Widget
16.04.2026 / Profis

SpVgg Greuther Fürth im Gegnercheck

Es war der sechste Spieltag in der Saison 2017/18, an einem Schönwetter-Sonntag im September stand die Partie zwischen der SpVgg Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf auf dem Spielplan in der zweiten Liga. Damals mit Florian Neuhaus, Friedhelm Funkel und Serdar Dursun auf oder neben dem Platz endete das Duell mit 3:1 für Fürth – auch dank eines Doppelpacks von Dursun. Auf den ersten Blick wohl ein normaler Zweitliga-Sieg. Doch historisch bedeutend und unvergessen für alle Fürther.

Die Fürth-Spieler bejubeln eien Treffer im Spiel gegen den KSC
Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Denn seit diesem Spieltag in der Saison 2017/18 grüßt die Mannschaft aus dem Sportpark Ronhof von der Tabellenspitze der Ewigen Zweitliga-Tabelle – und das schon fast neun Jahre lang. 1827 Punkte stehen auf dem Konto des Kleeblatts, samt ganzen 137 Zählern Abstand zu den zweitplatzierten St. Paulianern. 495 Siege, 342 Unentschieden und 420 Niederlagen in 1257 Zweitligapartien! Viele Zahlen und jede für sich ein Rekord. So auch die Torstatistiken: 1856 erzielte und 1653 kassierte Tore. Kein anderes Team konnte in der Geschichte der zweiten Liga mehr sammeln.

Doch wie läuft es aktuell? Wir blicken drauf.

Formkurve

Im Gegensatz zur Ewigen Tabelle rangieren die Fürther in dieser Saison vor dem 30. Spieltag auf Platz 17 und liegen damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Doch bekanntermaßen ist die Liga nicht nur oben, sondern auch in der unteren Tabellenhälfte sehr eng beieinander. Nur gerade einmal sechs Punkte trennen das Kleeblatt von Platz zehn. Hinzukommt, dass die Fürther aktuell punktgleich mit den Mannschaften auf dem rettenden Ufer sind. Die letzten fünf Duelle begannen verheißungsvoll für Greuther Fürth, Siege gegen Hannover und Elversberg haben ihnen im Kampf um den Klassenerhalt frischen Wind gegeben. Mit insgesamt sieben Punkten aus den letzten fünf Partien müssen sich die Fürther keinesfalls verstecken.

Gegnerische Mannschaft Endergebnis Punkteausbeute
Preussen Münster (A) 0:0 1
SC Paderborn (H) 0:2 0
Karlsruher SC (A) 3:1 0
SV 07 Elversberg (H) 2:0 3
Hannover 96 (A) 1:2 3

TOP SCORER - 2. Bundesliga

Top-Torjäger Top-Vorlagengeber
Noel Futkeu – 12 Tore Felix Klaus – 7 Assists
Felix Klaus – 7 Tore Branimir Hrgota – 7 Assists
Branimir Hrgota – 4 Tore Noel Futkeu – 5 Assists
Dennis Srbeny – 3 Tore Dennis Srbeny – 2 Assists
Jannik Dehm – 2 Tore Aaron Keller – 2 Assists

 

Der Trainer

Heiko Vogel

Heiko Vogel

Cheftrainer von Greuther Fürth
  • Geburtsdatum (Alter): 21.11.1975 (50)
  • Geburtsort: Bad Dürkheim
  • Nationalität: Deutsch
  • Im Amt seit: Dezember 2025
  • Vorherige Trainerstationen: FC Basel, Borussia Mönchengladbach II, KFC Uerdingen, Sturm Graz

Prunkstück

Tatbestand: Ballverlust. Urteil: Gegentor. So würde die Entscheidung ausfallen, wenn der Richter aus Fürth kommt. Mit gnadenloser Härte nutzt das Kleeblatt die Ballverluste der gegnerischen Mannschaft aus. Bereits elfmal sorgte ein Ballgewinn aus der Sicht der Fürther für einen Treffer – nur Elversberg traf öfter. Große Vorsicht ist also für die Lilien geboten, sodass es gegen die Vogel-Elf nicht heißt: Ballverlust = Gegentor.

All Eyes on ...

In der Nähe von Zürich auf einem Fußballplatz am Greifensee. Genau dort duellierte sich im Jahr 2005 im Training zwei Zwillingsbrüder. Ihre Namen? Jan und Nico Elvedi. Während Nico bereits seit elf Jahren für die Fohlen-Elf aus Mönchengladbach aufläuft, sammelte Bruder Jan in seiner Karriere doch so manche Station. Trotz der verschiedenen Karrierewege betont Jan Elvedi immer wieder die enge Verbundenheit zu seinem Zwillingsbruder. So auch in einem Interview mit der Zeitschrift „Blick“: „Wir haben früher immer zusammengespielt. Zuerst kam für mich Nico, dann kamen meine Kollegen.“

In der Züricher Jugend startete seine Laufbahn, in der Schweiz spielte er zudem für Winterthur sowie Cham, Wohlen und Kriens. Vor sechs Jahren – genauer gesagt im Sommer 2020 – fasste der 29-Jährige zum ersten Mal in Deutschland Fuß. Bei Jahn Regensburg und Kaiserslautern verbrachte er jeweils drei Jahre, bevor ihn im Winter 2026 eine Leihe nach Fürth brachte. Seine Heimat auf dem Platz hat der Schweizer, genau wie auch sein Bruder, in der Innenverteidigung. Beide wünschen sich jedes Jahr aufs Neue, einmal im Pokal gegeneinander zu spielen. Fast wäre das 2024 sogar geschehen. Doch im Halbfinale wartete nicht das Zwillingsduell auf Jan, sondern Saarbrücken, die vorher die Gladbacher rausgekegelt hatten. Der Pokal-Run der Saarbrückener endete dann aber gegen Kaiserslautern – und Jan Elvedi schaffte damit das, was seinem Bruder bis dato noch nie gelang: Die Teilnahme am DFB-Pokalfinale in Berlin.

Von Pokalträumen ist das Kleeblatt aktuell weit entfernt, doch Spannung ist trotzdem maximal vorhanden. Im Abstiegskampf geht es um jeden Zähler – nur gut, dass Elvedi eine Sofort-Verstärkung ist. Im Schnitt kassierte Greuther Fürth vor seiner Ankunft 2,4 Gegentreffer pro Spiel, mit Elvedi sind es nur noch 1,5. Acht seiner zehn Partien im grün-weißen Trikot absolvierte er über die volle Spielzeit. So auch am Sonntag (19.4./13.30 Uhr) gegen die Lilien?

Jan Elvedi beim Duell gegen Karlsruhe
Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Blick in die SGF-Vitrine

  • Deutscher Meister: 1928/29, 1925/26, 1913/14
  • Deutscher Zweitligameister: 11/12
  • Süddeutscher Pokalsieger: 1926/27, 1925/26, 1924/25, 1922/23, 1917/18
  • Intertoto-Cup-Sieger: 69/70

Ähnliche Artikel

Alle anzeigen
Auftakt im Odenwald, Trainingslager erneut im Allgäu
03.06.2026

Auftakt im Odenwald, Trainingslager erneut im Allgäu

Die ersten Termine des SV 98 für die Vorbereitung auf die Zweitliga-Spielzeit 2026/27 stehen fest: Am 25. Juni kehrt die Profimannschaft an das Merck-Stadion am Böllenfalltor zurück, um verschiedene medizinische Tests und Leistungsdiagnostiken zu durchlaufen. Das erste Mannschaftstraining findet am 27. Juni im Odenwald statt.

Hornby wechselt nach Wolfsburg
01.06.2026

Hornby wechselt nach Wolfsburg

Nach drei Jahren endet die Zeit von Fraser Hornby bei den Lilien. Der schottische Offensivspieler wechselt zum VfL Wolfsburg. Über die Ablösemodalitäten haben beide Klubs Stillschweigen vereinbart.

„Das macht mich sehr glücklich und stolz“
31.05.2026

„Das macht mich sehr glücklich und stolz“

Barcelona, Spanien. Eine Weltstadt direkt am Mittelmeer. Über 1,7 Millionen Menschen leben hier. Und einer davon ist Clemens Riedel. Der 22-jährige ehemalige Darmstädter wechselte im vergangenen Sommer vom SV 98 zu Espanyol Barcelona – von der Junglilie zum Profi in der ersten spanischen Liga also. Wir haben mit Riedel über sein erstes Jahr in Barcelona, die zurückliegende Saison und seinen immer noch engen Draht nach Darmstadt gesprochen.

Nürnberger bleibt in Darmstadt
29.05.2026

Nürnberger bleibt in Darmstadt

Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.

Kaufoption gezogen: Dettoni bleibt eine Lilie
28.05.2026

Kaufoption gezogen: Dettoni bleibt eine Lilie

Grayson Dettoni wird auch zukünftig das Trikot des SV 98 tragen. Die Lilien haben die Kaufoption für den bislang vom FC Bayern München ausgeliehenen Verteidiger gezogen.

Profiverträge für Herbst und Merx
21.05.2026

Profiverträge für Herbst und Merx

Der SV 98 hat Milian Herbst und Manolo Merx mit Profiverträgen ausgestattet. Die beiden Nachwuchsspieler werden damit in der kommenden Saison dem Profikader der Lilien angehören.

Will und Co.: So lief die Rückrunde der Lilien-Leihspieler
21.05.2026

Will und Co.: So lief die Rückrunde der Lilien-Leihspieler

Zwischen Klassenerhalt, Abstiegskampf und Saisonabschluss ging es für die Leihspieler des SV Darmstadt 98 in der Rückrunde um einiges. Während Paul Will mit der SpVgg Greuther Fürth noch um den Ligaverbleib kämpft, haben Leon Klassen (Grazer AK), Meldin Dreskovic (Nyíregyháza Spartacus FC), Fabio Torsiello (Alemannia Aachen) und Othmane El Idrissi (Viktoria Aschaffenburg) ihre Spielzeiten bereits beendet. Wir schauen auf die vergangenen Wochen der Leihspieler der Lilien.

Lange Pause für Papela
21.05.2026

Lange Pause für Papela

Merveille Papela hat sich beim Auswärtsspiel der Lilien in Karlsruhe (03.05.) eine Meniskusverletzung zugezogen. Das ergaben die Untersuchungen in den vergangenen Wochen. Der 25-Jährige wurde bereits erfolgreich operiert. Papela wird dem SV 98 damit in den kommenden Monaten nicht zur Verfügung stehen.

Dreiviertelmehrheit
20.05.2026

Dreiviertelmehrheit

Mit dem Heimspiel des SV 98 gegen den SC Paderborn endete die Spielzeit 2025/26 für die Lilien. Eine Saison, die mit Blick auf die Endplatzierung, die Punktzahl und viele Momente weiterhin das Prädikat „bemerkenswert gut“ verdient. Betrachtet man die komplette Wegstrecke des Jahres aus der Vogelperspektive, so fällt das Fazit für den Großteil absolut positiv aus. Dennoch gehören selbstverständlich auch die abschließenden Wochen der Runde, die sich durchaus beschwerlich gestalteten, zum gesamten Resümee. Wir blicken in unserer Saisonanalyse noch einmal zurück.

„Ich spüre eine Riesen Wertschätzung“
17.05.2026

„Ich spüre eine Riesen Wertschätzung“

Trotz einer aufopferungsvollen Leistung mit einigen Chancen unterliegt der SV Darmstadt 98 dem SC Paderborn mit 0:2. Die Lilien beenden diese Saison dennoch auf dem fünften Tabellenplatz. Im Vordergrund dieser Partie stand auf Seiten der 98er aber die Verabschiedung einer Vereinslegende - Fabian Holland. Was sagen die Trainer und Spieler zum heutigen Nachmittag? Wir haben die Stimmen zum Spiel zusammengetragen.

Nichts Zählbares zum Saisonende
17.05.2026

Nichts Zählbares zum Saisonende

Viel probiert, aber der Treffer wollte einfach nicht fallen: Mit 0:2 (0:1) unterliegen die Lilien dem SC Paderborn. Damit beendet der SV 98 die Spielzeit 2025/26 mit 52 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Fabian Holland stand bei seiner letzten Partie mit der Lilie auf der Brust 69 Minuten lang auf dem Feld.

Holland startet als Lilien-Kapitän
17.05.2026

Holland startet als Lilien-Kapitän

Das letzte Heimspiel der Saison 2025/26 – und ein ganz besonderes dazu. Fabian Holland wird die Mannschaft in seinem 319. und damit letzten Pflichtspiel als Kapitän aufs Feld führen. Er rückt für Raoul Petretta in die erste Elf des SV 98. Außerdem setzt Florian Kohfeldt am 34. Zweitliga-Spieltag auf Aleksandar Vukotic, der für den verletzten Patric Pfeiffer beginnt, und Sergio Lopez, der für Yosuke Furukawa startet. Bartosz Bialek fehlt aufgrund von Problemen am Fuß im Kader des SVD.