20.07.2024 / Profis
Im Mammut-Test: Lilien unterliegen Saarbrücken
Der SV 98 hat das Testspiel in Herxheim gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:3 (1:2 nach 45 Minuten, 1:2 nach 90) verloren. Die Gesamtdauer bei 30 Grad betrug dabei 120 Minuten, diese wurden in 45, 45 und 30 Minuten aufgeteilt. Die Begegnung bildete in gewisser Weise den sportlichen Abschluss des Trainingslagers der Lilien, bevor es am Sonntag zurück in Richtung Darmstadt geht.
Bei Temperaturen von 30 Grad entwickelte sich im Stadion der Viktoria aus Herxheim eine extrem kurzweilige Begegnung. Bereits nach wenigen Sekunden verlängerte Luca Marseiler einen Ball per Hacke in den Lauf von Oscar Vilhelmsson, der Schwede scheiterte an Saarbrücken-Keeper Phillip Menzel. Im direkten Gegenzug waren es dann die Saarländer, die gefährlich vor den Kasten kamen und nach einem Foul von Klaus Gjasula an Julian Günther-Schmidt einen Strafstoß erhielten. Angreifer Patrick Schmidt scheitere vom Punkt zunächst an Marcel Schuhen, nutzte aber den Nachschuss für die frühe FCS-Führung (3.)
Der SV 98 zeigte sich davon unbeeindruckt und spielte weiterhin munter nach vorne. Bereits in der 7. Minute wurden die Aktionen der Südhessen mit dem Ausgleich belohnt. Eine Marseiler-Ecke wuchtete Aleksandar Vukotic per Kopf in die Maschen.
In der Folge übernahmen die Lilien die Spielkontrolle und wären durch einem Drehschuss von Fraser Hornby nach einer guten Viertelstunde fast in Führung gegangen, der Abschluss verfehlte die lange Ecke um wenige Zentimeter. Da Menzel auch einen Distanzkracher von Paul Will über die Latte lenken konnte, waren es in der 27. Minute erneut die Saarbrücker, die in Führung gehen konnten. Kapitän Manuel Seitz traf technisch anspruchsvoll per Direktabnahme.
Bis zum Halbzeitpfiff war es insbesondere der sehr agile Marseiler, der immer wieder für Unruhe sorgte und nach 35 Minuten Kai Klefisch bediente, der auch in Menzel seinen Meister fand.
So ging es nach 45 Minuten mit dem knappen Rückstand aus Lilien-Sicht in die Kabine.
Im Vorfeld der Begegnung hatten sich beide Vereine kurzfristig darüber verständigt, im Anschluss an die 90 Minuten noch eine zusätzliche dreißigminütige Trainingseinheit und Wettkampfbedingungen abzuhalten. Die Gesamtspieldauer betrug also 90+30 Minuten, sodass beide Trainer zum Beginn der „2. Halbzeit“ auf Wechsel verzichteten. Die einzige Ausnahme bildete Marvin Mehlem, der für Marseiler in die Partie kam. Das muntere Durchwechseln erfolgte dann nach einer Stunde, beide Teams tauschten den Großteils des Personals aus.
Ingesamt gestaltete sich die Partie nach dem ersten Wiederanpfiff deutlich zurückhaltender als in der rasanten Dreiviertelstunde zu Beginn, Torchancen blieben lange Zeit Magelware. So dauerte es bis zur 74. Minute, ehe Sebastian Vasiliadis mit einem Versuch aus der Distanz Lilien-Keeper Karol Niemczycki prüfte. Bitter aus Sicht der Lilien war die Auswechslung von Matej Maglica, der nach 78. Spielminuten angeschlagen vom Feld musst. Der junge Max Pfister ersetzte den hochgewachsenen Kroaten. Wenig späte wäre Clemens Riedel beinahe der Ausgleich gelungen, sein Versuch wurde in letzter Sekunde geblockt. Kurz vor Ablauf der 90 offiziellen Minuten traf Mohamed Naifi die Oberkante der Latte.
Zur zusätzlichen halben Stunde kamen dann auch Othomane El Idrissi. Nico Baier und Fabio Torsiello für Matthias Bader, Sergio Lopez und Clemens Riedel in die Partie. Da sich Schiedsrichter Nicolas Winter und sein Gespann nach 90 Minuten in den verdienten Feierabend verabschiedeten, wurden die zusätzlichen 30 Minuten von FCS-Zeugwart Rüdiger Schmidt geleitet.
Kai Brünker verpasste zunächst auf Seiten der Saarbrücker einen weiteren Treffer (95.), wenig später schnupperten sowohl Torsiello als auch Stojilkovic am Ausgleich. Die dickste Möglichkeit zum auf das 2:2 besaß Fynn Lakenmacher, der nach 108 Minuten freistehend am Tor vorbeizielt. Besser machte es zwei Minuten darauf der Saarbrücker Chafik Gourichy, der auf 3:1 für die Saarländer erhöhte.
Aufstellung: Schuhen (60., Niemczycki) – Lopez (90. El Idrissi), Marseiler (45. Mehlem, 105. Arania), Hornby (60. Lakenmacher), Klefisch (60. Kempe), Vukotic (60. Zimmermann), Gjasula (C) (60. Maglica, 78. Pfister), Bader (90. Torsiello), Will (60. A. Müller), Vilhelmsson (60. Stojilkovic), Riedel (90. Baier).