Isac Lidberg verlässt Darmstadt
Isac Lidberg wechselt in die Bundesliga. Der SV 98 und Borussia Mönchengladbach haben sich auf einen Transfer des schwedischen Angreifers verständigt.
Im Fußballkosmos ist eine Fahrstuhlmannschaft ein Team, das zwischen zwei Ligen pendelt - zu gut für die eine Liga, aber nicht ganz auf dem Niveau der nächsthöheren Liga. Die Folge ist zumeist: viele Aufstiege und viele Abstiege. Doch die SV Elversberg ist gerade dabei, den Begriff neu zu definieren. Denn seit einigen Jahren fährt der Fahrstuhl die SVE nahezu ausschließlich nach oben.
Zu Beginn dieses Jahrzehnts war das Team aus dem Saarland noch in der Regionalliga Südwest beheimatet, bis 2021 die dortige Meisterschaft den Aufstieg in Liga drei geebnet hatte. Die 3. Liga war jedoch nur ein kurzer Zwischenstopp. Direkt im Aufstiegsjahr holte die SV Elversberg auch dort den Titel fuhr direkt weiter ins nächste Stockwerk. Aktuell hält der Elversberger Fahrstuhl in der zweithöchsten deutschen Spielklasse – und das bereits seit drei Saisons. Die Tendenz in den letzten Jahren zeigte jedoch, dass der Fahrstuhl sie doch nochmal in eine Klasse höher transportieren könnte.
Mit einem dritten Platz in der abgelaufenen Spielzeit ging es für Elversberg in die Relegation, der Fahrstuhl geriet allerdings gegen Heidenheim ins Stocken und die SVE blieb in der 2. Bundesliga. Aktuell steht Elversberg erneut auf einem Relegationsplatz, allerdings nur fünf Punkte vor dem auf Platz fünf liegenden SV Darmstadt 98. Wir nehmen den Gegner der Lilien genauer unter die Lupe.
Deckungsgleich zum letzten Spieltag der Vorsaison steht die „ELV“ mit 55 gesammelten Punkten auf Rang drei und grüßt somit vom Relegationsplatz. Aus den letzten fünf Partien erbeuteten die Elversberger sieben von 15 möglichen Punkten. Mit dem Spiel am Bölle bestreitet das Team aus dem Saarland ihr drittes Spiel in der Rückrunde gegen eine Top-Fünf-Mannschaft, gegen Hannover und Schalke konnte sie insgesamt nur einen Punkt mitnehmen, umso hungriger werden sie wohl am Samstag unter Flutlicht sein.
| Gegnerische Mannschaft | Endergebnis | Punkteausbeute |
| Karlsruher SC (H) | 3:0 | 3 |
| FC Schalke 04 (H) | 1:2 | 0 |
| Hannover 96 (A) | 1:1 | 1 |
| Arminia Bielefeld (H) | 3:1 | 3 |
| SpVgg Greuther Fürth (A) | 0:2 | 0 |
| Top-Torjäger | Top-Vorlagengeber |
| Lukas Petkov – 10 Tore | Tom Zimmerschied – 7 Assists |
| Bambase Conte – 3 Tore | Lasse Günther – 6 Assists |
| David Mokwa – 3 Tore | Lukas Petkov – 5 Assists |
| Frederik Schmahl – 3 Tore | Bambase Conte – 5 Assists |
| Luca Schnellbacher – 3 Tore | Luca Schnellbacher – 3 Assists |
Vincent Wagner
Cheftrainer von SV ElversbergDenkt man an den Elversberg-Fußball der letzten Jahre sowie in dieser Saison, kommt sicherlich direkt deren offensive Power und das Spielvermögen in den Kopf. Was jedoch manchmal in Vergessenheit geraten könnte, ist die Elversberger Stärke gegen den Ball. So gut wie kein zweiter Klub in der Liga weisen die Spieler von Cheftrainer Vincent Wagner die beste Zweikampfquote des Wettbewerbs auf (51 Prozent). Das war aber noch nicht alles: Mit den wenigsten Fouls ist die „ELV“ auch noch das fairste Team der Liga – das spricht für Können, Disziplin und Beherrschung des Zweikampfverhaltens.
Im kalten Winter haben sie ihn verpflichtet, doch mittlerweile ist er aufgetaut. Noch beim HSV unter Vertrag spielt Immanuel Pherai als Leihgabe aktuell bei der SV Elversberg – und er funktioniert, ist eine Bereicherung für das Team. Um auf mehr Spielzeit zu kommen, zog es den gebürtigen Niederländer Anfang Februar ins Saarland. Spielzeit, die er jetzt auch bekommt.
Pherai ist als Strippenzieher im offensiven Mittelfeld beheimatet und dadurch auch für Tore mitverantwortlich. In der Vergangenheit klappte das jedoch nicht immer so. Mit einem Doppelpack zuletzt gegen Karlsruhe trug er sich nicht nur in die Torschützenliste ein, sondern beendete auch seine persönliche Torflaute. Davor traf er zum letzten Mal im Januar 2024! Dieser Bann ist nun gebrochen. In seinen letzten drei Spielen beteiligte er sich an drei Toren direkt. Mit den Scorern ermöglichte er auch eine schöne Statistik: Im deutschen Unterhaus hat er nun 14 Tore, 14 Vorlagen – und (Fun-Fact) 14 Gelbe Karten.
Mit dem HSV hat er zudem bereits zeigen können, dass er weiß, wie Aufstieg geht. Ob sich seine Erfahrung auch auf seine Mitspieler im Elversberg-Trikot überträgt, wird sich am Saisonende zeigen. Am Samstagabend (25.4.) reist er mit der SVE nun ins Merck-Stadion am Böllenfalltor. Und das mit besonderer Motivation: Pherai feiert unter Flutlicht nämlich seinen 25. Geburtstag. Geschenkt wird er im Top-Spiel allerdings nichts bekommen…