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29.01.2025 / Profis

Der 1. FC Nürnberg im Gegnercheck

Für viele junge Fußballfans ist der 1. FC Nürnberg heute vor allem als Traditionsverein der 2. Bundesliga bekannt. Doch in der Saison 1961/62 spielte der Club erstmals sogar auf europäischer Bühne – und das durchaus erfolgreich. Mit vier Siegen erreichte Nürnberg das Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister, wo der FCN auf den Titelverteidiger Benfica Lissabon traf. Im Hinspiel feierten die Franken einen beeindruckenden 3:1-Sieg vor ausverkauftem Haus. Doch im Rückspiel platzte der Traum vom Halbfinale – mit einer deutlichen 0:6-Niederlage schied der Club aus. Trotz des bitteren Endes setzte der damalige Stürmer Heinz Strehl ein Ausrufezeichen: Mit acht Treffern wurde er Torschützenkönig des Wettbewerbs, auch wenn das den verpassten Halbfinaleinzug kaum trösten konnte.

Foto: Eibner-Pressefoto/Alexander Neis

Heute ist der 1. FC Nürnberg in der engen Tabelle der 2. Bundesliga punktgleich mit dem SV Darmstadt 98 sowie der Berliner Hertha und rangiert auf dem elften Platz. Nach einem guten Start in die Rückrunde mit einem 2:1-Sieg gegen den Karlsruher SC verlor das Team von Miroslav Klose am vergangenen Wochenende gegen die Freunde aus Gelsenkirchen mit 1:3. Nun kommen die Lilien am Freitagabend (31.1./18.30 Uhr) ins Max-Morlock Stadion für ein hoffentlich spannendes Flutlichtspiel. Wir blicken in unserem Gegnercheck auf den kommenden Gegner des SV 98.  

Top-Scorer Liga & Pokal

Top-Torjäger 
Top-Vorlagengeber
Stefanos Tzimas – 10 Tore Julian Justvan – 7 Assists 
Julian Justvan – 3 Tore Caspar Jander – 4 Assists 
Jens Castrop – 3 Tore Stefanos Tzimas – 2 Assists 
Mahir Emreli – 3 Tore Jens Castrop – 2 Assists 
Lukas Schleimer – 3 Tore Danilo Soares – 2 Assists 

Der Trainer

Rekordtorschütze der deutschen Nationalmannschaft. Deutschlands Fußballer des Jahres 2006. Weltmeister 2014. Dazu viele weitere Titel und Trophäen. Heute ist er Cheftrainer in der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg. Miroslav Klose hat nach seiner herausragenden Spielerkarriere auch als Trainer seinen Weg gefunden.

Seine ersten Erfahrungen als Übungsleiter sammelte der 46-Jährige im Nachwuchs der deutschen Nationalmannschaft, bevor er 2018 zum FC Bayern München wechselte, um dort zunächst die B-Junioren zu betreuen und später als Co-Trainer bei den Profis zu arbeiten. Nach einem kurzen Aufenthalt als Cheftrainer beim SCR Altach in Österreich übernahm er zur Saison 2024/25 den Club.

Aktuell steht Nürnberg unter seiner Führung auf Platz elf der 2. Bundesliga. Auch wenn Klose sich in einigen Spielen mehr Punkte gewünscht hätte, zeigt er sich mit der Entwicklung seines Teams zufrieden. In der ausgeglichenen Liga sei „Jeder in der Lage, jeden zu schlagen“, erklärte er optimistisch im Gespräch mit RTL.

Foto: Eibner-Pressefoto/Gabriel Boia

Prunkstück

Liegt es an Cheftrainer Miroslav Klose, der als Stürmer selbst jahrelang seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte? Oder ist es schlicht die individuelle Klasse der Spieler? Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Der 1. FC Nürnberg gehört zwar nicht zu den Teams mit den meisten Toren oder Torschüssen – mit 34 Saisontore sind sie die siebtstärkste Offensive des Wettbewerbs. Doch wenn der Club in den Strafraum kommt, wird es brandgefährlich. Mit einer Chancenverwertung von 10,5 Prozent rangiert der FCN in dieser Statistik auf Platz vier der 2. Bundesliga – ein Beweis für ihre Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

All Eyes on ...

Griechische Stürmer hinterlassen in der 2. Bundesliga immer mehr Eindruck. Während Christos Tzolis in der vergangenen Saison mit 22 Toren fast den Aufstieg für Fortuna Düsseldorf klarmachte, sorgt nun Stefanos Tzimas beim 1. FC Nürnberg für Furore.

Der erst 19-jährige Angreifer, der vergangenen Sommer auf Leihbasis von PAOK Saloniki nach Franken wechselte, hat sich schnell als absoluter Shootingstar entpuppt. Mit zehn Toren in 16 Spielen zählt er zu den gefährlichsten Stürmern der Liga. Ein Grund? Er fühlt sich pudelwohl in Nürnberg. Das Leben dort empfinde er als deutlich ruhiger als in seiner Heimat Thessaloniki. Unterstützung bei der Eingewöhnung bekam er von Trainer Miroslav Klose und Sportdirektor Olaf Rebbe – zwei entscheidende Figuren für seinen Wechsel.

Der Kontakt kam allerdings eher überraschend, wie Tzimas dem kicker erzählte. „Ich war im Urlaub mit Freunden, als Miroslav Klose mich anrief. Ich war beeindruckt, dass DER Miroslav Klose mich haben will“, erinnert sich der Torjäger und ist überzeugt von seinem Schritt nach Nürnberg: „Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.“

Foto: Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Blick in die Vitrine

  • Deutscher Meister: 1919/20, 1920/21, 1923/24, 1924/25, 1926/27, 1935/36, 1947/48, 1960/61, 1967/68
  • Gründungsmitglied der 1. Bundesliga: 1963/64
  • Deutscher Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007
  • Deutscher Zweitligameister: 1979/80, 1984/85, 2000/01, 2003/04
  • Intertoto-Cup-Sieger: 1968/69
  • UEFA-Cup-Teilnehmer: 1988/89, 2007/08

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