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07.02.2024 / Profis

„Bin in eine sehr geschlossene Einheit gekommen“

In seinem ersten Interview nach dem Wechsel zu den Lilien spricht Sebastian Polter über seine Teamkollegen, seine ersten Tage in Darmstadt und das Ziel Klassenerhalt. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengestellt.

Sebastian Polter
Foto: SV 98
…über seinen Spitznamen:

Es müssen andere entscheiden, wie sie mich nennen wollen. Meine Eltern nennen mich nach wie vor Sebastian oder Basti, obwohl ich Basti nicht so gerne mag. Bei meinen Teamkollegen ist Polti der gängigste Name. Von daher: Nennt mich gerne Polti (grinst).

…über die ersten Tage in Darmstadt:

Es ging alles sehr schnell. Ich bin extrem glücklich, wieder zurück in der Bundesliga zu sein und Darmstadt helfen zu können, in der Liga zu bleiben. Ich hatte dann am vergangenen Freitag nur eine Trainingseinheit, um mich zu zeigen, damit mich der Trainer mit den Spieltagskader nimmt. Ich war dann sehr glücklich gleich am Wochenende meine ersten Spielminuten bekommen zu haben. Diese Woche geht es weiter: hart arbeiten und schnell alle Leute und Abläufe kennenlernen.

…warum er Feuer und Flamme für die Aufgabe ist:

Diese Attribute, die ich selber verkörpern möchte, gehören in die Bundesliga: Leidenschaft, absoluter Wille, Spiele gewinnen wollen, die Vereinsziele mittragen. Ich habe mich in den letzten Jahren immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Das habe ich genau so auch dem Trainer gesagt: Ich bin Feuer und Flamme. Dabei ist es egal, ob ich von Beginn an spiele oder hinten raus 20 bis 30 Minuten Gas gebe, um mit der Mannschaft Punkte zu sammeln. Denn die brauchen wir.

…darüber, wie er der Mannschaft helfen kann:

Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und will diese an die Mannschaft weitergeben. Dabei sehe ich mich natürlich mit in einer Führungsrolle, bin mittlerweile 32 Jahre alt und habe viele Profispiele – auch im Ausland – auf dem Buckel. Ich möchte jedem aus der Mannschaft helfen, aber auch ich brauche Hilfe von meinen Mannschaftskollegen. Es ist nicht so, dass ich irgendwie der Heilsbringer bin. Ich möchte meine Mitspieler vielmehr stärker machen mit meiner Art und Weise Fußball zu spielen. Zudem will ich natürlich auch mit meiner Präsenz auf dem Platz verbal voran gehen. Ich bin sehr kommunikativ und gehe auf die Leute zu.

...über seinen Leistenbruch und das Jahr 2023:

Ich hatte die Verletzung schon länger und habe mich dazu entschlossen, den Eingriff auf den Winter zu legen. Seit drei Wochen bin ich wieder im Mannschaftstraining, brauche aber natürlich diese gewisse Spielfitness. Die hatte in der Hinrunde nicht so, wie ich sie mir selber vorgestellt habe. Jetzt ist jede Spielminute Gold Wert für mich. Ich will der Mannschaft so schnell wie möglich helfen. Das Jahr 2023 war für mich eher ein negatives, aber ich bin jemand, der das sehr realistisch einschätzen kann. Es gibt im Fußball nicht nur Ups, sondern auch Downs. Ich versuche aus den negativeren Phase, auch positive Dinge zu ziehen, die mich als Person stärker machen. Jetzt greife ich wieder voll an und möchte für die Mannschaft und dem Verein alles geben, was ich habe.

... über das Ziel Klassenerhalt:

Wir glauben an die Chance und die ist da, wenn man die Spielweise von Darmstadt sieht. Die Spiele in der Hinrunde waren nie so, dass man sang- und klanglos verloren. Das macht mir Mut. Wir wollen den Willen entwickeln, Spiele zu ziehen. Dann bin ich fest davon überzeugt, dass wir Punkte sammeln werden. Ich möchte alles dafür tun, dass wir als Mannschaft unsere Ziele erreichen. Nach meiner Ankunft habe ich direkt gemerkt, dass ich in eine sehr homogene und eine sehr entschlossene Einheit gekommen bin. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass jeder den Anspruch hat, Darmstadt über dem Strich zu halten. Da werde ich meinen Teil dazu beitragen.

…über die Trainingswoche und das Gladbach-Spiel:

Jede einzelne Trainingseinheit ist wichtig, damit man am Wochenende die trainierten Abläufe auf den Platz bekommt. Ich versuche, jeden einzelnen und mich selbst zu pushen, damit wir am Wochenende in Gladbach auch erfolgreich sind und Punkte mitnehmen. Ich will Spiele gewinnen. Ich fahre nicht zu Auswärtsspielen, um eine schöne Kaffeefahrt zu haben. Daher werde ich auch am Freitag in den Bus nach Mönchengladbach steigen, weil ich dieses Spiel am Samstag gewinnen möchte. Wir wollen am Ende sagen können, dass wir alles dafür getan haben, diese drei Punkte mitgenommen zu haben.

Das ganze Interview:

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