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28.01.2024 / Profis

„Der letzte Punch hat gefehlt“

Keine Punkte im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde. Die Lilien unterliegen bei Union Berlin knapp mit 0:1. Wir haben alle Stimmen zur Partie im Stadion An der Alten Försterei für Euch zusammengestellt.

SV Darmstadt 98 vs. Union Berlin: Marcel Schuhen und Christoph Zimmermann
Foto: SV 98
Torsten Lieberknecht:

„Glückwunsch an Union Berlin zum Sieg. Es ist ein enttäuschendes Ergebnis und ein enttäuschender Tag für uns. Einige Jungs haben heute nicht auf ihrem besten Level gespielt, man hat eine gewisse Nervosität gespürt. In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften sehr taktisch begegnet. Es gab keine massiven Torchancen auf beiden Seiten. Wir hatten zwar einige gute Abschlüsse, doch hat sich Union im Sechzehner mit jedem Bein dazwischen geschmissen. Insgesamt waren wir aber zu zögerlich, wenn wir uns in Position gebracht haben. So ist es am Ende das denkbar knappe Ergebnis zugunsten von Union Berlin. Wir sind enttäuscht, weil wir einen möglichen Punkt nicht mitgenommen haben. Wir müssen jetzt wieder aufstehen und den Kopf hochhalten.“

Marie-Louise Eta:

„Wir freuen uns über den wichtigen Sieg hier zuhause. Es war das erwartete umkämpfte Spiel mit vielen Duellen und Zweikämpfe im Mittelfeld. Keine Mannschaft wollte zu viel riskieren. Stattdessen war es mehr ein Abtasten. Darmstadt hat es mit dem Ball flexibel gemacht. Wir selbst mussten gegen den Ball schauen, wie wir den Zugriff bekommen. In der ersten Halbzeit hatten wir ein, zwei Möglichkeiten, Darmstadt aber auch. Insgesamt haben wir alles aber sehr gut wegverteidigt. In der zweiten Halbzeit wollten wir mit dem Ball zielstrebiger werden. Die Mannschaft ist mit viel Energie zurück auf den Platz gekommen. Und es lag dann meiner Meinung nach in der Luft, dass wir eher dran sind, das Tor zu machen. Das 1:0 ist ein super ausgespielter Konter. Dementsprechend sind wir glücklich, dass es am Ende so ausging.“

Christoph Zimmermann:

„Wenn man sich die Ergebnisse von Union nach der Winterpause anschaut, haben sie erst ein Gegentor kassiert – 0:0 in Freiburg, 0:1 bei den Bayern. Das ist bei diesen Gegner nicht verkehrt. Wir haben uns heute schwergetan, etwas zu kreieren. Unsere Ansätze und unsere Chancen hätten aber ausreichen müssen, um ein Tor zu machen. Doch hat uns der letzte Punch gefehlt. Es war einiges an Halbchancen dabei, wir konnten aber den letzten Kontakt nie präzise genug setzen. Das ärgert uns natürlich. Insgesamt können und müssen wir noch mutiger nach vorne spielen. Das Spiel hatte natürlich eine gewisse Bedeutung, das hat man uns auch angemerkt. Wir wollten nicht ins offene Messer laufen, was dann aber ein bisschen auf Kosten unserer offensiven Gefahr ging. Das Gegentor nach einem Konter im zweiten Durchgang war dann bitter. Eigentlich steht unsere Restverteidigung gut und wir gewinnen auch den ersten Ball, können aber die zweite Welle von Union nicht abwehren.“

Marcel Schuhen:

„Wir haben heute wenige Chancen herausgespielt, daran hat es gefehlt. Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Union war zwar ein tiefstehender Gegner, aber das war für uns nicht überraschend. Da müssen wir jetzt auch analysieren, wie wir gegen solche Gegner noch bessere Lösungen finden können. Nach dem Rückstand mussten wir natürlich entscheiden, wie viel Risiko wir eingehen. Diese Balance fand ich in Ordnung, wir waren aber nicht zwingend genug.“

Zu den Fans:
„Es ist sensationell, wie viele Fans heute trotz des Bahnstreiks nach Berlin gekommen sind. Es geht nur gemeinsam und das wissen die Leute. Und es ist uns als Team auch sehr wichtig, dass wir diesen Einsatz honorieren.“

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