Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Der SV 98 hat eine erfolgreiche Hinrunde gespielt und überwintert auf dem dritten Tabellenplatz. Zwischen Heimstärke und Alu-Pech: In welchen Statistiken steht die Mannschaft von Florian Kohfeldt ganz oben – und wo ganz unten? Hier gibt’s die Top Facts der Hinrunde der Saison 2025/26.
Bei jedem, der die Lilie im Herzen trägt, steigt die Laune, wenn am Merck-Stadion am Böllenfalltor endlich wieder Spieltag ist, die Mannschaft auf den Rasen einläuft und über die Boxen „Die Sonne scheint“ ertönt. Doch nicht nur die äußeren Umstände machten diese Momente in der laufenden Zweitliga-Saison bereits neunmal besonders – auch die Leistungen der Mannschaft von Florian Kohfeldt auf dem Platz überzeugen. Sechs Siege wurden gemeinsam mit den Fans gefeiert, dreimal trennten sich die Lilien mit einem Unentschieden. Vor heimischem Publikum ging der SV 98 dabei in jedem Spiel am Bölle mit Zählbarem aus dem Stadion. Bereits seit dem 3. Mai 2025 sind die Blau-Weißen im eigenen Wohnzimmer ungeschlagen. Insgesamt 21 Punkte und ein Torverhältnis von 18:8 lassen die Darmstädter nach 17 Spieltagen auf Platz eins der Heimtabelle stehen – die punktgleichen, zweitplatzierten Schalker haben allerdings ein Heimspiel weniger auf dem Konto.
Isac Lidberg steht oft im Rampenlicht. Warum? Weil der Schwede, sobald er in die Nähe des gegnerischen Strafraums kommt, für ständige Gefahr sorgt. Bereits elfmal ließ er die gegnerischen Torhüter hinter sich greifen. Nur Younes Ebnoutalib von der SV Elversberg traf häufiger (12) – allerdings absolvierte er auch ein Spiel mehr als der Lilienstürmer.
Mit welcher Energie und Motivation Lidberg in diese Spielzeit gestartet ist, bewies er bereits am ersten Spieltag. Beim 4:1-Erfolg gegen den Bundesliga-Absteiger vom VfL Bochum ließ er den Ball gleich dreimal im Netz von Timo Horn zappeln.
Lidberg ist jedoch keine One-Man-Show, sondern harmoniert hervorragend mit seinen Offensivkollegen. Gemeinsam mit Killian Corredor (5) und Fraser Hornby (4) kommt das Trio auf 20 Treffer. Damit bilden sie zusammen mit Naatan Skyttä, Ivan Prtajin sowie Maron Ritter vom 1. FC Kaiserslautern das gefährlichste Offensiv-Trio der Liga.
Auch wenn die Offensive rund um das soeben angesprochene Offensivtrio in der laufenden Saison immer wieder in den Fokus gerückt ist, hat auch die Defensive um Torwart Marcel Schuhen einen entscheidenden Anteil an der starken Hinrunde des SV 98. Insgesamt musste der Lilienkapitän nur 17-mal hinter sich greifen, damit stellt seine Mannschaft zur Winterpause die viertbeste Abwehr der Liga. Nur Schalke 04 (10), Elversberg (15) und Hertha BSC (16) kassierten weniger Tore.
In sieben der bisherigen 17 Spiele blieb Schuhen ohne Gegentreffer. So viele Partien in einer Hinrunde ohne Gegentore gab es zuletzt in der Saison 2014/15, damals waren es neun. Nur Tjark Ernst von Hertha BSC und Loris Karius im Tor des Tabellenführers Schalke 04 weisen bis dato mehr Weiße Westen auf (beide 9).
Punktetechnisch stehen die Lilien in einer Statistik ganz unten – allerdings in einer der wenigen Tabellen, in der man diesen Platz nur zu gerne einnimmt: der Fairnesstabelle. Denn der SV 98 ist die fairste Mannschaft der Liga. Lediglich 24 Gelbe Karten kassierten die Südhessen bislang – zehn weniger als Eintracht Braunschweig, die zwar die Tabelle anführen, aber die zweitwenigsten Verwarnungen erhielten. Nur einmal sah ein Spieler mit der Lilie auf der Brust die Gelb-Rote Karte, kein einziger Akteur unter Trainer Florian Kohfeldt wurde bislang mit Glatt Rot vom Platz verwiesen.
Sechsmal gerieten die Blau-Weißen in dieser Hinrunde in Rückstand. Dennoch gingen die Lilien nur zweimal als Verlierer vom Platz. In den übrigen vier Partien bewies das Team um Kapitän Marcel Schuhen Moral und wandelte die Rückstände jeweils in Siege um. Damit sammelte der SV 98 bereits 12 Punkte nach Rückstand – Ligabestwert.
Die Darmstädter Offensive weist bereits starke Zahlen auf, mit etwas mehr Glück im Abschluss könnte die Ausbeute jedoch noch höher ausfallen. In den bislang 17 absolvierten Partien knallte der Ball nach einem südhessischen Abschluss bereits neunmal an den Pfosten oder die Querlatte der gegnerischen Mannschaft. Nur Hannover 96 überbietet diesen Wert mit elf Aluminiumtreffern.
Hannover 96, der SC Paderborn sowie Arminia Bielefeld haben in der laufenden Saison bereits fünf Elfmeter zugesprochen bekommen – Ligahöchstwert. Der SV 98 hingegen hat trotz 29 erzielter Tore bislang noch keinen einzigen Strafstoß erhalten. Gemeinsam mit dem Karlsruher SC sind die Lilien damit das einzige Team der Liga, bei dem noch kein Spieler vom Punkt antreten durfte.
Nicht die meisten Kilometer, sondern die richtigen Meter machen den Unterschied. Das zeigt ein Blick auf die Statistik: Während die Lilien sportlich auf Tabellenplatz drei stehen, rangieren sie mit insgesamt 1.960 zurückgelegten Kilometern bei den Laufwerten ligaweit auf dem drittletzten Platz.
Der Ansatz von Florian Kohfeldt, die taktische Ausrichtung situativ anzupassen, kommt hier klar zur Geltung. In manchen Phasen geht es darum, eine Führung aus einer tieferen Grundordnung heraus zu verteidigen. In anderen Momenten setzen die Lilien hingegen auf kollektives Pressing, um durch gezielte Laufwege Balleroberungen zu erzwingen und schnell umzuschalten.
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
9 | 6 | 3 | 0 | 18:8 |
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Auswärts |
8 | 3 | 3 | 2 | 11:9 |
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Gesamt |
17 | 9 | 6 | 2 | 29:17 |