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05.02.2026 / Profis

Zahlen & Fakten: Die Top Facts zum Lautern-Spiel

Im Merck-Stadion am Böllenfalltor soll die Ungeschlagen-Serie der Lilien weiter Bestand haben. Mit einer der stärksten Offensiven und Defensiven der Liga will der SV Darmstadt 98 diesen Weg fortsetzen. Doch auch der 1. FC Kaiserslautern bringt eine Vielzahl an Stärken mit: Die Pfälzer überzeugen nicht nur mit Durchschlagskraft vor dem Tor, sondern auch mit Flexibilität in Spielanlage und Personal. Wie vielseitig der FCK tatsächlich ist und welche weiteren Zahlen das Duell prägen, haben wir in dieser Meldung zusammengetragen. Hier findet Ihr die TopFacts zum Spiel am Samstagabend.

Die Lilien-Spieler jubeln nach dem Sieg gegen Nürnberg mit den Fans
Foto: SV 98
Comeback-Qualitäten

Darmstadt lief in Berlin einem 0:2-Rückstand hinterher – und auch gegen Nürnberg präsentierten sich die Lilien in der ersten Hälfte nicht durchgehend in Bestform. Doch genau darin sieht Florian Kohfeldt trotz seines Ärgers auch eine Stärke seiner Mannschaft.

„Wir verlieren nach schwierigen Phasen nicht den Kopf“, erklärte der Darmstädter Cheftrainer nach dem Hertha-Spiel. Diese Fähigkeit, nach Leistungstiefs eine Steigerung hinzulegen und den Glauben an Zählbares zu bewahren, beruht auf dem Vertrauen in die eigenen Stärken. „Wir wissen, dass wir uns auf ein paar Dinge verlassen können“, so Kohfeldt weiter. In dieser Spielzeit geriet der SV 98 achtmal in Rückstand, erkämpfte sich daraus aber noch 14 Punkte.

Super-Serie

Mit dieser Qualität hat sich der SV Darmstadt 98 ein Unentschieden in Berlin erarbeitet und damit nicht nur einen Punkt gesichert, sondern auch seine Ungeschlagen-Serie fortgesetzt. Diese Phase hält nun schon seit zehn Spielen an – die längste Serie aktuell in der 2. Bundesliga.

Unter allen 56 deutschen Profiklubs kann lediglich Borussia Dortmund mit 13 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage eine bessere Serie vorweisen. Besonders im Merck-Stadion am Böllenfalltor blühen die Lilien auf: Auf dem heimischen Rasen gab es in jeder Partie dieser Saison mindestens einen Punkt. Dieses Kunststück gelang in der 2. Bundesliga bislang nur dem SV Elversberg.

Vorsicht vor Lauterns Negativtrend!

Der 1. FC Kaiserslautern blickt mit gemischten Gefühlen auf die vergangenen elf Zweitliga-Spiele zurück. In diesem Zeitraum gingen die Pfälzer lediglich dreimal als Sieger vom Platz. Aus den letzten fünf Partien sprangen nur fünf Punkte heraus. Deshalb konnte der FCK nicht zu den bestplatzierten Teams aufschließen, befindet sich jedoch weiterhin im oberen Tabellendrittel.

Die Pfälzer verloren zwar zuletzt zuhause gegen die SV Elversberg, konnten sich im Saisonverlauf zuvor jedoch auch gegen direkte Konkurrenten behaupten. So sammelten sie drei Punkte im Hinspiel gegen den Tabellenführer Schalke 04, auch gegen Hannover 96 waren sie erfolgreich. Außerdem sind sie eines von nur zwei Teams, die den Lilien in dieser Saison eine Niederlage zufügen konnten.

Bilanz spricht für den Heimfaktor

Ein Blick auf die Gesamtbilanz beider Mannschaften zeigt zunächst ein klares Bild: Sie ist ausgeglichen. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch ein entscheidender Faktor auf: Beide Teams weisen jeweils an ihrer eigenen Wirkungsstätte eine deutlich bessere Bilanz auf.

Im Fritz-Walter-Stadion konnten die Lilien bislang noch keinen Sieg einfahren. Am Böllenfalltor hingegen schlugen sie den 1. FC Kaiserslautern in sieben Partien gleich viermal und mussten dabei nur eine Niederlage hinnehmen. Zuletzt feierten die Südhessen vor heimischem Publikum gegen die Lauterer einen deutlichen 5:1-Erfolg.

Cool vor dem Tor

Nicht umsonst stehen beide Mannschaften unter den Top-Drei der Liga-Offensiven. Sowohl die Angriffsreihen der Lilien als auch die der „Roten Teufel“ zeigen sich in der laufenden Zweitliga-Saison äußerst effizient und eiskalt vor dem gegnerischen Kasten.

Der FCK kommt mit 35 erzielten Treffern auf die drittmeisten Tore, der SV 98 hat aktuell sogar einen Treffer mehr auf dem Konto. Auch die Expected-Goals-Werte unterstreichen die Offensivstärke: Darmstadt steht bei 33,98, Kaiserslautern bei 29,86, was von den erzielten Treffern überboten wird. Ligaweit am treffsichersten ist bislang die SV Elversberg mit 37 Toren.

Doch wie viele Schüsse aufs Tor benötigen die Pfälzer und die Südhessen, um den Ball im Netz unterzubringen? Im Schnitt nur acht! Das ist gemeinsamer Bestwert der Liga.

Defensive-Stabilität

Was zeichnet gute Mannschaften aus? Sie treffen nicht nur vorne, sondern überzeugen auch durch defensive Stabilität. Nur drei Teams haben weniger Gegentore zugelassen als der SV Darmstadt 98, der bislang 22 Treffer hinnehmen musste. Damit zählen die Lilien zu den defensivstärksten Teams der Liga.

Der FCK kommt auf 27 Gegentore und bewegt sich damit im oberen Tabellenmittelfeld. Auch defensiv gehört Kaiserslautern damit zu den stabileren Mannschaften der Liga,

Vielseitiger FCK

In der Defensive weisen die Pfälzer zwar keinen Wert auf, der für die ganz vorderen Tabellenplätze reicht, dafür überzeugen sie in mehreren anderen Bereichen mit starken Quoten. Läuft es einmal trotz der insgesamt hohen Torausbeute bei einem Stürmer nicht, stechen häufig die Waffen von der Bank zu. Kein anderes Team erzielt mehr Jokertore (9) als der FCK.

Zudem gehören die Lauterer sowohl offensiv als auch defensiv zu den stärksten Mannschaften der Liga in der Luft. Die Pfälzer brachten den Ball siebenmal per Kopf im gegnerischen Netz unter, nur der SC Paderborn war in dieser Kategorie erfolgreicher (10). Gleichzeitig mussten weder Torhüter Julian Krahl noch sein Vertreter Simon Simoni bislang nach einem gegnerischen Kopfball hinter sich greifen.

Auch auf die Konterstärke sollte die Darmstädter Defensive ein Auge haben: Nach Ballgewinnen schalten die Pfälzer im Höchsttempo um. Acht Treffer stehen der Mannschaft von Torsten Lieberknecht nach Kontern zu Buche.

Vertrautheit an der Seitenlinie

Apropos Torsten Lieberknecht: Der 52-jährige Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern stand von 2021 bis 2024 insgesamt drei Jahre an der Seitenlinie der Südhessen. In der Saison 2022/23 gelang ihm mit den Lilien der Aufstieg ins Oberhaus. Im September 2024 gab der gebürtige Pfälzer seinen Rücktritt beim SV 98 bekannt und übernahm im April 2025 die „Roten Teufel“.

Die Bilanz

Spiele

Siege Unentschieden Niederlagen Tore

Heim

7 4 2 1 17:7

Auswärts

7 0 3 4 7:14

Gesamt

14 4 5 5 24:21

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