Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Wenn der 1. FC Nürnberg zu Gast beim SV Darmstadt 98 ist, empfängt der Tabellendritte den Tabellenachten. Historisch ist dieses Duell aber mehr als ausgeglichen. Beim Club hat sich in der vergangenen Partie ein Spieler besonders in den Fokus gespielt. Der FCN zeigt sich sehr zweikampffreudig, die Lilien verfügen über ein souveränes Gesamtpaket. Diese und weitere Statistiken haben wir für Euch aufbereitet. Alle Top Facts zum Duell zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem 1. FC Nürnberg (23.1/18.30 Uhr) findet Ihr hier.
Was war das für ein intensives Duell zum Rückrundenauftakt gegen den VfL Bochum? Mal führten die Gastgeber, mal die Lilien. Am Ende stand jedoch ein 3:3, das dafür sorgte, dass die Mannschaft von Florian Kohfeldt einen Zähler mehr auf dem Konto hat und damit punktgleich mit dem Tabellenzweiten SV Elversberg ist. Das Unentschieden sorgte zudem dafür, dass der SV Darmstadt 98 erneut ungeschlagen blieb – nun schon seit acht Partien, also seit einem Vierteljahr. Dabei stehen die Lilien erst bei zwei Niederlagen, während alle anderen Teams mindestens doppelt so viele Spiele ohne Punkt aufweisen. Dazu sind die 98er in dieser Spielzeit im Merck Stadion am Böllenfalltor weiterhin ungeschlagen. In der zweiten Liga stehen aus zehn Spielen sieben Siege und drei Remis zu Buche. Das Team von Miroslav Klose sammelte aus acht Partien auf fremdem Rasen sieben Punkte.
Piet Scobel oder doch Lucky Luke? Jedenfalls zieht er schneller ab als sein eigener Schatten. In der Hinrunde kam er lediglich auf zehn Minuten Einsatzzeit, verteilt auf vier Spiele. Doch zum Rückrundenauftakt gegen den SV Elversberg durfte er von Beginn an ran. Bei seinem Startelfdebüt wusste er zu überzeugen. Gleich zwölfmal brachte er den Ball auf die Bude der SVE. Das ist Saisonrekord. Zwei Bälle verwandelte er, beide per Kopf. Das sind so viele Treffer auf diese Art, wie der FCN in der gesamten Hinserie zustande brachte. Insgesamt waren neun seiner Abschlüsse mit dem Kopf. Das schaffte bis dato nicht mal ein komplettes Team in einem Spiel. Diese Stärke dürfte er sich von seinem Trainer Miroslav Klose abgeschaut haben…
Aber auch auf Seiten des SV 98 hat ein Offensivakteur einen Lauf: Marco Richter sammelte in den letzten fünf Partien der Hinrunde gleich sechs Scorerpunkte und stand damit nach 17 Spieltagen bei insgesamt acht. Im ersten Spiel im neuen Jahr sorgte er mit seiner sehenswerten Vorlage für Fraser Hornby, der das zwischenzeitliche 1:0 erzielte, für seinen nächsten Scorerpunkt. Aufpassen muss Richter derweil beim Sammeln von Gelben Karte. Er steht aktuell bei vier Verwarnungen, eine weitere würde eine Gelbsperre nach sich ziehen.
Der SV 98 überzeugt in dieser Spielzeit in vielen Bereichen. Die Offensivakteure sorgen in der gegnerischen Hälfte für ordentlich Furore. Dabei stehen die Lilien bei insgesamt 32 Treffern, nur die SV Elversberg hat mit 33 mehr erzielt. Parallel dazu funktioniert aber auch die Arbeit in der Defensive. Zwanzig Tore kassierte das Team rund um Kapitän Marcel Schuhen, nur drei Mannschaften ließen die Gegner seltener jubeln. Zudem erweisen sich die südhessischen Standards als gefährlich. 23 Tore erzielten sie aus dem Spiel heraus, neun Tore nach ruhendem Ball. Bielefeld grüßt in dieser Statistik mit zehn Treffern von ganz oben.
Die Standardstärke der Lilien hat sich auch schon bei Freistößen gezeigt. In Erinnerung kommt dabei direkt Marco Richters sehenswertes Tor, als er den Ball gegen den KSC mit der perfekten Mischung aus Gefühl und Kraft direkt ins rechte obere Eck zirkelte. Insgesamt führten bei den Lilien vier Freistöße zu einem Torerfolg.
Die notwendige Disziplin in der Defensive ist beim SV 98 ebenfalls erkennbar. Nach einer Ecke landete der Ball noch kein einziges Mal im Netz von Marcel Schuhen. In dieser Statistik verstehen aber auch die Nürnberger ihr Handwerk. FCN-Keeper Jan Reichert musste nur einmal nach einer gegnerischen Ecke hinter sich greifen.
Die Herangehensweisen der Mannschaften unterscheiden sich in allen Phasen eines Spiels und in allen Mannschaftsteilen. So ist es auch, wenn es darum geht, wann und wie Zweikämpfe geführt werden. Der Club hat dabei einen klaren Weg für sich herauskristallisiert. Insgesamt hat die Klose-Elf in der laufenden Zweitligasaison bereits 3.993 Zweikämpfe geführt. Das sind die zweitmeisten. Entscheidend ist jedoch auch, wie erfolgreich man dabei agiert. Doch auch hier weisen die Franken eine gute Bilanz auf. Trotz der hohen Anzahl an Duellen gewinnen sie 51 Prozent, das ist der drittbeste Wert der Liga.
Insgesamt standen sich beide Mannschaften bereits 34-Mal gegenüber. Dabei spricht die Statistik eine klare Sprache, denn sie ist nahezu perfekt ausgeglichen. Jeweils 17 Partien bestritten beide Teams im eigenen Stadion und in der Fremde. Am Ende verbuchen sowohl der 1. FC Nürnberg als auch der SV Darmstadt je zwölf Siege, bei zusätzlich zehn Unentschieden. Auch das Torverhältnis unterstreicht das enge Duell. Hier liegen die Lilien denkbar knapp mit einem Treffer vorne. Sie erzielten gegen den Club 55 Tore und mussten 54 hinnehmen.
Diese Ausgeglichenheit in den direkten Duellen zeigt sich auch in den jüngsten drei Begegnungen. Im Hinspiel gewannen die Südhessen im Max-Morlock-Stadion mit 1:0, davor verloren sie auf demselben Rasen mit 0:1, ehe man sich zuvor im Merck-Stadion mit einem 1:1-Unentschieden trennte.
Der FCN liegt als Tabellenachter neun Punkte hinter Platz drei, dem SVD. Doch für das kommende Duell zwischen den beiden Mannschaften fehlen den Clubberern zwei Personalien. Berkay Yilmaz muss aufgrund seiner Gelbsperre von der Tribüne aus zusehen, ebenso wie Cheftrainer Miroslav Klose, der in der vergangenen Partie wegen zu starken Reklamierens die Gelb-Rote Karte sah.
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
17 | 8 | 3 | 6 | 30:25 |
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Auswärts |
17 | 4 | 7 | 6 | 25:29 |
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Gesamt |
34 | 12 | 10 | 12 | 55:54 |