„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Am Sonntag (19.10./13.30 Uhr) empfängt der SV Darmstadt 98 den 1.FC Magdeburg. Wir haben die wichtigsten Informationen aus der Pressekonferenz vor dem Spiel für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Fabian Nürnberger fällt aus. Kai Klefisch ist in die individuelle fußballspezifische Trainingseinheit eingestiegen. Alle anderen stehen zur Verfügung.
Wir haben Magdeburg die letzten Wochen natürlich verfolgt – das gehört dazu, weil wir die Mannschaft natürlich vorbereiten wollen. Ich hätte aber auch ohne den Trainerwechsel gesagt, dass das kein normaler Tabellenletzter ist. Das ist eine Mannschaft, die in dieser Saison viele Extreme gezeigt hat. (Ex-Trainer) Markus Fiedler hat richtig viel Pech gehabt. Denn sie haben in den letzten vier Spielen zwar kein Tor geschossen, aber einen Expected-Goals-Wert von über 6 – das ist Wahnsinn. Es geht eigentlich gar nicht, dass du da kein Tor machst.
Wir wissen nicht so genau, was auf uns zukommt. Der Vorteil, den wir haben, ist: Wir wissen, was wir wollen, was wir können. Wir haben ein Heimspiel. Wir haben riesigen Respekt vor Magdeburg, weil die individuelle Qualität in dem Kader nach wie vor hoch ist. Sie haben in der vergangenen Saison bis fast zum letzten Spieltag um den Bundesliga-Aufstieg gespielt. Aber wir wollen versuchen, aus unserer eigenen Stärke heraus zu spielen – weil es keine andere sinnvolle Herangehensweise gibt. Wie der neue Trainer spielen will, das weiß ich am Sonntag. Deshalb liegt der Fokus umso mehr auf uns.
Die individuelle Vorbereitung hat generell stark zugenommen – und insbesondere auch die Bereitschaft dafür. Diese hat einen hohen Mehrwert. Wir bereiten alle unsere Spieler individuell auf ihre Gegenspieler und auf Spielsituationen vor. Ich finde, das gehört inzwischen zu einem runden Gesamtbild eines Profis dazu. Das heißt nicht automatisch, dass man deshalb Tore schießt. Aber ich glaube, man erhöht die Wahrscheinlichkeit um ein kleines Prozent. Das ist ein sehr arbeitsintensives Thema, das häufig nicht gesehen wird.
Es würde sich cool anfühlen, wenn Lilien-Spieler bei der WM 2026 dabei sind. Da würde man dann schon noch mal anders hinschauen. Das ist schön für die Jungs, mehr Prozent kitzelt das aber nicht raus. Ich erwarte die gleiche Leistung, auch wenn sie nicht um die Teilnahme einer WM spielen. Aber mit Sicherheit ist das etwas sehr Besonderes im Leben eines Fußballers. Deshalb würde ich mich für Djanga freuen, wenn er jetzt noch mal im Herbst seiner Karriere die Möglichkeit dazu bekommen würde. Genauso würde ich mich für Isac freuen.
Magdeburg ist eine Mannschaft der Extreme. Wir sind dagegen eine Mannschaft, die in den Statistiken keinen großen Ausschlag nach unten hat und in dem ein oder anderen Bereich im oberen Drittel liegt. Du wirst in der Liga keine Mannschaft finden, die 34 Spiele auf ihre Art und Weise dominiert. Deshalb war unsere Idee, alle Facetten abzudecken. Gegen Dresden ging es darum, sie hoch anzulaufen und Ballverluste zu erzwingen. Gegen Düsseldorf mussten wir einen Gegner bespielen, was wir auch hinbekommen haben. Alle Facetten sind extrem wichtig, weil die Spiele unterschiedliche Anforderungen an uns stellen werden. Welche uns Magdeburg stellen wird, das werden wir am Sonntag sehen.
29 Jahre im Präsidium zu sein, gehört mit sehr hoher Anerkennung versehen. Wolfang ist sehr warmherzig und sehr witzig. Letztes Jahr im Wintertrainingslager hatten wir einen sehr netten Vormittag, wo er bei einer Competition der Mannschaft mitgemacht hat. Ich wünsche ihm alles Gute! Mit Rüdiger hatte ich im Alltag natürlich deutlich mehr Kontakt, schließlich ist er ist mein oberster Chef gewesen. Wir haben jeden Abend telefoniert. Die Telefonate mit ihm werde ich vermissen. Es haben sich häufig sehr spannende Gespräche entwickelt – nicht nur über Fußball. Er ist jemand, der sehr viel Ruhe ausstrahlen kann und sehr entscheidungsstark ist. Vielen Dank für die fast 13 Monate, die wir zusammen hatten. Es war eine sehr prägende Ära für den Verein.