Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Vor dem Flutlichtspiel gegen den KSC (6.12./20.30 Uhr) spricht Florian Kohfeldt über die Qualität des Gegners, den eigenen Ansatz und über die Besonderheiten einer Partie am Samstagabend. Die wichtigsten Aussagen der PK haben wir hier für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Fraser Hornby fällt weiterhin aus. Alle anderen Spieler sind nach aktuellem Stand einsatzfähig.
Ich freue mich, dass wir wieder ein Samstagabendspiel haben. Daran habe ich mich nicht gewöhnt und das will ich auch nicht, weil es etwas Besonderes bleiben soll. Ich freue mich auf eine tolle Atmosphäre und denke, dass es insgesamt sehr stimmungsvoll wird. Ich hoffe, dass wir diese spezielle Bölle-Stimmung, die dieses Stadion erzeugen kann, auch erzeugen können. Das ist das Erste, worauf ich mich freue, wenn wir hier morgen Abend mit dem Bus wieder hinfahren.
Man sollte sich nicht von den letzten drei Spielen des KSC täuschen lassen. Bis dahin haben sie tabellarisch absolut zur Top-Gruppe der zweiten Liga gehört, und qualitativ gehören sie auch immer noch dazu, weil sie Top-Spieler in ihren Reihen haben. Gerade offensiv haben sie mit Wanitzek einen der besten Spieler der Liga, aber auch in der Innenverteidigung hat der KSC viel Qualität.
Sie hatten zwei schwere Spiele gegen Elversberg und Hannover. Alle Lilienfans wissen, wie schwer diese Teams zu bespielen sind. Man sollte sich von den letzten Ergebnissen nicht blenden lassen. Sie wählen einen noch fußballerischeren Ansatz als letztes Jahr und wollen von hinten nach vorne kombinieren. Sie haben Fixpunkte mit Wanitzek und Förster. Defensiv versuchen sie ebenfalls zu pressen, mit Phasen, in denen sie auch tiefer stehen.
Das wird ein komplexes Spiel für uns, in dem wir viele Phasen durchspielen müssen, aber ich gehe davon aus, dass wir mit dem Ball gute Lösungen brauchen.
Wir hatten in Freiburg elf Torschüsse, das ist nicht wenig. Aber klar ist auch, dass wir Fraser Hornby nicht eins zu eins ersetzen können. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir das gemeinschaftlich lösen können.
Wir sind gegen Freiburg in Abschlusssituationen gekommen. Das Thema mit zwei Stürmern ist ein Thema, aber auch mit Fraser haben wir nicht mit zwei Stürmern gespielt. Fraser hat in den Zwischenräumen eher auf der Zehnerposition agiert. Deshalb ist die Systemfrage nicht darauf zu beziehen, ob Isac das guttun würde, denn vorher hat es ihm auch ohne einen zweiten Stürmer neben sich gutgetan. Ich weiß aber nicht, was der KSC macht. Deshalb habe ich eher die Variante im Kopf, mit Isac und ein paar Spielern um ihn herum zu spielen.
An dem Abend waren alle sehr enttäuscht. Aber das ist auch gut so. Wenn du dir das schönredest, macht das keinen Sinn. Das schätze ich aber an der Mannschaft, dass sie selbstkritisch ist. Dann hilft es auch, wenn du direkt wieder spielst. Jetzt kommt das nächste Highlight mit dem Samstagabendspiel.
Meine Enttäuschung ist seit gestern Mittag weg, weil wir ab dann den Fokus auf den KSC gelegt haben. Wir haben den KSC lange analysiert und haben eine Idee, wie wir es angehen wollen. Wir haben großen Respekt vor dem KSC. Sie können in dieser Liga jeden Gegner schlagen. Aber wir können auch ein gewisses Selbstvertrauen an den Tag legen. Wir sind seit einigen Spielen ungeschlagen und wollen, dass man das auch auf dem Platz sieht. Deswegen erwarte ich eine gute Mischung aus Respekt und Selbstvertrauen.
Diese Saison können wir in kurzen Wochen, wenn wir auf Spiele vorbereiten, auf Dinge zurückgreifen, die wir schon oft trainiert haben und von denen wir wissen, dass sie funktionieren. Die Mannschaft ist in einem körperlich guten Zustand.
Wir haben nur einen Ausfall, zwar einen wichtigen, aber wir werden morgen körperlich voll da sein, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Es gibt nichts Schöneres als: spielen, regenerieren, spielen.
Unsere eigene Heimbilanz ist etwas, das man unausgesprochen mitnimmt. Du hast ein gutes Gefühl, wenn du hier spielst. Die Auswärtsstatistik des KSC spielt keine Rolle. Ich würde das nicht überbewerten, das hat auch immer etwas mit Konstellationen zu tun. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir weiterhin ungeschlagen bleiben und im besten Fall einen Sieg einfahren.
Ich gehe schon davon aus, dass wir in beide Richtungen so aktiv sein werden, wie wir es im Pokal nur mit dem Ball waren. Das Thema Balleroberung werden wir zumindest situativ wieder für uns nutzen. Unser Ansatz ist immer, zu versuchen, eine komplette Spielidee zu haben und nicht nur einzelne Spielphasen zu bedienen. Wir hatten immer wieder Phasen, in denen wir beispielsweise knappe Führungen mit einem stabilen, tiefen Block über die Zeit gebracht haben. Das ist Teil der Spielidee, weil es pragmatisch ist und für Ergebnisse einfach wichtig. Deshalb ist es überhaupt nicht ausgeschlossen, dass wir diese Art und Weise auch am Samstag sehen. Das hat mir in Freiburg trotzdem sehr gut gefallen.