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18.08.2023 / Profis

„Wir wollen wieder überraschen“

Wie blickt Torsten Lieberknecht auf die anstehende Bundesliga-Saison? Wie schätzt er Gegner Eintracht Frankfurt ein? Und was braucht es, um in der 1. Liga zu bestehen? Vor dem Hessenderby am Sonntagabend (20.8./17.30 Uhr) stand der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 am Freitagnachmittag (18.8.) den anwesenden Journalisten auf der Pressekonferenz am Böllenfalltor Rede und Antwort. Wir haben für Euch die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Foto: SV 98

… zum Personal:

Alle Spieler sind aktuell im Training. Matthias Bader und Tobias Kempe haben in dieser Woche bislang zwei Einheiten mitgemacht. Für den Sonntag sind alle Mann in meinem Kopf – auch die beiden Neuzugänge. Nun muss ich abwägen, für wen es für das Eintracht-Spiel reichen wird.

… zum kommenden Gegner:

Die Partie in Frankfurt wird ein komplett anderes Spiel als das Pokalduell im vergangenen Februar. Die Eintracht hat einen anderen Trainer und damit auch andere Ansichten. Es gibt zwar Parallelen, aber auch viele neue Dinge im Spiel der Frankfurter zu entdecken. Wir haben sie in ihren Vorbereitungsspielen sowie im DFB-Pokal analysiert. Frankfurt spielt sehr komplex, sie können sowohl mit Dreier- als auch Viererkette agieren. Neben der extrem hohen individuellen Qualität sind uns aber auch Punkte in der Positionierung aufgefallen, die uns für Sonntag helfen könnten.

… zur anstehenden Bundesliga-Saison:

Das Pokalspiel in Homburg haben wir sehr kritisch angesprochen. Das war große Grütze, was wir dort zusammengespielt haben. Wir haben es analysiert und nun aber einen Haken drangesetzt. Wir können es besser und haben es auch schon besser gezeigt. Jetzt starten wir in die neue Bundesliga-Saison! Wir spielen nicht in der geilsten und besten 2. Liga aller Zeiten, sondern sind einfach nochmal eine Etage drüber. Daher sollten wir Dankbarkeit zeigen, dass wir in der 1. Liga sind und uns dort mit den besten Teams und Spielern in Deutschland messen können. Dorthin zu kommen, war kein Zuckerschlecken. Natürlich müssen wir uns aber auch weiterentwickeln. Nur einige wenige Spieler bei uns konnten bereits Bundesliga-Erfahrung sammeln, die meisten stehen bei null Erstliga-Einsätzen. Insgesamt freuen wir uns aber unglaublich auf die 1. Liga. Das wollen wir am Sonntag ab 17.30 Uhr zeigen.

… was es braucht, um in der Bundesliga zu bestehen:

In den letzten zwei Jahren hat kaum jemand einen Pfifferling auf uns gesetzt. Und trotzdem konnten wir immer wieder überraschen. Das ist auch in der Bundesliga unser Ziel. Wir wollen wieder überraschen – mit unserem familiären Background. Wir brauchen für die ganze Saison einen wahnsinnigen Zusammenhalt. Wenn wir allerdings anfangen, über Ergebnisse zu diskutieren und jeder es besser weiß, wird es schwierig, da nicht jedes Ergebnis positiv sein wird. Wenn wir es aber schaffen, dass der 12. und auch 13. Mann die ganze Saison über hinter uns steht, dann können wir wieder überraschen.

… zu den beiden Neuzugängen:

Wir wussten sowohl bei Bartol als auch bei Luca, dass sie auch andere Möglichkeiten gehabt hätten. Doch wir sind hartnäckig drangeblieben. Mit Bartol haben wir einen Sechser bekommen, der in der Defensive flexibel einsetzbar ist. Wir haben ihn aber vorrangig für die Zentrale geholt und damit eine weitere Option, um unser Mittelfeld flexibler zu gestalten. Er wird morgen erstmals mit der Mannschaft trainieren. Insgesamt haben wir Profile für unseren Kader gesucht, die wir mit Bartol und auch Luca gefunden haben.

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