Hojae Lee hat seine ersten Wochen in Darmstadt vor allem dazu genutzt, in seiner neuen Umgebung anzukommen. Dabei ging es für den Südkoreaner nicht nur darum, sich an eine neue Mannschaft zu gewöhnen, sondern auch an ein neues Land und eine andere Fußballkultur. Seine Teamkollegen hätten ihm den Start dabei sehr erleichtert, erzählt Lee in seiner Medienrunde.
Ganz unbekannt war ihm Darmstadt vor seinem Wechsel allerdings nicht. Im Vorfeld hatte Lee mit Seung-ho Paik gesprochen, der von 2019 bis 2021 für die Lilien auflief. Sein Landsmann habe ihm den SV 98 als guten Ort zum Fußballspielen beschrieben und ihm für seine Zeit in Darmstadt viel Glück gewünscht.
Für Lee selbst war der Schritt nach Deutschland vor allem eine sportliche Entscheidung. Er wollte auf einem höheren Niveau spielen, sich weiterentwickeln und seiner Karriere damit einen neuen Impuls geben. Einen Unterschied zu seiner bisherigen Zeit in der K League hat der Angreifer schnell festgestellt: „Ich denke, die Geschwindigkeit des Spiels ist der größte Unterschied.“ Auch die körperliche Intensität des deutschen Fußballs habe ihn beeindruckt. Genau dort sieht Lee zugleich eine seiner eigenen Stärken.
Eine besondere Rolle auf Lees bisherigem Weg spielt sein Vater, der selbst Fußballer war und inzwischen als Trainer arbeitet. Über viele Jahre habe er seinem Sohn dabei geholfen, sich in neuen Mannschaften zurechtzufinden und an unterschiedliche Spielweisen anzupassen. Entsprechend groß war auch seine Freude über den Wechsel nach Deutschland. „Es war auch sein Traum, einmal im Ausland zu spielen. Er hat es nicht geschafft, aber als sein Sohn habe ich es geschafft.“
Nun geht es für Lee darum, sich Schritt für Schritt weiter einzuleben. Auch beim Deutschlernen hat er bereits die ersten Versuche unternommen – einfach sei die Sprache allerdings nicht, räumt er ein. Unterstützung bekam er zwischenzeitlich auch von seiner Mutter, die einige Wochen nach ihm nach Darmstadt kam und ihm beim Einzug half.
Kulinarisch hat Lee derweil schon einen persönlichen Favoriten gefunden. Neben Schweinshaxe hat er auch Schnitzel probiert.
„Ich liebe Schnitzel mit Pilzsoße.“