfußball etabliert.