„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Das traditionsreiche Olympiastadion in Berlin: Mit einem Fassungsvermögen von über 74.000 Zuschauern ist es das größte Stadion in der 2. Bundesliga und Heimspielstätte von Hertha BSC. Das Stadion, in dem jährlich das DFB-Pokalfinale ausgetragen wird, wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele im Jahr 1936 erbaut und gilt als eines der Fußballwahrzeichen Deutschlands. Am Samstagnachmittag (12.4./13 Uhr) reisen die Lilien anlässlich des 29. Spieltags der 2. Bundesliga zur Hertha nach Berlin und wir haben für Euch die Top-Facts zum Spiel zusammengefasst.
Nach einem eher holprigen Start unter dem neuen Trainer Stefan Leitl kommt Hertha BSC immer besser in Fahrt. Die Berliner feierten zuletzt drei Siege in Folge – darunter ein beeindruckender 1:0-Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten 1. FC Köln. Nun könnte die „Alte Dame“ einen Meilenstein erreichen: Mit einem weiteren Erfolg würde Hertha erstmals seit 2013 vier Siege am Stück einfahren. Damals hieß der Cheftrainer Jos Luhukay – und am Ende jener Saison durfte man sich über den Meistertitel in der 2. Bundesliga freuen.
Im letzten Spiel gegen den 1. FC Köln avancierte Fabian Reese einmal mehr zum Matchwinner: Mit seinem Treffer zum 1:0 sicherte er Hertha BSC nicht nur drei wichtige Punkte, sondern traf damit auch im vierten Spiel in Folge. Der 27-Jährige ist aktuell in bestechender Form und hat sieben der letzten elf Hertha-Tore erzielt. Seit seinem Wechsel zu den Berlinern kommt Reese inzwischen auf 48 Einsätze, in denen er 20 Tore erzielte und 18 weitere vorbereitete.
Hertha BSC sucht sein Glück bevorzugt über die Außenbahnen: Mit 328 Flanken aus dem Spiel gehören die Berliner zu den fleißigsten Flankengebern der Liga – nur der Karlsruher SC (354) und der SC Paderborn (388) schlagen noch häufiger Bälle von außen in den Strafraum. Die Lilien müssen sich davon jedoch nicht einschüchtern lassen. Denn in der Zentrale wartet ein großgewachsener Mann: Aleksandar Vukotić, mit über zwei Metern der Hüne im Lilien-Trikot, ist aktuell der stärkste Luftzweikämpfer der 2. Bundesliga. Mit 129 gewonnenen Duellen in der Luft führt er das Liga-Ranking souverän an.
Um etwas Zählbares aus Berlin mitzunehmen, könnte eine besondere Disziplin den Unterschied machen: Standardsituationen – vor allem Freistöße. Denn genau hier liegt in dieser Saison die Achillesferse der Alten Dame. Bereits sechsmal musste Hertha BSC nach einem direkten oder indirekten Freistoß den Ball aus dem eigenen Netz holen – kein anderes Team der 2. Bundesliga ist in dieser Kategorie anfälliger.
Die Hertha sollte besonders auf eines gefasst sein: die Konterstärke der Lilien. Wenn der Gegner dem SV Darmstadt 98 im Rückraum zu viel Raum lässt, schalten die Südhessen blitzschnell um – und schlagen eiskalt zu. Mit sechs erzielten Kontertoren gehört der SVD in dieser Disziplin mit Platz drei zur Ligaspitze. Für Hertha BSC heißt das: Jeder Ballverlust kann brandgefährlich werden. Denn die Lilien wissen, wie man Tempo in Tore umwandelt.
Dreimal standen sich Stefan Leitl und Florian Kohfeldt bislang als Cheftrainer gegenüber – und dreimal behielt Kohfeldt die Oberhand. Während sich die Vereinsfarben der beiden im Laufe der Jahre änderten, blieb eines bislang konstant: Leitl wartet noch auf seinen ersten Sieg im direkten Duell. Das bislang letzte Aufeinandertreffen der beiden Coaches liegt dabei gar nicht lange zurück: In der Hinrunde dieser Saison standen sich Leitl – damals noch Trainer von Hannover 96 – und Kohfeldt gegenüber. Darmstadt siegte in Hannover mit 2:1 – und Kohfeldt setzte damit seine persönliche Serie gegen Leitl fort.
Die blau-weißen Vereinsfarben kennt Leitl nicht erst seit Kurzem von der Hertha. Denn in seiner Zeit als aktiver Spieler lief der frühere Mittelfeldspieler von 2004 bis 2007 in der Regionalliga Süd auch für Darmstadt 98 auf. In 93 Spielen für die Lilien konnte Leitl 14 Tore erzielen und weiteren drei Vorlagen liefern.
Mit Jean-Paul Boetius läuft für die Darmstädter ein Ex-Herthaner auf. Der gebürtige Niederländer startete seine Karriere bei Feyenoord Rotterdam. Über Leihen zu Genk und Basel landete er letzendlich in Deutschland bei Mainz 05 und in der Saison 2022/23 dann bei Hertha BSC. Für den Hauptstadtklub sammelte er 21 Einsätze in der Bundesliga. Insgesamt stehen 143 Bundesliga-Spiele in seiner Vita – samt zwölf Toren und 20 Vorlagen. Bereits acht Einsätze inklusive zwei Vorlagen kamen in der 2. Bundesliga hinzu, seitdem Boëtius beim SV 98 unter Vertrag steht. Ebenfalls einst das Hertha-Trikot trug Fabian Holland. Der langjährige Kapitän der 98er und gebürtige Berliner absolvierte einst 25 Pflichtspiele für die „Alte Dame“ und durchlief zuvor sämtliche Jugendmannschaften der Herthaner.
Aleksandar Vukotic (9), Matej Maglica (4), Philipp Förster (4), Fabian Nürnberger (4), Fraser Hornby (4) und Merveille Papela (4) sind gelb-vorbelastet. Eine weitere Gelbe Karte für einen der Spieler würde eine Sperre nach sich ziehen.
| Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
| Heim | 13 | 5 | 3 | 5 | 15:16 |
| Auswärts | 10 | 2 | 2 | 6 | 7:16 |
| Gesamt | 23 | 7 | 5 | 11 | 22:32 |