„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
In Dresden ist zwar eine Serie gerissen, aber die laufende Heimserie gilt es gegen Kiel fortzuführen. Tim Walter, das altbekannte und trotzdem neue Gesicht auf der Kieler Trainerbank bringt jedoch frischen Wind bei den Norddeutschen hinein. Alle Fakten und Zahlen zum Duell zwischen dem SV Darmstadt 98 und Holstein Kiel sind hier für Euch zusammengepackt. Hier findet Ihr die Topfacts zur Partie am Samstag.
Das Bölle ist in dieser Saison eine bisher uneinnehmbare Festung. Zwölfmal gastierte die Ligakonkurrenz bereits in Darmstadt, doch mehr als ein Punkt konnte noch niemand entführen. Allein der Blick auf die letzten sechs Heimpartien zeigt, mit welchem Selbstbewusstsein die Lilien zu Hause auftreten: sechs Spiele, sechs Siege. Die Zahl sechs ist auch gegen Holstein Kiel von Bedeutung. Drei Remis und drei Siege lautet die Bilanz aus den vorangegangenen sechs Begegnungen. Die letzten Niederlagen stammen beide aus dem Jahr 2021.
Und apropos sechs: In keinem der vergangenen sechs Spiele der Störche konnten sie drei Punkte holen. Nur zwei Zähler gingen in dieser Phase auf ihr Konto.
Allerdings: Tim Walter ist nun im Amt und stand bereits am Wochenende gegen die SV Elversberg an der Seitenlinie. Auch der „Walter-Ball“ mit viel Ballbesitz, Positionswechseln und mutigem Offensivspiel soll in Norddeutschland wieder zu sehen sein. Bereits gegen Elversberg zeigte er mit 53 Prozent Ballbesitz, was er in Kiel vorhat.
Vor seinen Stationen beim HSV und beim VfB Stuttgart hieß die erste Profistation Walters Holstein Kiel – in der Saison 2018/19 war das. Bei seinem Cheftrainer-Comeback sprang gegen das Top-Team aus Elversberg gleich ein Punkt heraus.
Holstein Kiel steht zwar auf dem fünfzehnten Tabellenplatz, doch sie betreiben großen Aufwand. Denn sie werfen sich in die Zweikämpfe und zeigen sich auch bereit, immer wieder die Extra-Meter zu machen. So führen die Störche mit 224 geführten Zweikämpfen aktuell die zweitmeisten der Liga. Und nur zwei Mannschaften legen pro Spiel eine noch größere Distanz zurück als die Störche. 122,4 Kilometer sind es im Schnitt. Außerdem zeigt sich die KSV gewillt, immer wieder Sprints anzuziehen. Insgesamt kommen sie im Schnitt auf 165 pro Spiel und liegen damit auf Platz drei in der Liga und absolvieren 721 intensive Läufe pro Partie – damit belegen sie ebenfalls Rang drei.
Wenn so viel Aufwand auf Kieler Seite betrieben wird, woran scheiterte es dann zuletzt? Die Norddeutschen haben sich über die Saison 41 Großchancen erspielt – nur zwei Teams gelang das in der 2. Bundesliga noch häufiger. Allerdings vergab Holstein davon gleich 28. Sinnbildlich dafür: Ihr bester Torjäger ist ein Innenverteidiger: David Zec heißt er und hat bislang fünf Treffer auf dem Konto.
Die Kieler haben zudem einen Expected-Goals-Wert von 34,1, trafen jedoch nur 29-mal. Der SV 98 dagegen hat 41,27 erwartete Tore, die Spieler rund um den schwedischen Stürmer Isac Lidberg versenkten den Ball aber bereits 45-mal im gegnerischen Netz.
Aber: Alexander Bernhardsson ist zurück. Nach seiner Verletzung feierte er am vergangenen Wochenende sein Comeback. Er steht bei zwei Toren, bereitete zudem sechs weitere Treffer vor und ist damit der beste Scorer der Störche.
Die Südhessen fühlen sich bei ruhenden Bällen richtig wohl. Nur Paderborn (16) jubelte im Anschluss an eine Standardsituation häufiger als die 98er (15). Doch des einen Freud ist bei der Begegnung am Samstag des anderen Leid. Mit wenig Freude wird in Kiel auf diese Statistik geblickt, denn keine Mannschaft kassierte mehr Gegentore nach Standards als die Störche (16).
Die Mannschaft von Florian Kohfeldt steht defensiv oftmals sehr gut und hat mit Marcel Schuhen einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Der Darmstädter Kapitän musste in dieser Saison 28-mal hinter sich greifen, nur vier Teams kassierten weniger Gegentore. Die Kieler sind defensiv aber auch nicht so anfällig, wie ihr aktueller Tabellenplatz das vermuten lassen könnte. Sie stehen bei 35 Gegentoren, damit belegen sie einen durchschnittlichen elften Rang.
Interessant: Beide ließen bis dato fast gleich viele Torschüsse zu. Die Nummer eins der Lilien bekam den Ball 347-mal auf seinen Kasten, die gegnerischen Mannschaften der Norddeutschen feuerten den Ball 348-mal auf das Kieler Gehäuse.
Gleich fünf Spieler fürchten in dieser Partie ihre fünfte Gelbe Karte. Bei den Lilien stehen Fraser Hornby und Luca Marseiler auf der gefährlichen vierten Gelben. Bei Holstein müssen Adrian Krapalik, Stefan Schwab und David Zec Vorsicht walten lassen.
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
5 | 3 | 0 | 2 | 6:5 |
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Auswärts |
6 | 3 | 1 | 2 | 11:15 |
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Gesamt |
11 | 6 | 1 | 4 | 17:20 |