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08.11.2025 / Profis

„Haben immer an uns geglaubt“

Was für ein turbulentes Spiel, was für ein Jubel in der Nachspielzeit. Der SV Darmstadt 98 kämpfte sich trotz 1:2-Halbzeitrückstand zurück ins Spiel und feierte dank des Last-Minute-Treffers von Hiroki Akiyama (90’+4) den Auswärtssieg bei Hannover 96. Dementsprechend groß war die Freude über das Ergebnis und das Auftreten vor allem im zweiten Durchgang. Wir haben alle Stimmen zu diesem spektakulären Auswärtsdreier des SV 98 für Euch zusammengetragen.

Florian Kohfeldt:

„Ich sitze hier aus verschiedenen Gründen sehr zufrieden. Für mich ist das in Summe ein Unentschieden-Spiel. Deshalb bin ich sehr zufrieden, dass wir kurz vor Schluss das Tor machen konnten. Aber ich bin auch wegen der Leistung zufrieden. Wir haben lange überlegt, wie wir gegen Hannover spielen. In der letzten Saison haben wir mit Magdeburg auch gegen eine Mannschaft von Christian Titz gespielt. Da haben wir entschieden, dass wir sie nicht pressen können. Heute wollten wir aus der eigenen Stärke heraus spielen. Das haben wir in den ersten 15 Minuten gezeigt. Da hatten wir Torchancen und haben dann auch das Tor gemacht.

Danach bekommen wir mit einem Standard das Gegentor, das war sehr unglücklich. Hannover wurde dann stärker und sie hatten auch nach dem 2:1 die Chancen, höher in Führung zu gehen, da müssen wir ehrlich sein. Kurz vor der Halbzeit haben wir uns aber noch einmal berappelt, da hatten wir mit Akyama auch eine Riesenchance mit seinem Schuss ans Lattenkreuz. In der zweiten Halbzeit kamen wir raus und haben sehr gut gespielt. Wir hatten dann mehr Ballbesitz, was gegen eine Mannschaft wie Hannover nicht einfach ist. In den letzten 15 Minuten hat sich ein offener Schlagabtausch entwickelt. Deshalb gehen wir ins Stadion, um so ein Spiel zu sehen. Heute ist es mit dem glücklicheren Ende für uns ausgegangen. Am Ende hatten wir aber auch noch einmal Chancen mit Akyama, schon vor seinem Tor und mit Papelas Schuss an den Innenpfosten oder Hornbys Lattentreffer. Ich bin glücklich mit den drei Punkten und sehr zufrieden mit der Leistung. Ich habe ganz großen Respekt vor Hannover und der Art und Weise wie sie Fußball spielen. Hannover ist eine Top-Mannschaft, bei der wir heute eine Top-Leistung gezeigt haben.“

Christian Titz:

„Nach dem 1:0-Rückstand sind wir in eine Phase gekommen, in der wir richtig viele Hochkaräter hatten und das Spiel bis zur Halbzeit normalerweise entscheiden müssen. Wir können es uns nicht erlauben, regelmäßig zwei oder drei Tore in einem Heimspiel zu bekommen. Dann ist es in der Summe zu hoch. Ich finde auch, dass es ein gutes Spiel war und Darmstadt eine gute Leistung gezeigt hat. Aber wir haben extra so aufgestellt, weil wir die Tiefe absichern wollten. Aber dann bekommen wir das erste Gegentor, indem ein Spieler frei auf unser Tor läuft. Das 2:2 bekommen wir dann direkt wieder in einer Situation, in der wir den Raum aufmachen, obwohl wir in Überzahl waren. Beim dritten Tor war es auch so. Wir verlieren das Spiel dann, weil wir nicht konsequent verteidigt haben. Deswegen muss ich klar sagen, es gibt zwei Seiten. Einmal die Anzahl der Möglichkeiten, aber auch, wie wir verteidigt haben.“ 

 

Kai Klefisch:

„Der Sieg fühlt sich gegen so einen überragenden Gegner unglaublich an. Wir sind überglücklich. Es war ein krasses Spiel – gerade für den neutralen Zuschauer. Es ging rauf und runter. Wir mussten gegen Hannover sehr viel aushalten, sie haben es gut gemacht mit ihren vielen Positionswechseln. Am Ende machen wir das Tor durch einen Konter, das hat uns in den letzten Spielen schon stark gemacht. In der ersten Halbzeit waren wir dagegen noch zu zögerlich in den Zweikämpfen und sind nicht mit der allerletzten Überzeugung in die Duelle gegangen. Dann spielt es Hannover auf engstem Raum natürlich auch sehr gut aus. Doch wir haben immer an uns geglaubt. Die Moral ist unfassbar gewesen, wir haben niemals aufgegeben. Wir haben gegen eine Top-Mannschaft der Liga einen sehr wichtigen Sieg geholt.“

Marcel Schuhen:

“Es war ein absolutes Top-Spiel von beiden Mannschaften – vor allem was die Lösungen mit und gegen den Ball anging. Es war komplex, da haben heute zwei absolute Trainer-Experten gegeneinander gespielt. Das hat Spaß gemacht. Die Art und Weise, wie mutig wir auswärts gespielt haben, hat mir große Freude bereitet. Und ich bin sehr glücklich, dass wir dies auch in ein gutes Ergebnis ummünzen konnten. Hannover hatte gegen Ende der ersten Halbzeit eine extreme Drangphase, in der sie viel investiert haben. Das hat Körner gekostet. Nach der Halbzeit gab es einen Break im Spiel. Wir waren dann wieder spielbestimmend. Unsere Leistung gegen eine richtig gute Mannschaft, die uns alles abverlangt hat, war top. Wenn man so viel Energie reinbringt wie wir, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man gewinnt. Und das eben dann auch mal mit einem Lucky Punch kurz vor Schluss.”

Luca Marseiler (bei SKY):

„Ein Sieg kann sich kaum besser anfühlen. In der Schlussphase war es eine offene Partie, die auf beide Seiten hätte kippen können. Wir sind sehr glücklich über den Lucky-Punch.“ 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel:

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