Lee wechselt nach Darmstadt
Der SV 98 hat die gesuchte Verstärkung für die Mittelstürmerposition gefunden. Hojae Lee wechselt vom südkoreanischen Erstligisten Pohang Steelers an das Böllenfalltor.
Ein punktloser Freitagabend für den SV Darmstadt 98 im Max-Morlock-Stadion. Die Lilien verloren auswärts beim 1. FC Nürnberg mit 0:1. Ein später Gegentreffer sorgte für die Niederlage des SV 98. Dementsprechend enttäuscht zeigten sich die Darmstädter Protagonisten nach Abpfiff an den Mikrofonen. Was genau sagten die beiden Cheftrainer zu den 90 Minuten im Frankenland? Wie ordneten Philipp Förster und Fraser Hornby die Partie ein? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.
„Glückwunsch an den 1. FC Nürnberg und Miro zum Sieg. Es war für mich kein 0:0-, sondern ein 1:1-Spiel. Beide Teams hatten Torchancen: Der Club vor allem durch Umschaltaktionen in der zweiten Halbzeit, wir insbesondere durch Mey Papela aus drei Metern nach einer Ecke. Insgesamt waren beide Mannschaften stark im Ballbesitz, hatten aber gegen den Ball ihre Probleme, Zugriff zu kriegen und hohe Ballgewinne zu haben. Einen hohen Ballgewinn hatten wir im ersten Durchgang, der Ball von Fraser Hornby kann gut und gerne mal reingehen. Ansonsten waren beide Teams gut im Spielaufbau und gut im Spiel bis in die Zwischenräume. Dann treffen wir aber nicht die besten Entscheidungen, um zu Torchancen zu kommen. Anmerken muss sich, dass uns beide Verletzungen in der ersten Halbzeit richtig wehgetan haben, weil es uns jegliche Möglichkeiten genommen hat, Einfluss aufs Spiel zu nehmen, da wir nur noch einen Wechselslot hatten. Nichtsdestotrotz hat sich der Club den Sieg verdient, weil er in der entscheidenden Situation wacher war. Wir müssen dagegen die Emotionalität und Gier, das Spiel gewinnen zu wollen, in jedem kleinen Moment beibehalten. Das fehlt uns in den letzten Wochen.“
„Vielen Dank für die Glückwünsche. In den Umschaltmomenten hätten wir einige Aktionen besser ausspielen können. Darmstadt war im Ballbesitz schwer zu greifen, aber ich bin sehr froh, dass wir heute diese Gier an den Tag gelegt haben. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass noch etwas passiert. Ein 0:0 hätte mich sehr gewundert. Wir haben auf die eine Chance gelauert, die dann zum Glück auch gekommen ist. Es war ein wirklich spannendes Spiel, aus dem wir sehr viel mitnehmen können. Wir haben vieles wegverteidigen können und ich bin stolz auf das, was wir heute gezeigt haben.“
„Es tut weh im Moment. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aber dann den Faden verloren. In der zweiten Halbzeit war es gefühlt ein 0:0-Spiel. Beim Gegentreffer verteidigen wir aber nicht konsequent in der Box. Auch offensiv waren wir nicht konsequent genug und konnten nicht wirklich etwas erzwingen. Wir haben heute zwar wieder mehr Personal in die letzte Linie bringen können – im Vergleich zu den vergangenen Spielen. Doch fehlt uns im Moment die Ruhe im letzten Drittel, wo wir oft die falschen Entscheidungen treffen. Jetzt heißt es: Kopf hoch, weiter Gas geben und noch härter arbeiten. Ich bin mir sicher, dass wir schnell wieder zurückschlagen werden.“
„Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Wir haben zwar einige Phasen des Spiels kontrolliert, aber keine wirklich guten Möglichkeiten kreiert. Wir sind wirklich gut in die Partie gekommen, hatten extrem viel Ballbesitz und haben auch das Abseitstor gemacht. Danach ist dann aber auch Nürnberg besser reingekommen und wurde spielbestimmender. Sie sind ein gutes Team und schlussendlich hatten sie zwar nicht viele Chancen, aber sie haben zumindest eine genutzt. Natürlich haben auch die beiden Verletzungen ein wenig unseren Spielrhythmus gestört, aber wir haben einen guten Kader, in dem jeder weiß, was er zu tun hat. Deswegen darf das nicht als Ausrede gelten. Wir waren einfach nicht auf dem Level, auf dem wir sein können. Wir haben es nicht geschafft, den Gegner wirklich in Bedrängnis zu bringen. Dieses Problem haben wir seit der Winterpause leider ein wenig. Daran werden wir arbeiten und dann bin ich auch sehr positiv, dass wir wieder unser Level erreichen werden.“