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03.05.2026 / Profis

„Müssen im ersten Durchgang in Führung gehen“

Bitteres Ende in Karlsruhe: Nach 90 kurzweiligen Minuten, in denen beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchten, müssen sich die Lilien knapp geschlagen geben. 1:2 heißt es nach einem späten Treffer der Hausherren, nachdem Isac Lidberg seine Farben zwischenzeitlich zum Ausgleich geschossen hatte. Nach dem Spiel ärgerten sich die Protagonisten vor allem über die ausgelassenen Chancen im ersten Durchgang.

Foto: SV 98
Florian Kohfeldt:

„Glückwunsch an den KSC zum Heimsieg. Wir haben ein unfassbar gutes Spiel gemacht, gemessen an dem, was heute möglich war. Wir haben mit fünf Spielern auf positionsfremden Positionen starten müssen, nachdem Matej Maglica und Sergio Lopez im gestrigen Abschlusstraining ausgefallen sind. Wir haben mit einer Dreierkette spielen müssen, die so noch nicht miteinander gespielt hat und vor allem mit zwei Jungs in Fabian Holland und Kai Klefisch, die eigentlich nicht auf diesen Positionen spielen. An Fabi gilt mein Sonderlob, der das top gemacht hat als linker Innenverteidiger. Wir spielen eine super erste Hälfte, mit guter Struktur im Ball, spielen uns Torchancen heraus und haben Spielkontrolle. Wir müssen in Führung gehen mit den beiden Chancen von Marco Richter und Hiroki Akiyama. In der zweiten Halbzeit kommt der KSC stärker aus der Pause und wir lassen auch etwas nach. Auch nach dem Rückstand haben wir eine unfassbar gute Moral gezeigt. Am Ende ist es natürlich sehr bitter, dann durch so eine Situation hinten raus zu verlieren. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, auch wenn das den Schmerz heute nicht lindert. Natürlich sind wir darüber enttäuscht, dass wir nun auch rechnerisch nicht mehr an die ersten drei Plätze kommen können. Wir haben zur falschen Phase der Saison Punkte liegen gelassen. Das hat vielschichtige Gründe, die wir in der Sommerpause aufarbeiten werden. Wir werden alles dafür geben, mit positiven Ergebnissen aus der Saison zu gehen. Denn das haben sich die Fans, der Verein und wir uns verdient.“

Christian Eichner:

„Wenn ich all die Ausfälle der Darmstädter Mannschaft aufzähle und dann dennoch auf dem Feld sehe, wie viel Spielverständnis und Intelligenz sie agieren, dann ist das schon beeindruckend. Die haben so viel Bock auf Fußball und machen so viel auf dem Platz richtig. Darmstadt hat die erste Halbzeit dominiert und muss in Führung gehen. Wir wurden am Leben gelassen und haben dann in der Pause ein, zwei Sachen angesprochen. Wir waren in den letzten Wochen schon lange dran an Zählbarem, aber die Mannschaft ist unfassbar fleißig und heute haben wir die Aktionen endlich mal zu Ende gespielt. Wir mögen es, wenn das Spiel etwas wilder wird. Deswegen macht es mich stolz, dass wir das Spiel heute gezogen haben. Kompliment an Euer Team, Flo: Es ist ein Genuss, euch zuzusehen, ihr habt eine tolle Basis gelegt.“

Kai Klefisch:

„Es fühlt sich scheiße an. Wir haben wieder nicht unsere Power auf den Platz bringen können. Natürlich kann man darüber reden, wer heute alles gefehlt hat. Aber diese Ausreden lasse ich gar nicht zu. Wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel, waren gut in den Räumen. Ab und zu hatten wir in manchen Momenten den Ball zu lange gehalten, dort hätten wir den Ball schneller laufen lassen müssen. Diese Räume hat uns der KSC geboten, aber wir haben es nicht ausnutzen können. Vorne fehlt uns vielleicht im Moment etwas die Überzeugung, die Dinger reinzumachen. Trotzdem muss ich sagen, wir haben alles gegeben. Jedem sieht man an, wie platt er ist und dass er sich überall reingeworfen hat. Aber es hat heute einfach wieder nicht gereicht, es ist ein Sinnbild der letzten Wochen. Wir haben aber noch zwei Spiele, dort gilt es: ‚alles raushauen was geht‘.

Raoul Petretta:

„In der ersten Halbzeit müssen wir klar in Führung gehen, denn dann geht das Spiel auch in eine andere Richtung. Effizienter werden und weitermachen, so simpel ist es. Im zweiten Abschnitt hatten wir etwas weniger Kontrolle, aber dass wir in den ersten 45 Minuten nicht in Führung gegangen sind, ist ärgerlich. Unabhängig von der Tabelle: Unser Job war es, drei Punkte zu holen und das haben wir nicht gemacht. Klar hatten wir einige Ausfälle, aber die möchte ich nicht als Ausrede heranziehen. Die, die da sind, waren auf dem Niveau, sonst würden sie nicht bei Darmstadt 98 spielen. Wir hätten auch mit der heutigen Elf gewinnen können, deswegen ist es umso ärgerlicher.“

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