Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Der letzte Sieg in Bochum ist lange her. Genauer gesagt landeten die Lilien ihren letzten Dreier beim VfL im Jahr 1979. Die aktuelle Ungeschlagen-Serie der Darmstädter erstreckt sich über sieben Spiele – und dieser Trend soll mit in die Rückrunde genommen werden. Aber auch an der Castroper Straße läuft es, seit Uwe Rösler das Traineramt übernommen hat. Diese und weitere Statistiken haben wir für Euch zusammengetragen. Hier lest Ihr die Top Facts zur Partie zwischen dem VfL Bochum und dem SV Darmstadt 98.
Der VfL Bochum stand nach acht Spielen mit dem Rücken zur Wand. Sieben Niederlagen und lediglich drei Punkte waren bis dato auf dem Konto des VfL. Der Bundesliga-Absteiger wechselte zu diesem Zeitpunkt den Trainer. Neu seit Oktober an der Seitenlinie: Uwe Rösler. Seitdem fand sportlich an der Castroper Straße eine 180-Grad-Wendung statt. In den verbleibenden neun Partien der Hinrunde ließ der VfL seine Fans über starke 18 Punkte jubeln. In der Phase, in der Rösler das Traineramt bekleidet, steht Bochum auf Platz zwei. Nur der aktuelle Tabellenführer Schalke 04 kann diese Punkteausbeute in diesem Zeitraum überbieten.
Mit der besten laufenden Serie aller Mannschaften der zweiten Bundesliga ist der SV Darmstadt 98 in die Winterpause gegangen. In jeder der vergangenen sieben Partien sammelten die 98er mindestens einen Zähler für das Lilien-Konto. Vier Siege und drei Remis waren es insgesamt. Durch die Serie hat sich die Mannschaft von Florian Kohfeldt nach der Hinrunde auf Platz drei gespielt.
Der schwedische Stürmer in den Reihen der Darmstädter, Isac Lidberg, steht oft im Fokus. Immer wieder bindet er die Innenverteidiger und wuchtet die Bälle ins gegnerische Netz. Nicht vergessen ist sein Start in diese Saison: Beim Auftakt, als der VfL Bochum zu Gast im Merck-Stadion am Böllenfalltor war, schoss Lidberg die Lilien mit einem Hattrick zum 4:1-Sieg. Und auch danach strahlte er weiterhin seine Torgefahr aus und kam in der Hinrunde insgesamt auf elf Treffer, was ihn nach dem Wechsel von Younes Ebnoutalib (ehemals SV Elversberg, jetzt Eintracht Frankfurt) zum gefährlichsten Stürmer der Liga macht.
Doch auch auf Seiten des VfL muss man genau hinsehen. Francis Oneyka knipste in der vergangenen Partie gegen den KSC doppelt und ist mit insgesamt sechs Treffern der erfolgreichste Bochumer Stürmer. Das Geheimrezept der VfL-Offensive ist aktuell die Mischung aus jungem Talent und Erfahrung. Denn das 18-jährige Stürmertalent brilliert insbesondere in der Kombination mit Philipp Hofmann. Der 32-jährige Routinier bereitete gleich vier der sechs Tore von Oneyka vor.
Gegen den SV Darmstadt 98 weisen die Bochumer im eigenen Stadion eine beeindruckende Bilanz auf. Seit sieben Pflichtspielen ist VfL an der Castroper Straße gegen die Lilien ungeschlagen. Die Südhessen konnten bislang nur ein einziges Spiel beim Bundesliga-Absteiger gewinnen. Dieses liegt lange zurück. Es handelte sich um die allererste Begegnung beider Mannschaften in Bochum, die die Lilien im Jahr 1979 mit 2:1 für sich entscheiden konnten.
Wenn es darum geht, Tempo in Aktionen zu bringen, dann ist man bei beiden Mannschaften an der richtigen Adresse. Sowohl Florian Kohfeldt als auch Uwe Rösler sehen immer wieder, wie ihre Mannschaften gefährlich durch ihr Umschaltspiel werden. Nur zwei Teams in der zweiten Liga gaben mehr Torabschlüsse nach Kontern ab als der VfL Bochum (27). Eine davon ist Hertha BSC, die andere trägt die Lilie auf der Brust. Die Akteure des SV 98 schossen genau wie die Truppe aus der Hauptstadt 29-mal nach einem Konter auf das gegnerische Tor.
Bochum kassierte bisher 22 Gegentreffer, was besser ist als der Ligadurchschnitt (24). Außerdem kamen die Gegner nur bei zwei Teams zu mehr Großchancen als gegen die Mannschaft aus dem tiefen Westen. Dass Bochum gemessen am xGoals-Wert der Gegner dennoch bemerkenswert wenige Tore zugelassen hat, liegt wohl auch daran, dass das Aluminium sich als Freund und Helfer der VfL-Defensive erweist. Was auf Seiten des VfL als Segen gilt, wird bei den Südhessen wohl als Fluch empfunden. Denn in der bisherigen Saison prallte der Ball bereits neunmal von einem 98er-Fuß an die Latte oder den Pfosten. Nur Hannover 96 scheiterte öfter am Aluminium (11).
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
9 | 5 | 2 | 2 | 16:7 |
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Auswärts |
8 | 1 | 3 | 4 | 9:12 |
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Gesamt |
17 | 6 | 5 | 6 | 25:19 |