Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Der kommende Gegner. Die Variabilität des SV 98 sowie der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. Und der Fokus der Spieler. Genau darüber sprach Florian Kohfeldt am Freitag (12.12.) auf der Pressekonferenz vor dem Zweitliga-Duell am Sonntag (14.12./13.30 Uhr) mit dem SC Preußen Münster. Wir haben die wichtigsten Aussagen des Lilien-Cheftrainers für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Fraser Hornby wird auch gegen Münster ausfallen. Das Spiel gegen Paderborn sei bei ihm im Bereich des Möglichen, sagte Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Freitag (12.12.). Alle anderen Spieler stehen nach aktuellem Stand zur Verfügung.
Preußen Münster ist ein spannender Gegner. Ich habe großen Respekt vor ihnen – vor allem vor ihrem Wandel. In der letzten Saison haben sie den klassischen Fußball gespielt – tiefes Verteidigen, lange Bälle. Sie haben sich über Zweikämpfe und Standards definiert. Jetzt sind sie zu den Top-3-Ballbesitzmannschaften der 2. Liga geworden. Sie sind in puncto Ballbesitz auf dem dritten Platz, das ist nach 15 Spielen eine Aussage. Wir sind einen Platz hinter ihnen. Münster versucht, sich sehr stark sich über Ballbesitz zu definieren. Sie haben viele Spieler in Ballnähe und versuchen, damit Überzahl zu schaffen und den Gegner zu locken. Diese Mannschaft will Fußball spielen und tut dies auch Woche für Woche – egal, gegen wen. Insbesondere das 2:2 gegen Hannover sollte uns Warnung genug sein. Sie sind in der Lage, gegen jeden Gegner Punkte zu holen. Wir dürfen uns am Sonntag auf zwei Mannschaften mit einem aktiven Ansatz freuen. Ich habe Hoffnung auf ein attraktives Fußballspiel.
Fraser Hornby ist ein unglaublich wichtiger Spieler. Zur Entwicklung und Stabilität der Mannschaft gehört, dass wir uns offensiv auch Lösungen ohne Fraser erarbeiten können. Isac Lidberg ist natürlich weiterhin ein Fixpunkt. Er hat ein ganz klares Profil, hält die letzte Linie und ist immer in der Lage, in der Box da zu sein. Wir reden zurecht viel über die beiden Jungs. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir mit den verschiedensten Spielertypen breit und variabel aufgestellt sind. Wir haben uns eine gewisse Variabilität über die letzten gut anderthalb Jahre erarbeitet. Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass wir als Mannschaft in der Lage sind, Lösungen den Stärken der Spieler entsprechend entwickeln zu können. Natürlich spielen wir ohne Fraser ein bisschen anders. Das heißt aber nicht, dass wir weniger attraktiv spielen. In der 2. Bundesliga gibt es kaum eine Mannschaft, die für attraktiven Fußball steht wie Darmstadt 98 – vielleicht noch Hannover und Elverserg. Wir sind die Mannschaft mit den zweitmeisten Torchancen der Liga. Wir haben mehr als bewiesen, dass wir in wechselnden Besetzungen attraktiven und offensiven Fußball spielen können.
Ich muss keinen Spieler ermahnen, den Fokus zu haben – aus verschiedenen Gründen. Erstens: Münster steht für sich. Wir gucken alle 2. Liga. Und Preußen Münster hat alle beeindruckt in diesem Jahr. Sie machen etwas Spezielles und haben viele Punkte geholt. 19 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt sind nicht wenig. Zweitens: Meine Mannschaft ist fokussiert, lässt sich nicht ablenken und will gewinnen. Für mich geht es nicht darum, den Fokus zu schärfen, sondern darum, in diesem Fokus gute Lösungen zu erarbeiten.
Matthias Bader hat die letzten Wochen gezeigt, dass er in diesem Konkurrenzkampf da ist. Sergio Lopez hat sich über die letzten anderthalb Jahre das Vertrauen verdient. Ich kann über den Fußballer Sergio Lopez ins Schwärmen geraten – insbesondere offensiv, aber auch über seine defensive Entwicklung. Ja, er hat gegen den KSC einen Bock drin gehabt. Und natürlich war er nach seiner Auswechslung gegen den KSC sauer und emotional. Doch er war der erste, der sich am Tag danach vor die Mannschaft gestellt und entschuldigt hat. Das zeigt den überragenden Menschen Sergio Lopez.