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30.01.2026 / Profis

„Ein heißes Spiel im kalten Berlin“

Was macht Hertha BSC in dieser 2. Bundesliga so stark? Auf was für ein Spiel dürfen sich die Zuschauer im Berliner Olympiastadion freuen? Und wie steht es um die Stimmung innerhalb der Mannschaft des SV Darmstadt 98? Auf der Pressekonferenz am Freitag (30.1.) beantwortete Lilien-Cheftrainer Florian Kohfeldt genau diese und weitere Fragen. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.

Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC
Foto: SV 98

Personalupdate: Matthias Bader, Bartosz Bialek und Killian Corredor fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig.

… über Hertha BSC:

Hertha ist nach wie vor der absolute Top-Favorit der Liga. Zusammen mit Hannover haben sie den individuell bestbesetzten Kader. Hertha ist mit uns zusammen die formstärkste Mannschaft der Liga mit 19 Punkten aus den letzten zehn Spielen. Natürlich sind sie mit zwei Unentschieden in die Rückrunde gestartet, waren aber zweimal ganz klar die bessere Mannschaft – insbesondere im Heimspiel gegen Schalke. Auch am Ende der zweiten Halbzeit in Karlsruhe waren sie sehr dominant. Es wartet eine Mannschaft mit sehr viel Offensivqualität auf uns. Insgesamt hat ihr Kader eine unfassbare Qualität. Sie haben Spieler in ihren Reihen, die in der 2. Liga eigentlich nichts zu suchen haben – wie Reese, Cuisance oder Kownacki. Im Vergleich zum Hinspiel haben sie mit Seguin zudem einen Rhythmusgeber auf dem Platz. Und Dardai ist der spielstärkste Innenverteidiger der Liga. Gegen den Ball verlieren sie mit dem gelbgesperrten Zefuuik ihren aggressivsten Verteidiger, trotzdem sind sie sehr gut eingespielt und pressen aus einer klaren Systematik heraus.

… zum Auswärtsspiel im Olympiastadion:

Mit Sicherheit können wir uns auf ein Spitzenspiel freuen. Hertha ist ein Gegner, mit dem wir uns sehr intensiv beschäftigt haben und auch mussten. Das werden sie aber auch mit uns gemacht haben. Wir können den Gegner mit unserer Art und Weise vor Probleme stellen. Dementsprechend freue ich mich auf ein Spitzenspiel. Und Spitzenspiele werden in der Regel durch extreme Kleinigkeiten entschieden. Daher sind wir sehr konzentriert und freuen uns auf ein heißes Spiel im kalten Berlin.

… zum Fokus und der Stimmung der Mannschaft:

Die Stimmung in der Mannschaft – und das schätze ich so ein ihr – ist im Grunde genommen so, wie sie schon die ganze Saison über ist. Wir haben uns über den Sieg und die Leistung gegen Nürnberg gefreut. Am Mittwoch haben wir das Nürnberg-Spiel analytisch aufgearbeitet. Und zwar unter dem Aspekt, was wir daraus lernen können. Dann hatten wir Anfang der Woche wirklich extrem gute Trainingseinheiten mit hoher Intensität und sehr viel Schärfe. Der Fokus lag also bei uns sofort wieder auf dem nächsten Spiel. Wir sind selbstbewusst, fokussiert und haben richtig Lust. Das sind ganz allgemein gute Voraussetzungen. Wir konzentrieren uns nur auf Berlin und auf nichts anderes. Wir konzentrieren uns auf unsere Handlungen und darauf, was wir machen wollen und wie wir es machen wollen. Das ist eine wichtige Einstellung. Es geht darum, nie den Kopf zu verlieren, auch wenn man mal ein Gegentor kassiert. Es gilt, bei sich zu bleiben und sich aufs Handeln zu konzentrieren. Und das machen die Jungs.

… zum Personal:

Fabian Holland und Fabian Nürnberger sind beide wieder eine Option für die Startelf. Niklas Schmidt hat am Mittwoch ein sehr intensives Training, was von der Intensität her ungefähr 60 bis 70 Minuten eines Spiel entsprach, problemlos absolviert. Dementsprechend wäre er vom reinen Fitnesslevel sicherlich eine Option von Beginn an für rund 60 Minuten. Wir reden auf den Positionen, auf denen er spielen kann, aber auch über absolute Leistungsträger. Alle, die auf seinen Positionen spielen, sind nochmal diesen einen Prozentpunkt schärfer. Denn sie wissen, dass dort jemand hinzugekommen ist, der das auch ziemlich gut könnte. Für einen Trainer ist das eine Top-Situation.

… zum Transferfenster:

Wir haben in dieser Transferperiode von Anfang an gesagt, dass wir nach dem Abgang von Meldin Dreskovic auf der Position des Innenverteidigers noch jemanden holen möchten – einen Spieler, der für uns ein gewisses Entwicklungspotential hat. Wir sind, so viel kann ich sagen, in unserer Suche ziemlich weit fortgeschritten.

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