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01.11.2025 / Profis

„Haben heute einige Chancen liegengelassen“

Die Lilien blieben zwar auch im sechsten Heimspiel dieser Zweitliga-Saison ungeschlagen, verpassten gegen effektive Arminen aus Bielefeld trotz zahlreicher Torchancen den Dreier. Endstand im Merck-Stadion am Böllenfalltor: 2:2. Wie ordnen die beiden Cheftrainer die Partie ein? Was sagen unsere Defensivspieler Fabian Holland und Sergio Lopez sowie die beiden Cheftrainer zu den 90 Minuten am Bölle? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengetragen.

Foto: SV 98
Florian Kohfeldt:

„Die erste Halbzeit war eine Hälfte, die leistungstechnisch extrem gut war. Sie war aber gerade vom Game-Management nicht gut. Nach der Halbzeit darf es keine Frage mehr geben, wer dieses Spiel gewinnt. Wir hatten zuhauf Torchancen. Zur Pause müssen wir mit mindestens zwei oder eher drei Toren Vorsprung führen. Die Wechsel von Isac Lidberg und Luca Marseiler waren geplant. Es war klar, dass sie nicht länger spielen können. Der Wechsel von Fraser Hornby war dagegen ungeplant. Seine Auswechslung hat die Balance in unserem Spiel wegbrechen lassen. Wir haben die Spielkontrolle abgegeben, ohne aber viel zuzulassen. Wir in der Lage, Bielefeld – die laufstärkste Mannschaft der Liga – auch hintenraus in der Laufleistung zu matchen. Wir hatten dann auch noch unsere Momente und Torchancen, mit denen es möglich gewesen wäre, das Spiel zu gewinnen. Aber wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit gewinnen müssen.“

Michel "Mitch" Kniat:

„In der ersten Halbzeit hatten wir viel Glück. Wir hätten 2:0 oder 3:0 hinten liegen können. Dann haben wir im Laufe der ersten Hälfte auf 4-2-3-1 umgestellt, was aber auch nicht besser funktioniert hat. Weil Darmstadt immer wieder gute Lösungen dagegen hatte. Wir sind nur hinterhergelaufen und haben den Gegner zu Torchancen eingeladen. Dann haben wir es im zweiten Durchgang mit mannorientiertem Angriffspressing probiert. Und ab dem Zeitpunkt wurde es besser, ab dem Zeitpunkt war ich dann auch sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Die erste Halbzeit war nicht unsere, mit der zweiten kann ich sehr gut leben. Wir haben nach der Pause das abgeliefert, was wir immer abliefern: Eine hohe Laufbereitschaft und hohe Intensität. Insgesamt bin ich extrem stolz heute. Es war beeindruckend, was die Jungs gerade läuferisch nach den 120 Minuten im Pokal am Mittwoch abgeliefert haben. Wir können mit dem Punkt leben.“

Fabian Holland:

„In Anbetracht unserer ersten Halbzeit können wir mit dem Punkt nicht so zufrieden sein. Während wir im Schalke-Spiel effizienter waren, haben wir heute einige Chancen liegenlassen. In der ersten Halbzeit hatten wir besseren Zugriff. Hintenraus war es dann ein eher wildes Spiel. Das war nicht unbedingt das, was wir wollten. Beide Mannschaften wussten zum Ende nicht wirklich, ob sie den Punkt mitnehmen oder nochmal aufs Ganze gehen sollen. Ich glaube aber, dass beide Teams das Spiel dennoch gewinnen wollten. Bielefeld ist insgesamt eine Mannschaft, die über 90 Minuten läuft. Da musst du ordentlich dagegenhalten. Man hat schon gemerkt, dass es eine harte Woche war. Aber trotzdem haben wir die Körner, 90 Minuten dagegenzuhalten, auch wenn wir in einigen Aktionen zu unsauber waren. Wir sind mit dem Spiel letztlich nicht so zufrieden. Jetzt heißt es für uns: Dranbleiben, weiterarbeiten!“

Sergio Lopez:

„In der ersten Halbzeit hatten wir gute Momente und waren gut im Ballbesitz. Wir hatten viele Chancen, aus denen wir viele Tore hätten machen können. Doch da waren wir nicht effektiv genug. Insgesamt war es eine gute erste Halbzeit von uns. Sie war sicherlich auch besser als die zweite Hälfte, in der wir richtig kämpfen mussten. Gerade weil wir nach 60 Minuten und nach dieser sehr intensiven Woche ein bisschen die Kraft verloren haben. Natürlich war es ohne Isac und Fraser im zweiten Durchgang nicht leicht. Trotzdem haben wir viele Spieler in der Mannschaft, die es ebenfalls sehr gut machen können.“

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