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01.02.2026 / Profis

„Verlieren nach schlechten Phasen nicht den Kopf“

Kalte Dusche im kalten Berlin, nach schwachen 30 Minuten dann aber zurückgekommen und sich einen Punkt absolut verdient. Die Lilien erlebten im Auswärtsspiel bei Hertha BSC ein Wechselbad der Gefühle, aber nach einer überzeugenden zweiten Halbzeit hat die Ungeschlagen-Serie der Südhessen weiter Bestand. Seit zehn Liga-Partien konnte der SV 98 nicht bezwungen werden. Während Marco Richter froh war, nach dem 0:2 noch einen Punkt geholt zu haben, ärgerte sich Fraser Hornby, dass man nicht sogar noch den Siegtreffer erzielen konnte.

Florian Kohfeldt:

„Das war ein Spiel mit zwei Phasen. Die erste halbe Stunde war die Hertha viel besser als wir. Wenn Cuisance das 3:0 macht, dann kommen wir nicht mehr zurück. Aber dann zeigt sich eine Qualität meiner Mannschaft: Wir verlieren nach schlechten Phasen nicht den Kopf, sondern wir wissen, dass wir uns auf ein paar Dinge verlassen können. Es hat sich dann langsam angedeutet, dass wir mehr Zug zum Tor bekommen. Der Elfmeter holt uns dann ins Spiel zurück. Aber ab Minute 35 sind wir gut im Spiel und haben auch in der zweiten Halbzeit noch gute Chancen. Wir haben vor dem 2:2 noch etwas Glück mit dem Lattentreffer, aber wir haben ab der zweiten Hälfte ein super Auswärtsspiel gemacht und ich bin mit dem Punkt in Berlin sehr zufrieden.“  

Stefan Leitl:

„Ich bin traurig, weil speziell die erste Hälfte mir gut gefallen hat. Im ersten Durchgang haben wir bis auf einen Schuss nichts zugelassen. Pascal Klemens trifft dann eine falsche Entscheidung bei dem Elfmeter. In der zweiten Hälfte haben wir noch zwei Chancen, einmal unser Lattentreffer und vor dem Ausgleich haben wir noch eine weitere Riesenchance. Darmstadt hat dann Qualität mit gutem Positionsspiel und wir bekommen den Ausgleich. Trotz der Unterzahl haben die Jungs alles wegverteidigt und selbst noch den Weg nach vorne gesucht. Kompliment an die Jungs. Das 2:2 ist in Summe gerecht, aber aufgrund der ersten Hälfte muss mehr herausspringen.“

Fraser Hornby:

„Wir haben die Partie nicht so begonnen, wie wir es wollten. Hertha ist ein gutes Team und sie haben uns dafür bestraft. Aber dann haben wir mehr Kontrolle über das Spiel bekommen. Deshalb lag der Fokus in der Halbzeit darauf, ruhig zu bleiben und darauf zu vertrauen, was wir können. Am Ende bin ich aufgrund unserer guten zweiten Hälfte sogar ein bisschen enttäuscht über nur einen Punkt. Aber so wie wir begonnen haben, war das nicht unser Level. Wir werden da sicher drüber reden. Die Art und Weise, wie wir von hinten das Spiel aufbauen wollen, ist wichtig für uns, aber wir können nicht den Rest der Saison die Spiele so starten wir heute. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns das angucken.“

 

Marco Richter:

„Wir sind nicht so aggressiv ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die ersten 30 Minuten waren etwas schläfrig, das ärgert mich, dafür habe ich auch keine richtige Erklärung. Der Anschlusstreffer kam zur richtigen Zeit. In der Halbzeit haben wir ein paar Dinge angesprochen und es dann im zweiten Durchgang viel besser gemacht. Wir wollten in der zweiten Hälfte unbedingt und hatten auch die eine oder andere hochkarätige Chance. Ich hoffe wir stellen das ab, aber da bin ich aber positiv gestimmt. Den Punkt nehmen wir auf jeden Fall mit, darüber bin ich nach einem 0:2-Rückstand froh.“

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