Unentschieden bei der Generalprobe
Der SV Darmstadt 98 und der englische Zweitligist FC Portsmouth haben sich bei der Generalprobe vor dem offiziellen Saisonstart mit einem torlosen Remis getrennt.
Länderspielpause: Vorbei! Die entscheidenden Wochen: Vor der Brust! Die Lilien starten am kommenden Ostersonntag (31.3./19.30 Uhr) gegen den VfL Bochum in die verbleibende Spielzeit. Wie blickt Torsten Lieberknecht auf die nächsten Wochen? Was erwartet er für ein Spiel im Ruhrstadion? Und wie schätzt er den Gegner ein? Diese und weitere Fragen beantwortete der Cheftrainer des SV 98 auf der Pressekonferenz am Donnerstag (28.3.). Wir haben wir Euch die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Personalupdate: Fraser Hornby, Fabian Nürnberger, Fabio Torsiello und Marvin Mehlem fehlen verletzt. Bartol Franjic ist gelbgesperrt. Ein großes Fragezeichen steht hinter Fabian Holland (Adduktoren) und Luca Pfeiffer (erkrankt). Ein kleines Fragezeichen steht zudem hinter Klaus Gjasula (Adduktorenprobleme). Zurück im Teamtraining sind Matthias Bader und Clemens Riedel, sie stellen beide eine Option für den Kader am Sonntag dar.
Wir haben die letzten anderthalb Wochen sehr gut genutzt, um vor allem Spieler aus längeren Verletzungen wieder heranzuführen und einzuarbeiten. Die Jungs haben top gearbeitet und alles in die Waagschale geworfen, um sich für den Endspurt dieser Saison vorzubereiten – sowohl physisch als auch psychisch. Noch acht Spiele haben wir vor der Brust, wir wollen aber zehn Spiele haben. Dafür brauchen wir jeden. Wir haben am vergangenen Freitag ein vernünftiges internes Testspiel über 90 Minuten absolviert. In der aktuellen, längeren Trainingswoche haben wir die Jungs noch einmal gekitzelt. Mit dem heutigen Tag beginnend werden wir Bochum intensiv analysieren und uns ganz gezielt auf das Duell vorbereiten. Insgesamt gehen wir positiv und optimistisch in die nächsten Wochen.
Wir haben unsere eigene Agenda, ohne den Blick auf die anderen Mannschaften zu setzen. In unserer Situation wissen wir, dass wir Punkte brauchen. Wie sich der Spieltag entwickeln wird, werden wir sehen. Wir wollen mit Punkten aus Bochum zurückfahren – am besten mit dreien. Das ist das, was wir anstreben. Das Stadion an der Castroper Straße ist mit eines der stimmungsvollsten Stadien – gerade unter Flutlicht. Die Ansetzung um 19.30 Uhr ist daher sehr reizvoll. Für beide Mannschaften geht es um viel. Jeder will seine Serie beenden und eine neue starten. Es wird mit Sicherheit ein hitziges Spiel. Aber es macht Spaß, sich darauf vorzubereiten, weil man genau weiß, was einen erwartet.
Was Bochum in den letzten Jahren geleistet hat, hing auch mit dem Publikum zusammen, welches die Mannschaft in einer hitzigen Atmosphäre stets anpeitscht und emotional pusht. Den VfL zeichnet also eine gewisse Heimstärke aus. Sie spielen sehr mannorientiert, mit vielen Eins-gegen-Eins-Duellen. Damit wollen sie den Gegner stressen. Außerdem haben sie eine Variabilität in ihrem Spiel: Neben lang geschlagenen Bällen suchen sie in gewissen Phasen auch fußballerische Lösungen. Sie haben eine Achse aus Schlüsselspielern wie Stöger, Asano, Losilla und vor allem auch Riemann.
Uns wird gar nichts mehr zugetraut. Die Relegation dreht sich anscheinend nur noch um zwei Mannschaften. Das haben wir alles registriert. Wir werden sehen… Normalerweise wärst du schon längst weg. Doch ist es Teil der Bundesliga-Geschichte in dieser Saison, dass wir noch um die Relegation mitspielen dürfen. Das Spiel in Bochum ist ein Startspiel in die Crunchtime dieser Saison. Und diese wollen wir so gut wie möglich bestreiten. In Bochum streben wir den Sieg an. Dafür brauchen wir ein Top-Leistung, viel Leidenschaft und taktisches Verständnis.
Bochum hat in den letzten zwei Jahren bereits den Bundesliga-Abstiegskampf bestritten und hat dadurch eine gewisse Erfahrung. Im Kampf um den Klassenerhalt werden wir alles brauchen – neben der gewissen Erfahrung auch die jugendliche Frische. Fakt ist, dass es ein Vorteil für die Bochumer ist, dass sie sich in den letzten beiden Spielzeiten in diesen Gefilden bewegt und es geschafft haben, dort rauszukommen.
Oscar ist gut von der Nationalmannschaft zurückgekommen, hat gestern die ersten regenerativen Maßnahmen absolviert und wird heute nur regenerativ trainieren. Wir haben schon in Leipzig und auch gegen Bayern gesehen, dass er in seinen Rhythmus kommt, der es ihm gestattet, Selbstvertrauen aufzubauen. Das haben die Tore in den Länderspielen gezeigt. Da hat er nochmals viel Selbstvertrauen tanken können.