Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
In intensiven 90 Minuten zwischen dem SV Darmstadt 98 und der Fortuna Düsseldorf erkämpften sich die Lilien kurz vor dem Schlusspfiff drei Punkte. Die frühe Führung der Südhessen machten die Rheinländer schnell wett. Die Partie wurde danach zunehmend wilder und physischer. Auch in Durchgang zwei blieb es ausgeglichen, am Ende bewies der SV 98 aber erneut Moral: Matej Maglica sorgte mit seinem späten Kopfballtreffer für drei Punkte. Was sagen die Spieler und die beiden Cheftrainer zu diesem packenden Schlagabtausch? Wir haben alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
„Fortuna hat ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Für mich war es insgesamt ein Unentschieden-Spiel. Denn beide Mannschaften hatten viele Torchancen und haben beide viele Torchancen zugelassen. Dementsprechend freue ich mich, dass wir bis zuletzt den Glauben an den Sieg hatten. Wir haben offensiv ein gutes Heimspiel gemacht, schießen ein super herausgespieltes erstes Tor. Defensiv war es dagegen kein gutes Heimspiel von uns. Da hat uns der Zugriff und die Kompaktheit gefehlt. Das Spiel hätte aber auch in die andere Richtung kippen können, gerade wenn Schuh den Ball gegen Itten nicht hält. Insgesamt ein Lob an meine Mannschaft für ihren Fokus und ihre Mentalität.“
„Glückwunsch an Darmstadt 98 und Flo zum Sieg. Es ist extrem bitter, weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Trotzdem fahren wir mit null Punkten nach Hause, das ärgert uns sehr. Wenn wir hier heute gewinnen, kann sich sicherlich auch keiner beschweren. Wir haben uns viele Torchancen erspielt, haben den Gegner gut beherrscht. Dass man so eine Mannschaft mit ihrer individuellen Qualität nicht komplett ausschalten kann, ist klar. Wir wussten, dass sie durch Standards gefährlich sind. Und genau so kriegen wir das Gegentor kurz vor Schluss. Insgesamt hätten wir heute mehr als null Punkte verdient. Daher fahre ich mit keinem guten Gefühl nach Hause.“
„Es war ein offener Schlagabtausch, den wir in der Form lange nicht mehr hatten. In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Struktur und Ordnung. In der zweiten Hälfte wurde es dann ein wilder Schlagabtausch. Wir verfolgen einen spielerischen Ansatz und bei dem Wetter ist das dann etwas schwieriger. Düsseldorf hatte auch ein paar Chancen, aber viel wichtiger für mich waren diese Kleinigkeiten im Spiel. Zum Beispiel das gegenseitige Pushen: Das ist das, was uns bis jetzt stark gemacht hat. Ich habe eine gewisse Unzufriedenheit bis zum 2:1 verspürt, aber wir waren immer präsent. Wir haben die Qualität, aus Kleinigkeiten Tore zu machen: Die Ecke war perfekt, der Kopfball war perfekt. Wir nehmen den Sieg sehr gerne mit.“
„Es war ein sehr hitziges Spiel. Es ging viel hin und her. Wir wollten eigentlich dominant sein, das ist uns jedoch nicht so gelungen, wie wir das wollten. Am Ende des Tages müssen wir aber auch solche Spiele ziehen. Wir sind alle zufrieden mit den drei Punkten. Wenn man kurz vor knapp im eigenen Stadion ein Tor schießt, ist das ein unglaubliches Gefühl, bei dem man Gänsehaut kriegt. Ich treffe zwar zum 2:1, aber Torschützenkönig werde ich in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr (lacht). Ich versuche einfach, vor dem gegnerischen Tor gefährlich zu sein, das hat heute zu meiner Zufriedenheit gut geklappt. Da muss man auch ein Lob an unseren Standardtrainer Darius Scholtysik aussprechen, der das gut analysiert und uns in die richtigen Positionen bringt. Das hat in dieser Saison schon ein paar Mal gut geklappt.“