Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale spricht Florian Kohfeldt darüber, worauf es gegen Freiburg ankommt, über den Auswärtssupport und seine Freude am Wettbewerb. Am Mittwoch (3.12./18 Uhr) gastiert der SV Darmstadt 98 beim SC Freiburg. Wir haben die wichtigsten Informationen aus der Pressekonferenz vor dem Spiel für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Fraser Hornby fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel aus.
Wir können ziemlich sicher ausschließen, dass Fraser diese Woche noch für uns spielt. Wir haben aber die Hoffnung, dass er vor Weihnachten noch einmal spielen kann. Aber es ist aktuell leider die Jahreszeit für solche Verletzungen und bisher waren wir davon nur wenig betroffen.
Fraser ist einer unserer zentralen Spieler, der auch für unser Defensivverhalten sehr wichtig ist. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir mit Killian Corredor jemanden haben, der die Rolle übernehmen kann. Mit Marco Richter , Yosuke Furukawa und Luca Marseiler haben wir auf der Zehnerposition zudem mehr als genug Alternativen. Deshalb bricht bei uns nicht alles zusammen. Klar ist aber auch, dass ein Spieler wie Fraser, sowohl fußballerisch als auch in seiner Persönlichkeit, nicht leicht zu ersetzen ist. Trotzdem haben wir den Anspruch, das hinzubekommen und fahren deshalb optimistisch nach Freiburg.
Ich finde es super, dass so viele Fans dabei sind. Ich fand den Auswärtssupport auch in Elversberg, in einem insgesamt sehr stimmungsvollen Stadion, schon herausragend. Die Unterstützung werden wir auch morgen Abend brauchen.
Wir müssen ein spezielleres Spiel spielen als in der Liga, weil die individuelle Qualität viel höher ist als bei jedem Zweitligisten. Wir reden über eine Top-8-Bundesligamannschaft, über ein Team, das auch international sehr stabil auftritt. Sie sind Vierter in der Europa League und haben in der jüngeren Vergangenheit eine große Pokalgeschichte. Deshalb müssen wir mutig sein und in den richtigen Momenten das Visier hochklappen. Wir haben mit dem Auswärtsspiel in Bremen aus der vergangenen Pokalsaison eine Analogie, bei der wir es fast geschafft hätten. Und wir sind heute gefestigter als vor einem Jahr. Deshalb rechnen wir uns definitiv Chancen aus und wollen alles probieren, um weiterzukommen. Aber Favorit sind wir natürlich nicht.
Ich hätte nichts dagegen, die Bilanz gegen Freiburg fortzusetzen. Ich kenne einige in Freiburg, mit denen ich eine gemeinsame Vergangenheit habe. Bei jedem Gespräch hatte ich das Gefühl, dass sie sehr große Lust haben, ihre Pokalgeschichte weiterzuschreiben. Deshalb treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide nur ein Ziel haben. Es ergibt keinen Sinn, in ein Pokalspiel zu gehen, nur um gut auszusehen. Wir wollen die bestmögliche Strategie wählen, um unbedingt eine Runde weiterzukommen.
Die Vorbereitung unterscheidet sich nicht wirklich von einem Ligaspiel. Man hat die Verlängerung als zusätzliche Komponente im Kopf, was den Kader und mögliche Wechsel angeht. Aber die taktische Herangehensweise und die Analyse unterscheiden sich nicht.
Vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Schalke haben wir Elfmeterschießen trainiert. Jetzt hatten wir jedoch den kürzestmöglichen Abstand zwischen den Spielen und haben deshalb kein Elfmeterschießen trainiert. Wir machen das aber immer wieder und arbeiten daran, eine verlässliche Anzahl an Schützen zu haben. Deshalb würde uns das keinesfalls unvorbereitet treffen.
Für mich ist der DFB-Pokal der geilste Wettbewerb in Deutschland, weil es kein Danach gibt. Entweder du bist weiter oder raus und ich persönlich liebe das. Der Pokal schreibt Geschichten, die in einem Ligaspiel nicht entstehen. Darauf hoffen wir auch am Mittwoch. Wir wollen eine mentale Ausgangslage schaffen, durch die Freiburg auf einmal etwas zu verlieren hat und nicht mehr in Ruhe weiterspielen kann. Das sind genau die Geschichten, die dann entstehen.
Für einen Verein ist das ein unglaublich toller Weg, um Erlebnisse zu schaffen, gerade im Zusammenhang mit den Fans. Das sind Dinge, die bleiben. Das hast du bei einem Ligaspiel nicht so häufig. Das ist ein wunderbarer Wettbewerb. Wir sind im Leistungssport für den Wettbewerb, weil du dich vergleichen willst. Im Pokal gibt es dieses eine Spiel und danach ist klar, wie der Wettbewerb ausgegangen ist.