Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
An jenem Frühlingstag Mitte der 1950er Jahre füllte sich das Karlsruher Stadion lange vor dem Anpfiff. Menschen strömten durch die Eingänge, eingehüllt in Blau und Weiß, voller Erwartung auf das, was kommen sollte.
Die Saison 1955/56 sollte für den KSC eine ganz besondere werden. Denn diese Spielzeit wurde zur erfolgreichsten der Vereinsgeschichte: Der Karlsruher SC krönte sich zum Süddeutschen Meister, erreichte die Deutsche Vizemeisterschaft und holte erneut den Deutschen Pokal. Es war eine Phase, in der sich der Verein im oberen Bereich der Oberliga Süd etablierte. Die konstant guten Platzierungen sorgten schließlich dafür, dass der KSC 1963 zu den Gründungsmitgliedern der neuen Fußball-Bundesliga gehörte. Ein historischer Schritt – Karlsruhe war von Anfang an dabei, als eine neue Ära des deutschen Fußballs begann.
Die erste Bundesliga-Saison 1963/64 endete mit einem 13. Platz. Doch nur ein Jahr später stand der Verein am Rand des Abstiegs. Als Vorletzter wäre der Gang in die Zweitklassigkeit unvermeidlich gewesen – hätte man die Liga nicht auf 18 Mannschaften aufgestockt. Doch die Erleichterung sollte nicht ewig halten. Nach der Saison 1967/68 traf den KSC das Schicksal, dem er drei Jahre zuvor noch entgangen war: Als Tabellenletzter stieg der Verein ab. Zum ersten Mal seit der Fusion von 1952 spielte Karlsruhe nicht mehr in der höchsten deutschen Spielklasse.
Heute steht der KSC auf einem Fundament, das aus diesen Höhen und Tiefen gewachsen ist. Der Verein hat sich als feste Größe in der 2. Bundesliga etabliert und steht aktuell mit 21 Punkten auf dem 8. Platz. Wir haben den KSC im Gegnercheck genauer unter die Lupe genommen..
| Top-Torjäger | Top-Vorlagengeber |
| Fabian Schleusener – 9 Tore | David Herold – 5 Assists |
| Lilian Egloff – 5 Tore | Marvin Wanitzek – 3 Assists |
| Marvin Wanitzek – 4 Tore | Fabian Schleusener- 2 Assists |
| Roko Simic – 3 Tore | Andreas Müller – 2 Assists |
| Marcel Beifus – 2 Tor | Christoph Kobald – 2 Assists |
Christian Eichner
Cheftrainer beim Karlsruher SCDer Karlsruher SC zeigt sich in dieser Saison besonders stark in der Luft. Fünf Tore erzielte das Team von Christian Eichner per Kopf. Damit ist der KSC die zweitkopfballstärkste Mannschaft der Liga und wird nur vom SC Paderborn übertroffen. Der Verein überzeugt jedoch nicht nur bei der Torverwertung, sondern auch in der Torvorbereitung. Insgesamt sind 34 Torschüsse durch eine Kopfballvorlage entstanden – damit steht der KSC auf dem fünften Platz der Ligastatistik.
Rafael Pinto Pedrosa sitzt nach einem intensiven Training entspannt auf der Bank, die Schultern noch warm vom Abschlussspiel, die Schuhe voller Rasenreste. Vor ihm steht eine große Portion dampfender Pommes – golden und knusprig. Mit einem breiten, ehrlichen Grinsen erzählt er gegenüber „MeinKarlsruhe“, wie sehr er diese kleine Belohnung genießt: „Wenn ich bei den Spielen meines Bruders zuschaue oder nach meinen eigenen Spielen – da tun Pommes einfach gut, vor allem wenn man ein gutes Spiel gemacht und gewonnen hat.“ In diesem Moment wirkt er nicht wie ein angehender Profifußballer, sondern wie ein ganz normaler 18-Jähriger, der sich über die einfachen, schönen Dinge des Lebens freut. Und genau das macht ihn so sympathisch: Hinter dem fokussierten Athleten steckt ein bodenständiger junger Mann, der es schafft, die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit nicht an sich heranzulassen.
Rafael wurde 2007 in Pforzheim geboren – mitten in eine Familie hinein, in der Sport und besonders Fußball längst mehr war als nur ein Hobby. Seine ersten Schritte im Vereinsfußball machte er schließlich beim SV Kickers Pforzheim. Dort fiel er früh durch seine außergewöhnliche Technik, seine Spielfreude und seine beeindruckende Übersicht auf. Die Bälle schienen an seinen Füßen zu kleben, seine Bewegungen wirkten instinktiv, fast selbstverständlich.
2017 kam der Moment, der seinen Weg entscheidend prägen sollte: der Wechsel in die Jugendabteilung des Karlsruher SC. In einem professionelleren Umfeld, mit strukturiertem Training und starker individueller Förderung, startete er richtig durch. Er durchlief konsequent alle Altersklassen – von der U15 über die U17 bis hin zur U19. Schon in jungen Jahren sammelte er wertvolle Erfahrungen, in denen körperliche Robustheit, taktische Disziplin und Durchsetzungsfähigkeit gefragt waren. Schritt für Schritt entwickelte er sich weiter: wurde athletischer, reifer in seinen Entscheidungen und stabiler in seinen Leistungen.
Im Sommer 2024 folgte dann der hart erarbeitete Meilenstein: die Berufung in den Profikader des KSC. 2025 schließlich unterschrieb Rafael einen langfristigen Vertrag. Ein klares Zeichen dafür, dass der Verein großes Vertrauen in ihn setzt.