In der Nähe von Zürich auf einem Fußballplatz am Greifensee. Genau dort duellierte sich im Jahr 2005 im Training zwei Zwillingsbrüder. Ihre Namen? Jan und Nico Elvedi. Während Nico bereits seit elf Jahren für die Fohlen-Elf aus Mönchengladbach aufläuft, sammelte Bruder Jan in seiner Karriere doch so manche Station. Trotz der verschiedenen Karrierewege betont Jan Elvedi immer wieder die enge Verbundenheit zu seinem Zwillingsbruder. So auch in einem Interview mit der Zeitschrift „Blick“: „Wir haben früher immer zusammengespielt. Zuerst kam für mich Nico, dann kamen meine Kollegen.“
In der Züricher Jugend startete seine Laufbahn, in der Schweiz spielte er zudem für Winterthur sowie Cham, Wohlen und Kriens. Vor sechs Jahren – genauer gesagt im Sommer 2020 – fasste der 29-Jährige zum ersten Mal in Deutschland Fuß. Bei Jahn Regensburg und Kaiserslautern verbrachte er jeweils drei Jahre, bevor ihn im Winter 2026 eine Leihe nach Fürth brachte. Seine Heimat auf dem Platz hat der Schweizer, genau wie auch sein Bruder, in der Innenverteidigung. Beide wünschen sich jedes Jahr aufs Neue, einmal im Pokal gegeneinander zu spielen. Fast wäre das 2024 sogar geschehen. Doch im Halbfinale wartete nicht das Zwillingsduell auf Jan, sondern Saarbrücken, die vorher die Gladbacher rausgekegelt hatten. Der Pokal-Run der Saarbrückener endete dann aber gegen Kaiserslautern – und Jan Elvedi schaffte damit das, was seinem Bruder bis dato noch nie gelang: Die Teilnahme am DFB-Pokalfinale in Berlin.
Von Pokalträumen ist das Kleeblatt aktuell weit entfernt, doch Spannung ist trotzdem maximal vorhanden. Im Abstiegskampf geht es um jeden Zähler – nur gut, dass Elvedi eine Sofort-Verstärkung ist. Im Schnitt kassierte Greuther Fürth vor seiner Ankunft 2,4 Gegentreffer pro Spiel, mit Elvedi sind es nur noch 1,5. Acht seiner zehn Partien im grün-weißen Trikot absolvierte er über die volle Spielzeit. So auch am Sonntag (19.4./13.30 Uhr) gegen die Lilien?