Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Was haben der FC Bayern München, der 1. FC Nürnberg und 1860 München miteinander gemeinsam? Auf den ersten Blick ist die Antwort ganz einfach: Alle drei Teams kommen aus dem Bundesland Bayern. Doch bei näherer Betrachtung gibt es noch eine weitere interessante Gemeinsamkeit: Sie sind alle die momentanen „Dinos“ im deutschen Profifußball – also die Teams, die aktuell am längsten ununterbrochen in ihrer jeweiligen Liga spielen. Seit 2019 verweilen die Franken schon in der 2. Bundesliga und teilen sich damit den Zweitliga-Dino-Status mit dem Karlsruher SC und Hannover 96. Am Freitag (8.8./18.30 Uhr) reist der SV Darmstadt 98 ins Frankenland nach Nürnberg. Grund genug, den Club vom Valznerweiher etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
| Top-Zugänge | Top-Abgänge |
| Luka Lochoshvili (von Cremonese, Verteidiger) | Jens Castrop (zu Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld) |
| Mickaël Biron (von RWDM Brussels, Stürmer) | Oliver Villadsen (zu Bröndby IF, Verteidiger) |
| Semir Telalovic (vom SSV Ulm 1846, Stürmer) | Christoph Daferner (zu Dynamo Dresden, Stürmer) |
| Justin von der Hitz (vom 1. FC Köln U19, Mittelfeld) | Stefanos Tzimas (Leihende zu Brighton, Stürmer) |
| Kristian Mandic (von Eintracht Frankfurt U19, Innenverteidiger) | Jannes Horn (zu Rapid Wien, Verteidiger) |
Miroslav Klose
Cheftrainer des 1. FC NürnbergInteressant: Zu seiner Zeit als Mittelstürmer schoss Klose viele wichtige Tore. Dabei machte er seinem Namen als Mittelstürmer alle Ehre: In einem Interview mit „bundesliga.com“ verriet er, dass er von seinen rund 300 geschossenen Toren nur zwei von außerhalb des Sechzehners erzielte.
„Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft.“ So lautet ein bekanntes Zitat von Napoleon Bonaparte. Würde es nach diesem Zitat gehen, dann hätten die Franken mit Sicherheit eine blühende Zukunft vor sich: Mit einem Durchschnittsalter von 22,74 Jahren bilden die Nürnberger das jüngste Team der Liga. Jüngste Beispiele wie Can Uzun, Nathaniel Brown und zuletzt Stefanos Tzimas zeigen, wie gut sich Spieler im Frankenland entwickeln können. Zu den aktuellen „jungen Wilden“ gelten Namen wie Rafael Lubach (20), Tim Janisch (19) oder auch Berkay Yilmaz (20), die mit Sicherheit versuchen werden, die 2. Bundesliga ordentlich aufzumischen.
Am Anfang war der Ball. Wenn Robin Knoche seine Biografie einmal schreiben sollte, dann könnte sie mit genau diesem Satz beginnen – nicht, weil er besonders plakativ ist, sondern weil er erstaunlich viel über ihn verrät. Fußball ist für den 33-Jährigen nicht bloß ein Beruf. Dass „Ball“ sein erstes Wort war, das Knoche als Baby von sich gab, ist deshalb kein Zufall, sondern fast schon eine Art Prophezeiung.
Diese frühe Verbindung zum Spiel hat ihn scheinbar nachhaltig geprägt. 13 Jahre Profifußball stehen inzwischen in seiner Vita. Und die ist geprägt von einem selten gewordenen Wert: Beständigkeit. Während andere Spieler in ihrer Karriere etliche Vereine und Länder abklappern, hatte Knoche bisher genau drei Stationen im Profibereich: VfL Wolfsburg (2012 bis 2020), Union Berlin (2020 bis 2024) und der 1. FC Nürnberg (seit 2024). In Wolfsburg durchlief er zudem sämtliche Nachwuchsteams und machte sich in Fußball-Deutschland einen Namen, in Berlin wurde er zu einer der Stützen in einem Team, das mit der ersten und bisher einzigen Teilnahme an der Champions League Historisches erreichte. In Nürnberg trägt er heute die Kapitänsbinde.
Was ihn auszeichnet, ist ein Talent, das er beim Format „Meine Geschichte“ von Sky verriet: Auswendig lernen. Taktische Abläufe, Laufwege, Gegnerprofile – Knoche saugt sie auf wie andere Netflix-Serien. Kein Wunder also, dass er mit Union Berlin und dem VfL Wolfsburg insgesamt 450 Minuten Champions-League-Luft geschnuppert hat. Dazu kommen 29 Europa-League- und sechs Conference-League-Einsätze. Seine internationale Erfahrung ist für einen Zweitliga-Spieler mehr als beachtlich. Abseits des Rasens weiß er genau, was er kann und was andere besser können. Etwa bei der Wohnungseinrichtung. Zu Union-Zeiten überließ er seiner Frau die Gestaltung ihrer vier Wände. „Sie hat einfach das bessere Auge“, sagt er.
Trotz seiner Stationen und Erfolge bleibt eines konstant: seine Verbundenheit zur Heimat. Wolfsburg und seine Geburtststadt Braunschweig sind mehr als nur geografische Koordinaten. Sie scheinen seine Anker zu sein. Wenn Knoche sich ein Wunsch-Drehbuch für seine Karriere schreiben könnte – so verrät er bei Sky – dann würde es damit enden, dass er noch einmal zurückkehrt, wo seine Karriere begann: beim VfL Wolfsburg.