Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Wie groß ist die Vorfreude auf das letzte Spiel des Jahres? Was macht den SC Paderborn so stark? Und wie steht es um den Fokus des SV Darmstadt 98? Diese und weitere Fragen beantwortete Florian Kohfeldt am Donnerstag (18.12.) vor dem Duell der Lilien in Ostwestfalen (19.12./18.30 Uhr). Wir haben die wichtigsten PK-Aussagen unseres Cheftrainers für Euch zusammengestellt.
Personalupdate: Alle Spieler stehen zur Verfügung.
Wir fahren mit viel Lust nach Paderborn. Nicht weil wir auf die Tabelle gucken, sondern weil ich schon seit Sonntag nach Abpfiff gegen Münster merke, dass die Mannschaft unglaublich viel Lust hat, dieses Spiel zu spielen. Es wird eine herausfordernde Partie gegen eine sehr gute Mannschaft. Wir fahren nach Paderborn mit dem Gefühl, dass wir unsere Möglichkeiten bekommen werden. Personell können wir aus dem Vollen schöpfen. Zudem haben wir gut trainiert. Ich würde sogar sagen, dass wir vor allem heute im Abschlusstraining außergewöhnlich gut trainiert haben. Wir freuen uns auf ein absolutes Top-Spiel gegen eine Top-Mannschaft der Liga. Wir wollen noch einmal eine sehr gute Leistung bringen und im Idealfall die drei Punkte mitnehmen.
Paderborn hatte diese Saison die längste Siegesserie, sie haben mal acht Spiele am Stück gewonnen. Der SCP hat eine hohe Selbstsicherheit – gerade zuhause. Spielerisch zeichnet sie eine Mischung aus einem spielerischen Ansatz und sehr viel langen sowie tiefen Bällen mit vielen Verlagerungen. Deshalb sind sie im Pressing sehr schwer zu greifen. Sie haben gegen den Ball sehr gute Abläufen und sind sehr kompakt. Zudem haben sie viele junge Spieler mit hoher individueller Qualität. Paderborn hat am Freitag ein Heimspiel und hat sich in Karlsruhe viel Selbstvertrauen geholt. Sie werden sehr viel vorhaben. Ich glaube, es wird ein ziemlich cooles Spiel.
Ich habe mir keine Gedanken über Weihnachten oder die Winterpause gemacht, weil mein Fokus nur auf Paderborn liegt. Deshalb werde ich auch noch kein Fazit zur Hinrunde ziehen. Denn wir sind nur darauf konzentriert, was kommt. Und das ist das Spiel am Freitag in Paderborn. Es zeichnet uns in der Hinrunde seit Tag eins aus, dass wir uns nur auf die Spiele fokussiert haben und in 99 Prozent der Fälle voll da waren. Wir haben großen Respekt vor Paderborn. Aber wir sind voller Energie, die wir am Freitag zeigen wollen.
Mit Fraser hätten wir gegen Münster hohes Risiko gehen können. Wir haben uns aber dafür entschieden, dass er eine ganz normale Trainingswoche bekommt. Er hatte eine gute Woche und spielt in meinen Startelfüberlegungen eine Rolle. Ob es für ihn für 90 Minuten reicht, weiß ich nicht. Dass Fraser und auch Fabian Nürnberger wieder zurück sind, ist insgesamt sehr wichtig. Trotzdem haben wir die letzten Wochen gezeigt, dass wir auch anderen Lösungen finden können. Die Grund-DNA unserer Mannschaft ist das hohe und aggressive Pressing, was wir über eine sehr hohe Prozentzahl der Spielminuten in dieser Saison gespielt haben. Dass die beiden zurück sind, erweitert unsere Möglichkeiten.
Auf der Kippe standen in den letzten Woche nicht viele Spiele, sie waren nur nicht mit einer ausreichenden Führung von uns gesegnet. Wenn wir über etwas in den letzten Wochen reden müssen, dann ist es unsere Effizienz. Nur ein Tor gegen Münster und nur drei Tore gegen Karlsruhe sind gemessen an unseren Torchancen zu wenig gewesen. Deswegen sahen die Spiele am Ende enger aus, als sie waren. Wir haben insgesamt aber eine gewisse Coolness entwickelt, dass wir auch vom Ergebnis her knappe Spiele stabil und nicht hektisch über die Zeit bringen können.