Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Der SV Darmstadt präsentiert sich nicht nur defensiv konzentriert, sondern auch offensiv vielseitig. Das aktuelle Tabellenbild lässt die Lilien deutlich stärker wirken als die Eintracht aus Braunschweig. Die Formkurve der Niedersachsen zeigt jedoch klar nach oben, weshalb man sich nicht blenden lassen darf. Wir haben alle wichtigen Zahlen und Fakten zum Spiel am Samstagmittag (14.2./13 Uhr) hier für euch zusammengetragen.
Darmstadt gegen Braunschweig: Platz eins gegen Platz vierzehn. Betrachtet man jedoch ausschließlich die Tabelle der vergangenen acht Partien, ergibt sich ein anderes Bild: Platz zwei gegen Platz fünf! Braunschweig hat aus den letzten acht Spielen nur zwei Punkte weniger gesammelt als die Lilien. Während sich die Eintracht 14 Zähler einheimste, holten nur die Lilien und der 1. FC Magdeburg (beide 16) mehr.
Das Team von Heiner Backhaus hat seine Punkteausbeute zwar wieder ordentlich nach oben geschraubt, ein Manko besteht jedoch weiterhin in der Offensive. 23 Tore haben die Braunschweiger bisher erzielt, nur Fortuna Düsseldorf traf seltener. Ihr Expected-Goals-Wert (25,5) wird nur von Greuther Fürth unterboten – und im Schnitt benötigen die Niedersachsen zwölf Torschüsse, um den Ball im gegnerischen Netz unterzubringen.
Der SV 98 zeigt sich dagegen deutlich treffsicherer. Jeder siebte Schuss lässt alle, die die Lilie im Herzen tragen, jubeln. Diesen Moment durften die 98er in dieser Zweitliga-Saison bereits 40-mal erleben – keine andere Mannschaft erzielte mehr Treffer.
Eng damit verknüpft ist die Stärke bei Standardsituationen. Die starke Torausbeute resultiert auch aus der Vielseitigkeit der südhessischen Offensive. 13 Treffer nach ruhenden Bällen sind Ligabestwert, in der Rückrunde erzielten die Kohfeldt-Akteure bislang in jeder Partie mindestens ein Tor nach einem Standard. Auch nach Freistößen klingelte es hin und wieder im gegnerischen Kasten: Vier Treffer nach direkten Freistößen bedeuten ebenfalls Ligabestwert.
Die Blau-Gelben warten dagegen seit dem 15. Spieltag auf einen Treffer nach einem ruhenden Ball. Zudem trafen sie auf diese Art insgesamt nur viermal.
Während beim Tabellenvierzehnten in der Offensive noch Verbesserungsbedarf besteht, präsentiert sich die Defensive bei Standards deutlich stabiler. Von den 35 Gegentoren kassierten die Braunschweiger lediglich fünf nach ruhenden Bällen. Nur zwei Zweitliga-Mannschaften verteidigen Standards noch konsequenter: Der FC Schalke 04 musste nach ruhenden Bällen nur vier Gegentreffer hinnehmen – genauso wie die Lilien.
Häufig konnten die Darmstädter aus den Duellen gegen Braunschweig Punkte entführen oder sie am Merck-Stadion am Böllenfalltor behalten. Aus den vergangenen zehn Spielen holten die Südhessen gegen die Niedersachsen starke 19 Zähler.
Allerdings: Richtet man den Blick ausschließlich auf die jüngsten drei Aufeinandertreffen, zeigt sich ein ausgeglichenes Bild. Der bislang einzige Sieg der Braunschweiger aus den letzten zehn Duellen liegt noch nicht lange zurück. Fast genau vor einem Jahr, als die Lilien im Eintracht-Stadion zu Gast waren, feierten die Gastgeber einen Dreier. In der Partie davor trennten sich beide Teams mit einem Remis, das Duell aus der Hinrunde ging knapp mit 2:1 an die Lilien.
Dennoch tun sich die Lilien auswärts in Braunschweig traditionell schwer. In 13 Spielen feierten sie bei einem Torverhältnis von 8:22 nur zwei Siege und mussten sieben Niederlagen einstecken.
Es ist der fünfte Spieltag dieser Saison. Eintracht Braunschweig zu Gast am Böllenfalltor. Es steht 1:1. Die Uhr zeigt die 84. Minute – und Florian Kohfeldt wechselt: Innenverteidiger Matej Maglica kommt für Fraser Hornby ins Spiel.
Nur zwei Minuten später gibt es Freistoß für die Lilien – an der Strafraumkante der Eintracht. Maglica legt sich den Ball zurecht, wartet auf den Pfiff des Schiedsrichters, nimmt Anlauf und jagd das Leder mit 132 km/h ins Tor. Kein anderer Treffer in dieser Zweitliga-Saison wurde mit einer höheren Geschwindigkeit erzielt. Damit sicherte er dem SV 98 drei Punkte.
Das Team von Heiner Backhaus musste bislang 35 Gegentreffer hinnehmen, Marcel Schuhen dagegen musste nur 22-mal hinter sich greifen. Nur zwei Mannschaften kassierten weniger Tore als die Lilien.
Die Braunschweiger Gegner kommen derweil nur auf einen Expected-Goals-Wert von 31,38, damit kassierte die Eintracht mehr Treffer als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Beim SV 98 zeigt sich das umgekehrte Bild: Die Gegner weisen einen Expected-Goals-Wert von 29,41 auf, die tatsächlichen Gegentore liegen jedoch deutlich darunter.
Marco Richter und Fraser Hornby stehen bei jeweils vier Gelben Karten. Eine weitere Verwarnung würde dementsprechend eine Gelbsperre nach sich ziehen.
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
14 | 7 | 5 | 2 | 26:16 |
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Auswärts |
13 | 2 | 4 | 7 | 8:22 |
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Gesamt |
27 | 9 | 9 | 9 | 34:38 |