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16.03.2024 / Profis

„Alles versucht, alles auf dem Platz gelassen“

Die Sensation ist ausgeblieben. Trotz zweier Lilien-Tore unterliegt der SV Darmstadt 98 dem FC Bayern München am Ende mit 2:5 (1:2). Dabei zeigten die Darmstädter eine couragierte und auch leidenschaftliche Leistung, die der brutalen Qualität von Jamal Musiala und Co. jedoch nicht Stand halten konnte. Was sagen die südhessischen Protagonisten zum Duell? Wie ordnen die beiden Cheftrainer die 90 Minuten am Böllenfalltor ein? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.

Foto: SV 98
Torsten Lieberknecht:

„Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben. Die Jungs haben heute eine Teamleistung gezeigt. Natürlich haben sie auch Fehler gemacht, sonst hätten wir das Spiel nicht verloren. Die Niederlage ist aber ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Doch die Münchner haben eine Ausnahmemannschaft und mit Jamal Musiala einen Ausnahmespieler. Wir haben uns heute in viele Schüsse reingeschmissen, was total wichtig war. Nach dem Doppelschlag der Bayern in der ersten Halbzeit hätten wir mit dem Lattentreffer von Oscar Vilhelmsson das 2:2 machen können. Insgesamt hat man im Stadion gemerkt, dass der Zusammenhalt da ist. Wenn wir etwas Großes erreichen möchten, was noch möglich ist, sollten wir weiter dran glauben und als Gemeinschaft in dieser schwierigen Liga und dieser herausfordernden Saison nicht nachlassen.“

Thomas Tuchel:

„Wir sind froh über den Auswärtssieg. Wir haben uns über die gesamte Spielzeit große Torchancen herausspielen können. Daher war es auch verdient, so viele Tore zu schießen. Beim 0:1 und der Darmstädter Chancen im ersten Durchgang waren wir nicht aufmerksam genug. Darmstadt hat schnell in die Doppelspitze gespielt. Wir dagegen war im Ballbesitz ein bisschen zu komfortabel. Manuel Neuer hat uns im Spiel gehalten, einmal war es die Latte. Wir haben aber nicht den Kopf verloren, sondern weiter nach vorne gespielt und uns mit Toren belohnt.“

Tim Skarke:

„Wir standen am Anfang der Partie sehr kompakt. Honsi hatte dann auch eine gute Chance. Hinten haben wir gut verteidigt und uns in alles reingeschmissen. Wir gehen dann mit 1:0 in Führung, weil Honsi mich in seinem Rücken sieht und überragend auf mich ablegt. Er hätte auch selbst abschließen können, doch an diesem Tor hat man den Teamgedanken gesehen. Danach war es schwierig, die Wucht der Bayern zu verteidigen. Doch haben wir vor der Pause noch die Chance zum 2:2. Wir sind drangeblieben und haben nie zurückgesteckt. Am Ende war es dann aber doch die individuelle Klasse der Bayern. Wir haben den Glauben nie verloren und sind als Team aufgetreten. Das muss uns Mut geben. Auch die Fans haben gesehen, dass wir kämpfen und als Team auf dem Platz stehen.“

Fabian Holland:

„Auch in so einem Spiel, speziell zuhause, rechnet man sich im Vorfeld schon etwas aus. Aber wir wussten auch, dass heute nahezu alles funktionieren muss und viele Situationen in unsere Richtung laufen müssen. Das ist leider nicht so eingetreten. Trotzdem haben die Fans gesehen, dass wir alles versucht und alles auf dem Platz gelassen haben. Nach dem 1:0 hat man natürlich noch stärker das Gefühl, dass etwas gehen kann, aber die beiden Tore vor der Pause passieren dann zu schnell. Diese Momente, wie auch unser Lattenschuss vor der Pause, müssen auf unsere Seite fallen, damit wir wirklich etwas hätten holen können. Unsere Fans haben heute einmal mehr ihr Gespür bewiesen, die Momente nach Abpfiff geben uns auch Mut für die kommenden Aufgaben.“ 

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