Nicht zwingend genug
Keine Punkte in Dresden. In einer chancenarmen Partie unterlagen die Lilien der SG Dynamo Dresden mit 0:1. In unserer Analyse blicken wir noch einmal auf die 90 Minuten zurück.
Wie sieht es personell beim SV Darmstadt 98 aus? Wie blickt Torsten Lieberknecht auf das kommende Spiel beim FC Augsburg (7.10./15.30 Uhr)? Und welchen Eindruck hat er von seiner Mannschaft in der aktuellen Trainingswoche gewonnen? Auf der Pressekonferenz am Donnerstag (5.10.) beantwortete der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 diese und weitere Fragen. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengestellt.
Ich habe angesprochen, dass wir in der 1. Liga trotz Führung den Gegner nicht noch einmal zum Schnuppern kommen lassen darfst. Gerade nach den beiden Gegentoren und der Werder-Chance auf 4:3 hat der Kopf eine große Rolle gespielt. Dennoch war es wichtig, dass wir es trotzdem geschafft haben, den Sieg über die Bühne zu bringen.
Es gibt ein paar Fragezeichen aufgrund von individuellen Belastungen und Nachwirkungen aus dem Bremen-Spiel. Fabian Holland hat einen dick angeschwollenen Fuß. Braydon Manu ist zwar wieder ins Training eingestiegen, hat sich aber dann am Sprunggelenk verletzt. Christoph Zimmermann musste die gestrige Einheit mit wieder aufgetretenen Fuß- und Rückenproblemen abbrechen. Und Klaus Gjasula hat Beschwerden im Leistenbereich, war deshalb gestern nicht auf dem Trainingsplatz. Das sind die Fragezeichen. Dagegen definitiv ausfallen wird Emir Karic.
Ich habe die Mannschaft so verspürt wie in den Wochen davor auch. Sie ist sehr fokussiert, hat einen guten Mix aus Spaß und Konzentration. Gerade in den Trainingsspielen, wenn wir Elf gegen Elf gespielt haben, zeigen sie sich sehr konzentriert. Dabei ist auch zu sehen, dass sich der Konkurrenzkampf sehr stark entwickelt. Nach dem Sieg gegen Werder Bremen ist die Freude nicht übertrieben groß geworden. Die Mannschaft sieht sich mit den drei Punkten eher in ihrer Arbeit bestätigt. Daher habe ich einen normalen Eindruck in dieser Trainingswoche.
Der FC Augsburg hat nach Saisonbeginn das System von Vierer- auf Dreierkette umgestellt. Sie wollen mit langen, tiefen Bällen schnell das Mittelfeld überbrücken und somit Druck aufbauen. Ich erwarte einen Gegner, der in heißer Atmosphäre giftig zur Sache gehen wird. Ebenso giftig wollen wir auch sein. Gerade die physische Basis wird wichtig sein – vor allem wie wir uns in den vielen Eins-gegen-Eins-Duellen wehren werden. Zudem steckt in meiner Mannschaft das Gefühl, dass man die Aktivität in den Vordergrund stellen sollte. Das ist unser Hauptthema. Wir wünschen uns, dass wir das ganze Spiel über immer aktiv bleiben.
Ich verfolge den Weg der beiden. Phillip Tietz und Patric Pfeiffer haben sich beide in die Startelf gespielt und werden wahrscheinlich gegen uns auflaufen. Gerade die beiden, die viel für Darmstadt getan haben, werden sicherlich hochmotiviert ins Spiel gehen. Wenn du gegen deinen Ex-Verein spielst, willst die beste Leistung bringen. Vor allem bei Tietzer kennen wir diese Einstellung.