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06.05.2023 / Profis

„Sollte heute nicht sein“

Keine Punkte am Bölle! Der SV Darmstadt 98 unterliegt erstmals nach über einem Jahr ohne Heimniederlage wieder im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Gegen die punktemäßig mit Abstand beste Rückrundenmannschaft vom FC St. Pauli mussten sich die Lilien mit 0:3 geschlagen geben. Dementsprechend enttäuscht über den Spielausgang, aber auch kämpferisch und optimistisch nach vorne blickend zeigten sich die Darmstädter Protagonisten im Anschluss an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengetragen.

SV Darmstadt 98 - FC St. Pauli
Foto: Dominik Claus
Torsten Lieberknecht

„Glückwunsch an den FC St. Pauli zum letztendlich verdienten Sieg. Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die sich zum besten Rückrundenteam geschossen hat. Ihre Spielidee ist sehr komplex. So waren sie in der Anfangsphase einen Ticken besser drin. Doch danach haben wir sie besser in den Griff bekommen und hatten viele Torabschlüsse im ersten Durchgang. Beim Stand von 0:0 habe ich dann einen klaren Elfmeter in der Situation mit Marvin Mehlem gesehen. Doch hatte der FC St. Pauli das Momentum vor der Pause auf seiner Seite. Nach der Pause kam St. Pauli dann auch wieder besser ins Spiel. Wir hatten dagegen viele unglückliche Situationen dabei. Und nach dem Abseitstor kam das Gefühl auf, dass wir noch ewig hätten spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Dass St. Pauli mit viel Leidenschaft verteidigt hat, müssen wir aber auch anerkennen. Wir müssen zudem respektieren und akzeptieren, dass wir als Mannschaft kein perfektes Spiel abgeliefert haben. Daher gilt: Weitermachen, stabil bleiben. Die Jungs haben nach dem Spiel die Unterstützung von den Fans bekommen, was ihnen viel Kraft gegeben hat.“

Fabian Hürzeler

„Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen. Speziell vor der Pause hat uns Darmstadt sehr gut und hoch gepresst und wir mussten häufig den langen Ball spielen. Dadurch wurde das Spiel ein wenig zäh, wobei Darmstadt die aktivere Mannschaft war. Wir haben durch den Standard aus dem Nichts die Führung erzielt, das hat uns in die Karten gespielt. Wir sind dann mit Selbstvertrauen aus der Kabine gekommen, haben mutiger gespielt und spielerische Lösungen gefunden. Das 2:0 war dann aus meiner Sicht auch verdient und danach haben wir es sehr gut wegverteidigt. Darmstadt war zwar immer wieder gefährlich in unserem Strafraum, aber wir haben es gemeinschaftlich verteidigt bekommen. In der Höhe ist der Sieg zu hoch, wir hatten vor der Pause das Momentum auf unserer Seite, mit der zweiten Halbzeit war ich dann sehr zufrieden.“

Tobias Kempe

„Wir hatten uns viel mehr vorgenommen. Doch leider hat es nicht gereicht, um heute das große Wunder zu schaffen. Schließlich ist St. Pauli die beste Rückrundenmannschaft, das war jedem von uns bewusst. Trotzdem hatten sie in der ersten Halbzeit nicht viele Chancen, gehen aber durch einen Standard in Führung. Insgesamt haben wir heute leider einfach drei Tore zu viel bekommen und damit das Spiel verloren. Doch geht es nächste Woche in Hannover direkt weiter. Da wollen wir die drei Punkte holen.“

Zu den Fans:

„Unsere Fans waren heute unglaublich. Es war eine geile Stimmung. Sie haben uns bis zum Ende und auch nach dem Spiel unterstützt. Das gibt uns Mut.“

Marcel Schuhen

„Das 0:1 fällt direkt vor der Pause durch einen Standard, das war unangenehm für uns und der Türöffner für St. Pauli. Wenn wir in Führung gehen, wäre es wohl umgekehrt genauso gewesen. Wir haben trotzdem mutig gespielt, aber St. Pauli war einfach effektiver, also das, was uns in dieser Saison auch schon häufig ausgezeichnet hat. Es sollte heute nicht sein. St. Pauli war ein sehr guter Gegner, die beste Mannschaft, gegen die wir in der bisherigen Rückrunde gespielt haben. Wichtig war, dass wir heute trotzdem unseren Fußball gespielt haben. Wir sind nicht von unserer Linie abgewichen, haben uns nicht plötzlich hinten reingestellt oder den Stift in der Hose gehabt. St. Pauli hat den Sieg verdient, aber wir haben trotzdem alles probiert. Die Art und Weise war trotz der Niederlage Darmstadt 98 in der Saison 2022/23. Und darum geht’s.“

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