Erste Heimniederlage der Saison
Alles hat leider ein Ende, auch die Heimserie des SV 98: Hannover 96 fügte den Lilien beim 0:2 (0:1) die erste Saison-Niederlage im Merck-Stadion am Böllenfalltor zu.
Zum ersten Mal in dieser Saison beendet der SV Darmstadt 98 im Merck-Stadion am Böllenfalltor ein Spiel ohne Punkte. Den beiden Treffer von Hannover 96 hatten die Lilien im Verlauf der zweiten Halbzeit mehr entgegenzusetzen. Der Druck, den die Südhessen zum Schluss noch einmal ausübten, blieb aber ohne Erfolg. Was die Spieler und die beiden Cheftrainer zu der aus Lilien-Sicht insgesamt verdienten Niederlage sagten, lest Ihr hier.
„Glückwunsch an Hannover 96 zu verdienten drei Punkten und einer sehr guten Leistung. Ich kann meiner Mannschaft nicht wirklich viel vorwerfen. Hannover hat uns gerade im Anlaufen vor Probleme gestellt. In den Eins-gegen-Eins-Duellen in beide Richtungen waren sie zudem extrem gut, das muss man neidlos anerkennen. Nach dem 0:2 kam das Gefühl auf, dass es jetzt sehr schwierig werden würde. Aber eine Charaktereigenschaft meiner Mannschaft lässt sich sehr positiv hervorheben: Wir hören nicht auf! Das wurde nicht belohnt, auch wenn wir den Ausgleich heute nicht verdient gehabt hätten. Es gibt personelle Hindernisse für uns aktuell, aber auch das werden wir nicht als Alibi nehmen. Diese Mannschaft und dieser Verein haben so viel Leidenschaft investiert in diese Saison und hatten so viel Spaß zusammen, sodass wir auf gar keinen Fall eines tun werden: Und das ist aufzuhören, nur weil es gerade mal etwas holpriger ist. Wir haben Lilien gesehen, die alles probiert haben. Das ist die Basis an diesem Standort.“
… über die Fans:
„Es war heute eine super Unterstützung unserer Fans. Es war mir ein Bedürfnis, Nähe bei den Fans zu zeigen, weil ich die Verbundenheit spüre. Wir würdigen es sehr, wie sie uns heute und die ganze Saison unterstützt haben. Ich freue mich auf die nächsten Wochen mit ihnen.“
„Wir haben heute wohl einen der stärksten Gegner der Liga geschlagen. Eins war vor dem Spiel klar, wir müssen stabil stehen und das Zentrum zu machen. Wir konnten einiges der Darmstädter gut verhindern. Im Umschaltspiel hatten wir ein paar Situationen, in denen wir das nicht so konsequent ausgespielt haben. Mit dem 2:0 bekam ich schon ein gutes Gefühl, wussten aber auch um die langen Bälle und das es gefährlich werden kann. Ich finde, dass wir auch dank dieser Laufbereitschaft und der gebrachten Intensität als verdienter Sieger vom Platz gehen. Ich wünsche den Lilien alles Gute für den Saisonendspurt.“
„Die erste Hälfte geht klar an Hannover. Im zweiten Durchgang haben wir gezeigt, dass wir mithalten und dominieren können. Wenn das erste Tor von uns fällt, geht das Spiel anders aus. Heute war Hannover insgesamt besser. Natürlich haben wir Ausfälle, aber das dürfen wir nicht als Ausrede nehmen. Ich bin 100 Prozent von denen überzeugt, die spielen. Wir wollen immer alles reinwerfen und versuchen immer gut zu spielen. Bei den Jungs in der Kabine ist der Fokus vor dem Spiel zu 100 Prozent da. Es war heute ein guter Gegner, die haben das gut wegverteidigt. Wir müssen weiter machen.“
…zum zweiten Gegentor:
„Ich habe mich vor den Ball gestellt, weil ich das vermeiden wollte, was passiert ist. Der Schiedsrichter hat mich weggeschickt, die haben den Freistoß dann kurz ausgeführt und schießen dann das Tor. Ich muss seine Entscheidung akzeptieren.“
„Eine Niederlage hatten wir zuhause lange nicht. Heute haben wir gegen einen Top-Gegner gespielt. Wir haben nach dem ersten Gegentreffer aber den Kopf nicht verloren, sondern haben es sauber bis in die Halbzeit gespielt. Wir hatten eine gute bis sehr gute zweite Hälfte mit Chancen, aber es sollte dann gefühlt nicht sein. Heute hat unser Topstürmer gefehlt, bei allem Respekt vor Fynn, der es extrem gut gemacht hat. Kai hat gefehlt, der unser Herzstück in der Mitte ist. Mit Luca fehlt unser Eins-gegen-Eins Spieler auf der linken Seite. Aber das sollen keine Ausreden sein.
Das allerwichtigste ist, dass wir morgen Training haben und wir wollen daran arbeiten. Wir haben aber auch gesehen, dass die, die von der Bank kamen, richtig Betrieb gemacht haben. Furu hat ein richtiges Topspiel gemacht. Fynn hat es von Anfang an gut gemacht. Wir müssen auch die positiven Dinge rausnehmen.“