„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Warum ist der FC Augsburg ein Mentalitätsmonster? Wer ist die Lebensversicherung der Fuggerstädter? Und was kann den Lilien Hoffung geben? All das lest Ihr in unseren Top Facts. Vor der Partie des SV 98 gegen Augsburg am Samstag (2.3./15.30 Uhr) haben wir die wichtigsten Zahlen und Fakten für Euch zusammengestellt.
Den letzten dreifachen Punkteerfolg feierten die Lilien ausgerechnet im Hinspiel in Augsburg. Beim 2:1 waren Tim Skarke und Tobias Kempe die Torschützen für den SVD. Nach einer torlosen ersten Hälfte, in der Darmstadt mehr vom Spiel hatte, traf Skarke wuchtig aus spitzem Winkel. In der Folge stellte Tobias Kempe per Foulelfmeter auf 2:0, ehe es in der Schlussphase durch den Anschlusstreffer von Ermedin Demirovic nochmal spannend wurde. Schließt sich der Kreis am Samstag mit dem ersehnten Dreier?
Der ruhende Ball könnte gegen Augsburg das Mittel der Wahl sein. Insgesamt sechs Treffer verzeichnete der SV 98 bereits nach einer Ecke, einem Freistoß oder per Elfmeter. Und der FC Augsburg? Der ist das standardanfälligste Team der Liga: Nach einem ruhenden Ball kassierten die Fuggerstädter bereits 16 Gegentore. Geht da was?
Seitdem Cheftrainer Jess Thorup auf der Kommandobrücke steht, hat sich der FCA deutlich stabilisiert. Unter Thorup gab es fünf Siege bei sechs Unentschieden und nur fünf Niederlagen. In der Tabelle seit dem Amtsantritt des Dänen belegen die Fuggerstädter den achten Platz. Zudem ist man das gefährlichste Team nach Flanken. Bereits acht Treffer gelangen nach einem Ball von außen. Auch defensiv weiß Augsburg zu überzeugen: So ließ der FCA nur fünf Gegentore nach einem Ballverlust im Spielaufbau zu. Das ist der drittbeste Wert. Dass man noch kein Kontergegentor bekommen hat, ist sogar Ligaspitze.
Der absolute Trumpf der Augsburger liegt aber in ihren Comeback-Qualitäten. Zehnmal konnte der FCA nach einem Rückstand noch Zählbares verbuchen. Dies gelang durch fünf Unentschieden und ebensoviele Siege. Darunter litt zuletzt auch der SC Freiburg, als die Fuggerstädter ein 0:1-Pausenrückstand noch in einen 2:1-Heimsieg verwandelten. 20 Punkte nach einem Rückstand – hier ist Augsburg einsame Spitze (mehr dazu in unserem Gegnercheck). Auf einem geteilten zweiten Platz folgen mit weitem Abstand und zwölf Punkten Borussia Dortmund und die TSG aus Hoffenheim.
In Ermedin Demirovic hat der FCA seine absolute Lebensversicherung. Mit zwölf Treffern und sieben Vorlagen ist der 25-Jährige der vierbeste Scorer der Liga. Prozentual gesehen ist Demirovic an über der Hälfte der 33 Augsburger Tore beteiligt (etwa 58 Prozent). Noch ein Tor fehlt dem gebürtigen Hamburger zur Einstellung des Augsburger Saisonrekords von 13 Buden. Den halten aktuell gemeinsam Michael Gregoritsch (2017/18) und Florian Niederlechner (2019/20).
Mit den FCA-Spielern Phillip Tietz und Patric Pfeiffer kehren gleich zwei ehemalige Darmstadt-Akteure zurück an ihre alte Wirkungsstätte. Beide hatten noch vergangene Saison die Lilie auf der Brust und einen maßgeblichen Anteil am Aufstieg ins Oberhaus. Pfeiffer schnürte vier Jahre (2019 bis 2023) seine Fußballschuhe für den SV 98 und bestritt insgesamt 85 Pflichtspiele, in denen er sechs Tore erzielte. Tietz dagegen war zwei Jahre (2021 bis 2023) am Böllenfalltor aktiv und netzte in 72 Einsätzen gleich 29-mal und bereitete 14 Treffer vor.
Zwei Akteure bekamen am Wochenende bei Werder Bremen den Gelben Karton und damit ihre vierte Verwarnung ausgesprochen: Fabian Holland und Klaus Gjasula. Dazu gesellt sich noch Christoph Zimmermann. Eine fünfte Gelbe Karte würde ein Spiel Sperre nach sich ziehen.
| Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
| Heim | 16 | 6 | 2 | 8 | 20:26 |
| Auswärts | 18 | 7 | 4 | 7 | 25:28 |
| Gesamt | 34 | 13 | 6 | 15 | 45:54 |